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Ostthüringer Zeitung: Kommentar: Noch lustiger

    Gera (ots) - Von Volkhard Paczulla Hoffentlich lenkt die Bundestagswahl die Anstalt-Kabarettisten im ZDF etwas ab. Über die Verirrungen Thüringer Spitzenpolitiker wird schon genug gelacht. Erst tritt Dieter Althaus (CDU) zurück, um kurz darauf ein bisschen zurück zu kommen. Dann beharrt Christoph Matschie (SPD) darauf, Ministerpräsident zu werden, obwohl 18,5 Prozent Wählerzustimmung die SPD, nun ja, nicht ganz zur stärksten politischen Kraft im Lande erhob. Und gestern verkündet Bodo Ramelow (Linke), er verzichtet auf den Posten des Regierungschefs, um Rot-Rot-Grün nicht zu blockieren. Bedingung: Dann soll es Matschie aber auch nicht werden. Sondern eine Frau. Vielleicht Frau Matschie? Oder Katrin Göring-Eckardt, die konservativste Grüne weit und breit? Für Grünen-Landeschef Frank Augsten wäre das dann Bananenrepublik. Treffender wäre wohl Bananenschalen-Republik. Als Pointen-Lieferant scheint Thüringen noch eine ganze Weile herhalten zu wollen. Ramelow und Matschie beim Wort genommen, müsste das rot-rot-grüne Projekt nun erledigt sein. Ganz gleich, wie sich grüne Basisvertreter heute in Jena dazu verhalten. Die SPD hätte freilich immer noch ein Problem. Nicht die Koalitionsverhandlung mit der CDU. Die kriegt sie sicher hin. Aber was passiert, wenn zur Wahl des Ministerpräsidenten im Landtag die Linke eine SPD-Frau vorschlägt? Dann stimmen Linksfraktion und Grüne für sie, während die SPD-Fraktion geschlossen Frau Lieberknecht (CDU) wählt? Wirklich lustig, diese Thüringer.

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