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Wie steuert die deutsche Wirtschaft durch die Russlandkrise?
Unternehmerbefragung von Germany Trade & Invest

Berlin/Moskau (ots) - Die russische Konjunktur lahmt, der schwache Rubel hat die Einfuhren erheblich verteuert: Russlands Wirtschaft steht vor gewaltigen Herausforderungen. Die unmittelbaren Konsequenzen bekommen auch deutsche Unternehmen immer mehr zu spüren. Die Importe aus Deutschland sind vergangenes Jahr um zwanzig Prozent zurückgegangen und werden 2015 wohl nochmals um mehr als ein Drittel einbrechen.

Die meisten Aussagen deutscher Unternehmer zur aktuellen Lage ähneln sich in ihrer Grundaussage, wie Bernd Hones, Repräsentant von Germany Trade & Invest in Moskau, berichtet: "Deutsche Firmen in Russland sehen schwarz und greifen teilweise zu drastischen Maßnahmen. Für einige geht es ums Überleben, manche machen aus der Not eine Tugend." Im Auftrag von Germany Trade & Invest führte der Russland-Experte eine Umfrage unter deutschen Unternehmern in Russland durch.

Der Kursverfall des Rubel, der im Dezember nur noch halb so viel wert war wie vor einem Jahr, hat jeden Businessplan auf Eurobasis zersetzt. "Viele Unternehmer erhalten nur noch kleine Aufträge. Für die meisten Unternehmer gilt derzeit: Kosten senken und sich stärker auf Service und Wartung konzentrieren", so Hones weiter. Häufig stünden auch die Personalstruktur und die Gehälter auf dem Prüfstand.

Deutsche Anlagenbauer hoffen, dass einige russische Firmen die Gunst der Stunde nutzen und vielleicht doch investieren. Denn die lokalen Kosten werden sinken und gerade jetzt wird Russland jeden Investor mit offenen Armen empfangen. Georges Barbey, Geschäftsführer von Lanxess in Russland, sieht sogar Chancen in der Krise: "Der schwache Rubel - das ist das Beste, was unseren Kunden hier in Russland passieren konnte. Jetzt sind sie wieder wettbewerbsfähig im Vergleich zur türkischen und chinesischen Konkurrenz." Dennoch bleiben derartige Aussagen eher die Ausnahme als die Regel. Rubelsturz, Kapitalflucht, Konjunkturdelle und Sanktionen - 2015 dürfte ein Jahr voller Herausforderungen werden.

Ergebnisse der Befragung: www.gtai.de/reaktion-auf-russlandsanktionen

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