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BUND: Internationaler Klimaschutz nicht gescheitert
Bonner Ergebnis ist Klimaschutz "ultralight"

    Berlin (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUND) zeigt sich erleichtert, dass die USA den globalen Klimaschutz
nicht blockieren konnten. Der heute in Bonn verabschiedete Kompromiss
zur Umsetzung des Kyoto-Abkommens sei ein erster, aber leider
unzureichender Schritt beim internationalen Klimaschutz. Die
Reduktionsziele von Kyoto seien extrem verringert worden, so dass
lediglich der Anstieg der Treibhausgasemissionen gebremst werden
könne. Der dramatische Klimawandel werde so nicht abgewendet.
    
    Dr. Angelika Zahrnt, BUND-Bundesvorsitzende: "Dieser Kompromiss
entspricht weder den wissenschaftlichen Erkenntnissen noch den
Hoffnungen der vom Klimawandel Betroffenen in allen Teilen der Welt.
Die vielen Proteste wie unser Bau eines großen Rettungsbootes für den
Klimavertrag haben gezeigt, dass die Menschen einen wirksamen
Klimaschutz wollen. So bald wie möglich müssen deshalb strengere
Reduktionsziele vereinbart werden."
    
    Nach Ansicht des BUND ist es zumindest ein Erfolg, dass sich die
USA mit ihrer totalen Blockadehaltung im Klimaschutz nicht gegen die
Staatengemeinschaft durchsetzen konnten. Japan hätte seine
ausschlaggebende Position für das Zustandekommen einer Vereinbarung
leider missbraucht und damit vor allem in der Frage der Senken der
Glaubwürdigkeit des Abkommens geschadet.
    
    Der BUND bemängelt, dass bereits bestehende Wälder als CO2-Senken
angerechnet werden können. Das vermindere die Notwendigkeit, die
Treibhausgasemissionen in den Industrieländern tatsächlich zu
verringern. Auch die den Entwicklungsländern in Aussicht gestellte
Unterstützung zum Ausgleich von Klimaschäden sei viel zu gering.
Positiv sei allerdings, dass der Einsatz von Atomkraft nicht als
klimaschonende Maßnahme anerkannt werde. Auch die Formulierungen und
Vereinbarungen über die Kontrollmechanismen seien nicht so stark
aufgeweicht worden wie befürchtet.
    
    Zahrnt: "Wir werden uns intensiv dafür einsetzen, dass die in Bonn
beschlossenen Schlupflöcher beim Klimaschutz nicht genutzt werden.
Dabei kann die Bundesregierung auch in Zukunft eine Vorreiterrolle
übernehmen. Ihr Bekenntnis zu einer Reduktion der Treibhausgase um 40
Prozent bis 2020 wäre dafür jetzt das richtige Signal."
    
ots Originaltext: BUND
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mobil: 0173-9234747;

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