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12.02.2020 – 15:00

Ipsos GmbH

Mehrheit empfindet Coronavirus als große Bedrohung

Hamburg (ots)

Für eine Mehrheit der Menschen in acht Ländern stellt das sich ausbreitende Coronavirus eine große oder sogar sehr große Bedrohung für die Welt dar. Knapp ein Drittel aller Befragten sieht in der neuartigen Lungenerkrankung eine mäßige Gefährdung, nur eine Minderheit geht von einem geringen Risiko für die Welt aus. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos, die vom 07. bis 09. Februar 2020 in acht verschiedenen Ländern durchgeführt wurde - darunter auch Deutschland.

Jeder zweite Deutsche ist ernsthaft besorgt

Knapp jeder zweite Bundesbürger (47%) empfindet das Coronavirus als eine große oder sogar sehr große weltweite Bedrohung, mehr als jeder Dritte (35%) sieht zumindest eine mittlere Gefährdungslage. Nur etwa jeder sechste Deutsche (16%) vertritt die Meinung, dass die weltweiten Auswirkungen durch die vor allem in China auftretende Virusinfektion "eher" oder "sehr" gering sind.

In einigen anderen Ländern ist die Angst vor dem Virus allerdings noch deutlich größer. Vor allem in Japan (66%), Australien (61%) und den USA (55%) glaubt eine klare Mehrheit der Bevölkerung an eine (sehr) hohe Bedrohung für die Welt durch den Ausbruch der Epidemie. In Kanada (42%) und Russland (42%) und Großbritannien (43%) ist das Bedrohungsempfinden der Menschen dagegen deutlich niedriger.

Nur jeder Fünfte glaubt an baldiges Ende der Epidemie

Global gesehen geht nicht einmal jeder Fünfte (19%) davon aus, dass der Coronavirus-Ausbruch bereits eingedämmt wurde oder zumindest bald vorbei sein wird. Auch in Deutschland stimmen dieser Aussage nur 20 Prozent der Befragten zu, mehr als doppelt so viele Deutsche (42%) glauben nicht an ein baldiges Ende der Epidemie. In Großbritannien (55%), Kanada (51%) und Australien (50%) sind sogar mehr als die Hälfte der Befragten dieser Meinung, in Russland dagegen nur jeder Dritte (33%).

Starke Unterstützung für obligatorische Untersuchungen und Reiseverbote

Mehr als vier von fünf Personen (86%) aus den acht befragten Ländern geben an, sie hätten bereits viel oder sogar ziemlich viel über den Ausbruch des Coronavirus gesehen, gehört oder gelesen. Entsprechend breit ist die Unterstützung für einige öffentlich diskutiere Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie. Mehr als drei Viertel der deutschen Bevölkerung (78%) befürwortet z. B. die obligatorische Untersuchung aller Personen, die aus betroffenen Ländern einreisen. Beinahe ebenso viele Bürger (74%) sind der Ansicht, dass die Bundesregierung eine gesetzliche Quarantäne für Personen verfügen sollte, die sich potentiell mit dem Virus infiziert haben könnten.

Sechs von zehn Befragten (59%) sind zudem der Auffassung, dass deutsche Fluggesellschaften Flüge nach China vorübergehend einstellen sollten. Jeder zweite Bundesbürger (50%) fordert sogar, dass die Regierung Reisen nach und aus betroffenen Ländern verbieten sollte. In den sieben anderen untersuchten Nationen ist der Ruf nach Reiseverboten sogar noch deutlich größer als in Deutschland, vor allem in Australien (73%), Japan (71%) und den USA (70%).

Methode:

Die Ergebnisse stammen aus einer Ipsos Global Advisor-Studie, die vom 07. bis 09. Februar 2020 unter 8.001 Erwachsenen im Alter von 18 bis 74 Jahren in Kanada und den Vereinigten Staaten bzw. 16 bis 74 Jahren in Australien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan und Russland durchgeführt wurde.

Die Stichprobe besteht aus etwa 1000+ Personen in jedem Land. Die Stichproben in Australien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan, Kanada und den USA können als repräsentativ für die allgemeine erwachsene Bevölkerung unter 75 Jahren in diesen Ländern angesehen werden. Die Stichprobe in Russland ist urbaner, gebildeter und/oder wohlhabender als die allgemeine Bevölkerung und sollte so betrachtet werden, dass sie die Ansichten der stärker "vernetzten" Bevölkerungsgruppe widerspiegelt. Die Daten werden so gewichtet, dass die Zusammensetzung der Stichprobe jedes Landes das demographische Profil der erwachsenen Bevölkerung gemäß den jüngsten Volkszählungsdaten am besten widerspiegelt.

Die Daten werden so gewichtet, dass die Stichprobenzusammensetzung jedes Landes das demographische Profil der erwachsenen Bevölkerung gemäß den jüngsten Volkszählungsdaten am besten widerspiegelt.

Wenn die Ergebnisse sich nicht auf 100 aufsummieren, liegt das an Rundungen durch die computerbasierte Zählung, erlaubte Mehrfachnennungen oder dem Ausschluss von "weiß nicht/keine Angabe" Nennungen.

Für diese Studie gab es keine externen Sponsoren oder Partner. Sie wurde von Ipsos mit der Absicht initiiert und durchgeführt, etwas zum tieferen Verständnis der Welt in der wir leben und der Gefühle der Menschen auf dieser Welt beizutragen.

Über Ipsos:

Ipsos ist die Nummer 3 weltweit in der Marktforschungsbranche mit mehr als 18.000 Mitarbeitern und starker Präsenz in 90 Ländern. Unsere Forschungsexperten, Analysten und Wissenschaftler verfügen über das breite Know-How von Multi-Spezialisten, das tiefe Insights in Handlungen, Meinungen und Motivationen von Bürgern, Konsumenten, Patienten, Käufern oder Mitarbeitern ermöglicht. Wir haben die große Bandbreite unserer Lösungsansätze in 18 Service Lines zusammengefasst und unterstützen damit über 5000 Kunden weltweit.

1975 in Paris gegründet, wird Ipsos bis heute von Forschern geführt. In Deutschland sind wir mit ca. 700 Mitarbeitern an sechs Standorten präsent: Hamburg, Mölln, Berlin, Frankfurt, Nürnberg und München.

Ipsos ist seit dem 1. Juli 1999 an der Euronext in Paris notiert. Das Unternehmen ist Teil des SBF 120 und des Mid-60 Index und hat Anspruch auf den Deferred Settlement Service (SRD).

ISIN code FR0000073298, Reuters ISOS.PA, Bloomberg IPS:FP

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Pressekontakt:

Robert Grimm
Director Public Affairs, Ipsos
Robert.grimm@ipsos.com
Fon. 030 30 30 645 7900

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