RheumaPreis

RheumaPreis geht in die zweite Runde (mit Bild)
Bewerbungen für den RheumaPreis 2010 können ab sofort eingereicht werden

Die Preisträger 2009 - mit Rheuma aktiv im Berufsleben (von oben links nach unten rechts: Steffen Grandetzka, Patricia Strohm, Karin Schmitt und Janine Wallasch). Zahlreiche kreative Ideen zur Einbindung von Menschen mit Rheuma in das Arbeitsleben, vier glückliche Preisträger und viel öffentliche... mehr

Wiesbaden (ots) - Zahlreiche kreative Ideen zur Einbindung von Menschen mit Rheuma in das Arbeitsleben, vier glückliche Preisträger und viel öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema Rheuma und Beruf - so ist die Initiative "RheumaPreis - Aktiv mit Rheuma am Arbeitsplatz" im Jahr 2009 gestartet. Auch in 2010 wird der RheumaPreis wieder ausgeschrieben. Bewerbungen können ab sofort eingereicht werden.

Gesucht werden Beispiele, bei denen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam Wege gefunden haben, mit denen Menschen mit Rheuma ein Verbleib im Beruf erleichtert wird, so dass ihre Arbeitskraft und aktive Teilhabe zum beiderseitigen Vorteil erhalten bleibt. Auch Selbstständige können sich bewerben. Die Teilnehmer mit den besten Konzepten werden mit dem mit 3.000 Euro dotierten RheumaPreis ausgezeichnet.

Rückzug aus dem Arbeitsleben oft unfreiwillig

Ins Leben gerufen wurde der RheumaPreis, um die beruflichen Chancen von Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen zu verbessern und zu mehr Offenheit im Umgang mit dem Thema "Rheuma in der Arbeitswelt" anzuregen.

Denn hier besteht Handlungsbedarf: Derzeit scheiden rund 20 Prozent der Arbeitnehmer mit Rheuma innerhalb der ersten drei Jahre nach Erkrankungsbeginn aus dem Arbeitsleben aus. Nicht immer beruht dieser Entschluss auf medizinischer Notwendigkeit und freier Entscheidung, sondern oft auf einer Unkenntnis der vielfältigen Möglichkeiten, mit denen Menschen mit Rheuma beruflich eingebunden sein können.

Deshalb beschlossen Experten und Organisationen Anfang 2009 die Ausschreibung des RheumaPreises. Zu den Initiatoren gehören die Arbeitsgemeinschaft Regionaler Kooperativer Rheumazentren in der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie, der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte, die Initiative Neue Qualität der Arbeit, die Rheuma Liga Hessen, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und HauptfürsorgesteIlen und das globale Gesundheitsunternehmen Abbott. Ab 2010 unterstützen zusätzlich der Deutsche Verband für Physiotherapie (ZVK) und der Berufsverband Deutscher Rheumatologen.

Dass es möglich ist, Rheuma und Beruf zu vereinbaren, zeigen die Beispiele der Preisträger 2009. "Rheumatiker können gute Arbeit leisten, wenn man etwas auf sie eingeht", meint Steffen Grandetzka, Verkäufer bei Hennes & Mauritz in Berlin. Er fand nach einem offenen Gespräch bei Vorgesetzten und Kollegen Unterstützung. Dank flexibler Arbeitszeiten und angepasster Tätigkeiten gelingt es ihm, seinen Arbeitsalltag zu meistern und sein Leistungsniveau zu halten - auch mit Rheuma. Auch aus ärztlicher Sicht spricht vieles dafür, dass Rheumatiker weiterhin arbeiten: "Menschen mit Rheuma sollten erwerbstätig sein, weil es ihnen erfahrungsgemäß gut tut. Es gibt heute zahlreiche Möglichkeiten, diese Menschen so zu unterstützen, dass sie weiter beruflich aktiv bleiben können. Das Wissen darüber ist aber leider noch zu wenig verbreitet", sagt Dr. Anette Wahl-Wachendorf vom Verband deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW e.V.), Mit-Initiatorin des RheumaPreises.

Um auf verfügbare Fördermöglichkeiten aufmerksam zu machen, hat die Initiative RheumaPreis den Service-Bereich ihrer Homepage www.RheumaPreis.de erweitert und stellt hier umfangreiche Informationen bereit.

Unternehmen profitieren vom Erhalt der Kompetenz

Dass die Möglichkeiten, qualifizierte Mitarbeiter im Unternehmen zu halten, besser genutzt werden, wird zukünftig auch für Arbeitgeber immer wichtiger werden. In Anbetracht des sich abzeichnenden Fachkräftemangels können es sich Unternehmen kaum noch leisten, wertvolles Know-how von Angestellten zu verlieren, auch wenn diese gewisse körperliche Einschränkungen haben. "Mit dem RheumaPreis möchten wir Arbeitgeber zu mehr Flexibilität und Kreativität beim Umgang mit Mitarbeitern mit Rheuma anregen, um die Lebensqualität dieser Menschen zu verbessern," so Wulff-Erik von Borcke, Geschäftsführer des globalen Gesundheitsunternehmens Abbott, das seit Jahren im Bereich Rheumatologie forscht und innovative Therapien zur Verfügung stellt. "Der Erfolg integrierender Konzepte kommt nicht zuletzt auch dem jeweiligen Unternehmen zugute".

An der Ausschreibung teilnehmen können Berufstätige, die an entzündlichem Rheuma leiden, auch Teams oder Freiberufler sowie Hausfrauen/Mütter und Hausmänner/Väter können sich bewerben. Zur Teilnahme ist eine schriftliche Bewerbung erforderlich, in der die Ausgangssituation, die Wege zur Veränderung und die erreichte Verbesserung beschrieben werden. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2010. Eine unabhängige Jury aus Mitgliedern und Partnern der Initiative entscheidet über die Auszeichnungen. Die Preisverleihung findet im September 2010 statt.

Weitere Informationen und Bewerbungsmodalitäten unter www.RheumaPreis.de .

Pressekontakt:

Organisationsbüro RheumaPreis
Bianca Eichner
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60313 Frankfurt
Tel.: 069 - 913 043 - 23
Fax: 069 - 913 043 - 559
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