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Litauen zeigt Wege aus der Eurokrise
Bundespräsident Gauck zu Staatsbesuch in Litauen

Berlin (ots) - Nach Lettland und Estland reist Bundespräsident Joachim Gauck heute Abend nach Litauen. Der südlichste der drei baltischen Staaten hat zum 1. Juli dieses Jahres die EU-Ratspräsidentschaft übernommen. Während der kommenden sechs Monate gibt es mehrere Punkte, die auf der Aufgabenliste Litauens stehen. Die Mitgliedstaaten müssen sich auf die konkrete Ausgestaltung des EU-Finanzrahmens für 2014 bis 2020 einigen. Ferner will Litauen den Dialog der EU mit den östlichen Nachbarn beleben.

Litauen hat als eines der wenigen EU-Länder gezeigt, wie entscheidende Maßnahmen in der Krise die Basis für eine wirtschaftliche Erholung sein können. "Nachdem es 2009 zu einem starken BIP-Rückgang von fast 15 Prozent gekommen war, ist die litauische Wirtschaft 2010 bereits um 1,5 Prozent gewachsen. Auch die darauffolgenden Jahre waren von kräftigem Wirtschaftswachstum geprägt. Dies ist das Ergebnis strikter Sparmaßnahmen", so Torsten Pauly, Experte für die baltischen Staaten bei Germany Trade & Invest in Helsinki. Für 2013 rechnet die EU-Kommission mit einem BIP-Wachstum von 3,1 Prozent.

Die finanzielle Sanierung Litauens umfasste den öffentlichen und privaten Sektor. Während auf öffentlicher Ebene die Staatsausgaben gekürzt und zahlreiche Steuervorteile und Freibeträge eingeschränkt wurden, sind auch die Immobilienkosten und die Reallöhne in den vergangenen Jahren stark gefallen. Da die Investitionen seit 2010 wieder angezogen haben, haben sich auch die realen Lohnstückkosten deutlich verringert.

Litauen ist kein Mitglied des Euro-Raums und konnte bisher mit Erfolg auf seine Landeswährung Lita setzen: "Der Kurs der Landeswährung zum Euro ist trotz gesunkener Lohn- und Preiskosten konstant geblieben. Auf eine Abwertung des nominalen Wechselkurses wurde bewusst verzichtet", so Pauly weiter. Litauens Exporte befinden sich ebenfalls längst auf Wachstumskurs. Der Gesamtwert aller exportierten Waren hat sich zwischen dem Krisenjahr 2009 und 2012 mit 23,1 Milliarden Euro fast verdoppelt.

Mehr zu Litauen unter: www.gtai.de/MKT201307088013

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