Germany Trade and Invest

Konsumklima und Handel im Aufwind

Berlin/Bonn/London (gtai) (ots) - Die Konsumstimmung der deutschen Verbraucher bleibt auch im Februar im Aufwind, der Warenaustausch zwischen dem Vereinigten Königreich und Deutschland ebenfalls: "Das Vereinigte Königreich konnte 2010 seine Position als sechstwichtigster Handelspartner Deutschlands behaupten, obwohl es in der Rangfolge der deutschen Ausfuhr von den Niederlanden auf Rang Vier verdrängt wurde", meint Steffen Ehninger, Analyst von Germany Trade & Invest in London. Die deutschen Exporte wuchsen mit 11,7% und somit auf 59,5 Mrd. Euro langsamer als im EU-Durchschnitt. Besondere Exportsteigerungen gab es vor allem bei NE-Metallen, Autos, elektronischen Bauelementen sowie Pharmazeutika gegenüber dem Vorjahr.

Die deutschen Importe aus dem Vereinigten Königreich stiegen mit 18,9% und somit auf 38,6 Mrd. Euro schneller als im EU-Durchschnitt. Besondere Steigerungen gab es vor allem bei den britischen Lieferungen von Erdöl und -derivaten, Eisen und Stahl, Nahrungsmitteln und Elektrotechnik.

Doch nicht nur der bilaterale Handel, auch die Direktinvestitionen britischer Unternehmen in Deutschland entwickeln sich wieder besser. Die Anzahl der britischen Investitionsprojekte in Deutschland dürfte 2010 vorläufigen Erhebungen zufolge gegenüber dem Vorjahr deutlich zugenommen haben. 2009 zählte der Informationsdienst fDi Markets 45 aus dem Vereinigten Königreich stammende Investitionsprojekte in Deutschland. Möglicherweise wurde 2010 sogar die bisherige Rekordmarke von 59 Investitionsvorhaben übertroffen, so Steffen Ehninger weiter.

Zu den größten Investitionsvorhaben britischer Unternehmen in Deutschland gehörte 2010 ein Projekt von CEVA Logistics in Leipzig. Der Spezialanbieter für end-to-end Design und Kontraktlogistiklösungen hat im September Richtfest gefeiert und will in der sächsischen Wirtschaftsmetropole bis zu 65 Mitarbeiter beschäftigen. Auch die Schiffstechniksparte des britischen Traditionskonzerns Rolls-Royce hat im Herbst 2010 angekündigt, in Deutschland zu investieren. Rolls-Royce Marine errichtet in Hamburg ein 2.000 qm großes Service Center, in dem bis zu 70 Mitarbeiter beschäftigt werden. Doch nicht nur Metropolen, auch deutsche Kleinstädte profitierten 2010 von Investitionsprojekten aus dem Vereinigten Königreich, wie die Erweiterungsinvestition von Alcan Extrusions & Automotive Structures, einer Geschäftseinheit von Rio Tinto, im baden-württembergischen Gottmadingen zeigt.

Das Vereinigte Königreich war im Zeitraum 2003 bis 2009 Angaben von fDi Markets zufolge mit 260 Investitionsprojekten der zweitwichtigste ausländische Investor in Deutschland, hinter den USA (831 Projekte). Mit 32% entfiel das Gros der britischen Investitionsprojekte in Deutschland im genannten Zeitraum auf Unternehmens- und Finanzdienstleistungen. Weitere wichtige Sektoren waren der Bereich Informations- und Telekommunikationsdienstleistungen / Software (20%), Automobilbau und Maschinenbau (10%) sowie Logistik (7%).

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