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Märkische Allgemeine: Präsident der IHK Potsdam kritisiert Ablehnung eines Vergabegesetzes durch die märkische CDU
Unternehmen könnten auch mit Rot-Rot leben

    Potsdam (ots) - Der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam, Victor Stimming, hat die Brandenburger CDU für ihre Ablehnung eines an einen Mindestlohn gekoppelten Vergabegesetzes kritisiert. Der Mittelstand brauche ein solches Gesetz, so Stimming im Inverview mit der "Märkischen Allgemeinen" (Donnerstag-Ausgabe), um "sich vor der eigenen Haustür entfalten zu können". Branchen, die sich für öffentliche Aufträge bewerben würden, zahlten längst mehr als die im Gespräch befindlichen 7,50 Euro pro Stunde.

    An die Adresse der Brandenburger CDU, die das von der SPD geforderte Vergabegesetz vehement ablehnt, sagte Stimming: "Ich glaube, manchmal ist man in einem Fahrwasser drin und denkt nicht mehr so intensiv darüber nach, ob man wirklich noch auf dem richtigen Kurs ist."

    Zugleich sprach sich Stimming im Gespräch mit der "Märkischen Allgemeinen" für eine Fortsetzung der SPD-CDU-Koalition aus: "Man sollte bei Bewährtem bleiben", so der Kammerpräsident. Zugleich betonte er aber, "wir können auch mit Rot-Rot leben". Dadurch würden sicher keine Betriebe abwandern.

    Von der neuen Landesregierung wünscht sich Stimming eine bessere Exportförderung, auch durch das Einrichten von neuen Vertretungen in wichtigen Zielländern in Asien und Afrika. Brandenburg hatte in der Vergangenheit eingerichtete Auslandsplattformen nach und nach geschlossen. Außerdem empfahl der IHK-Chef die bislang 15 Schwerpunktbranchen auf fünf zu reduzieren. Das Land werde sich "sicherlich noch stärker konzentrieren müssen, enn 15 Schwerpunktbranchen sind zu viele".

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