Alle Meldungen
Folgen
Keine Meldung von BUND mehr verpassen.

12.03.2020 – 11:42

BUND

++ Frühjahrsputz in der Natur: Einfach mal Müll sammeln (Foto) ++

++ Frühjahrsputz in der Natur: Einfach mal Müll sammeln (Foto) ++
  • Bild-Infos
  • Download

BUND-Ökotipp vom 12. März 2020

Frühjahrsputz in der Natur: Einfach mal Müll sammeln

Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen, die Natur erwacht. Die Vorfreude auf den Frühling zieht dieser Tage viele Menschen nach draußen. Beim Spaziergang im Wald oder Park ziehen jedoch nicht nur Frühblüher die Blicke auf sich, sondern leider immer häufiger auch allerlei Unrat: Verpackungen, Flaschen, Taschentücher oder Überreste von Silvesterfeuerwerk säumen Wiesen und Wege. An diesem Anblick erfreut sich niemand, doch Stadtreinigungen und Grünflächenämter sind der Masse an achtlos Weggeworfenem häufig nicht gewachsen. Auch wenn die Erhaltung der Natur an sich nicht die Aufgabe von Privatpersonen ist, kann jede und jeder selbst aktiv werden. „Ein Gedankenspiel: Würde jede Einwohnerin und jeder Einwohner in Deutschland jeden Tag ein Stück Müll aufheben, würde eine große Menge an Abfall entsorgt und unsere Umwelt nicht mehr belasten“, sagt Dorothea Seeger, die beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Müllsammelaktionen an den deutschen Küsten begleitet. Der BUND gibt Anregungen für einen Frühjahrsputz in der Natur.

„Müll gehört nicht in die Natur. Achtlos entsorgter Müll, vor allem Plastik, ist ein riesiges, globales Problem. Plastik lässt sich mittlerweile von Ackerböden über Gewässer bis in die Tiefsee und sogar bis ins arktische Eis nachweisen. Tiere verheddern sich in den Müllteilen oder halten sie für Nahrung“, sagt die BUND-Meeresmüllexpertin. „Zwar ist die Entsorgung von wildem Müll Aufgabe von Kommunen und Verwaltung, doch leider steht dafür häufig viel zu wenig Personal zur Verfügung.“

Prinzipiell eignet sich jeder Tag, um vor Ort etwas für die Umwelt zu tun. Jetzt im Frühjahr, bevor Sträucher und Bodendecker austreiben und da das Laub aus dem letzten Herbst sich zersetzt, lässt sich Abfall noch am einfachsten auffinden. Schon bald beginnt die Brutzeit: Nicht nur in Naturschutzgebieten oder Nationalparks ist deshalb jetzt die letzte Chance, Müll zu sammeln. Grundsätzlich sollten Müllsammelaktionen in Schutzgebieten nur in Rücksprache mit den zuständigen Behörden stattfinden, um dort lebende Tiere und Pflanzen nicht zu beeinträchtigen.

Vielerorts organisieren lokale Initiativen und BUND-Gruppen gemeinschaftliche Müllsammelaktionen bestimmter Parks oder Uferabschnitte. Die kommunalen Stadtreinigungen stellen hierfür auf Anfrage häufig Ausrüstung wie Müllsäcke und Greifzangen bereit und kümmern sich anschließend um die Entsorgung der gesammelten Abfälle. Am komfortabelsten sammelt es sich mit festem Schuhwerk, bequemer, widerstandsfähiger Kleidung, festen Handschuhen, Müllsack und Greifzangen.

Doch so professionell muss es nicht sein. „Müll sammeln geht auch allein, zum Beispiel beim Sonntagsspaziergang auf dem heimischen Feldweg“, so Seeger. Wer möchte, nimmt zum nächsten Spaziergang einfach eine kleine Mülltüte mit und kann so den gesammelten Müll korrekt im nächsten Mülleimer oder daheim entsorgen. Feste Handschuhe sorgen dabei für Eigenschutz. Auch Sportlerinnen und Sportler können während ihres Workouts an der frischen Luft mithelfen, so hat sich mit „Plogging“ eine Nebenform des Joggens etabliert, bei dem sich nach jedem Müllstück gebückt wird. Seeger: „Wer sich vornimmt, bei jedem Spaziergang mindestens fünf Müllteile mitzunehmen und richtig zu entsorgen, räumt ganz nebenbei Stück für Stück unsere Natur auf. Ganz nach dem Motto: Jedes Teil zählt. Müllvermeidung muss trotzdem an erster Stelle stehen, denn am besten ist der Müll, der gar nicht erst entsteht.“

Terminhinweise:

- Müllsammelaktion des BUND-Arbeitskreises Meer und Küste auf Norderney am 14.
  März 2020 : Die Veranstaltung hat aufgrund des hohen Interesses bereits die
  maximale Teilnehmendenanzahl erreicht, Fotomaterial von der Aktion kann zur
  Verfügung gestellt werden, Presseanfragen an Dorothea Seeger, mobil: 0178-20
  85 794
- Strandputz der BUND-Inselgruppe Föhr am 17. März 2020 :
  http://www.bund-foehr.de
- BUND-Aktion zum Gewässerschutz im Rahmen von „Bremen räumt auf“ am 21. März
  2020 um 10 Uhr in Bremen: http://www.bund-bremen.net/termine/detail/event/brem
  en-raeumt-auf-aktion-zum-gewaesserschutz 

Weitere Informationen:

BUND-Müllsammelaktionen am Strand mit Anleitungsbogen und Fotohandbuch: www.bund.net/themen/meere/mikroplastik/strandaktionen

Veröffentlichungshinweise:

Die BUND-Ökotipps sind kostenlos zum Abdruck freigegeben. Mitgesandte Fotos dürfen im Zusammenhang mit diesem Ökotipp unter der Quellenangabe „BUND-Meeresschutzbüro“ genutzt werden.

Ein Archiv der bisher erschienenen Tipps steht im Internet unter:

www.bund.net/bund-tipps/oekotipps

BUNDtipp abonnieren oder abbestellen:

www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/abo

Pressekontakt: Dorothea Seeger, BUND-Expertin für Meeresmüll, Mobil: 0178-20 85 794, E-Mail: Dorothea.Seeger@bund.net

BUND-Pressestelle: Sigrid Wolff | Daniel Jahn | Judith Freund | Heye Jensen

Tel. 030-27586-425 | -531 | -497 | -464 | E-Mail: presse@bund.net, www.bund.net

Hrsg.: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V., Antje von Broock (v.i.S.d.P.), Kaiserin-Augusta-Allee 5, 10553 Berlin

Weitere Meldungen: BUND
Weitere Meldungen: BUND