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Das Wirtschaftswunder an der Weichsel hält an
Angela Merkel, Bronislaw Komorowski und Nicolas Sarkozy treffen sich zum "Weimarer Gipfel" in Polen

Berlin/ Warschau (ots) - Polens Wirtschaft boomt. Im Jahr 2010 wuchs sie um 3,8 Prozent, dieses und nächstes Jahr könnten es jeweils über 4 Prozent werden. Heiko Steinacher von Germany Trade & Invest in Warschau: "Polen hat die Wirtschaftskrise dank einem soliden Vor-Krisen-Wachstum, kaum faulen Krediten und einer stabilen Binnennachfrage als einziges Land Mittel- und Osteuropas ohne negatives Wachstum überstanden. Das Land bleibt weiterhin einer der attraktivsten Investitionsstandorte in der Region."

Gewaltige Investitionen, besonders im Zuge der Vorbereitungen auf die Fußball-EM 2012, wirken wie ein großes Konjunkturpaket. Anpassungserfordernisse an einschlägige EU-Normen und -Richtlinien kurbeln die Importindustrie an und eröffnen spezialisierten deutschen Technikanbietern hervorragende Zulieferchancen. "Das gilt für klimafreundliche Techniken im Rahmen der Kohleverstromung und erneuerbaren Energien ebenso wie für Medizintechnik oder Anlagentechnik in der kommunalen Entsorgung", so Steinacher weiter.

Dank steigender Auftragseingänge in der Industrie investiert auch der Privatsektor wieder stärker. Der Krise zum Trotz sind bereits in den letzten beiden Jahren jeweils rund EUR 10 Mrd. ausländische Direktinvestitionen (einschließlich Transitkapital) nach Polen geflossen - fast genauso viel wie vor der Krise. In diesem Jahr sollen es circa EUR 12,7 Mrd. werden.

Auf deutscher Seite machten zuletzt Bosch und MAN von sich reden. Bosch wird in der niederschlesischen Sonderwirtschaftszone Walbrzych Rußpartikel-Filter für Dieselmotoren, MAN Bus im südostpolnischen Starachowice komplette Reise- und Stadtbusse fertigen.

Die vorübergehende Mehrwertsteuererhöhung seit Beginn dieses Jahres wird laut Fachleuten den Privatkonsum - wichtige Konjunkturstütze in der Krisenzeit - nicht wesentlich belasten. Ausufernde öffentliche Finanzen erfordern indes eine nachhaltigere Strategie zur Haushaltskonsolidierung. Ratingagenturen, Investmentbanken und auch die Europäische Kommission mahnen dringend tiefgreifende Maßnahmen zum Schuldenabbau an - just in dem Jahr, in dem in Polen Parlamentswahlen anstehen.

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