Landesbank Baden-Württemberg

LBBW-Konzernbilanz 2000: Moderates Wachstum trotz volatiler Märkte

    Stuttgart (ots) - Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hat das
Geschäftsjahr 2000 erfolgreich abgeschlossen. Die Konzernbilanzsumme
stieg um 13,8 Prozent auf 292,6 Mrd. Euro. Das Geschäftsvolumen des
LBBW-Konzerns nahm um 14,6 Prozent zu und lag zum Jahresende bei
316,0 Mrd. Euro. Dieser Aufwärtstrend setzte sich bei den
Ertragszahlen fort: Der Jahresüberschuss wuchs um 7,0 Prozent auf
460,0 Mio. Euro (plus 30,0 Mio. Euro) und das Betriebsergebnis um 5,7
Prozent auf 869,5 Mio. Euro (plus 46,5 Mio. Euro). Bei der
Präsentation der Zahlen vor Journalisten in Stuttgart hob Hans
Dietmar Sauer, Vorsitzender des Vorstands der Landesbank
Baden-Württemberg, hervor, dass die LBBW - wie dieses erneute
Wachstum zeige - mit ihrer Strategie der "etwas anderen Landesbank"
die Akzente genau richtig gesetzt habe.
    
    LBBW am Markt behauptet - zweistelliges Wachstum im zweiten Jahr
nach der Fusion
    
    Im Wettbewerb hat die LBBW ihren Platz unter den Top-Ten-Banken
Deutschlands behauptet. "Unsere Leistungen werden am Markt
angenommen", lautete Sauers Fazit. Private wie institutionelle Kunden
hätten im vergangenen Jahr einen Nachfrageschub ausgelöst, wie die
Zuwächse belegen. Die Forderungen an Kreditinstitute stiegen um 14,3
Prozent auf 115,8 Mrd. Euro. Das Refinanzierungsvolumen der
baden-württembergischen Sparkassen konnte um 12,0 Prozent auf 30,3
Mrd. Euro ausgebaut werden.
    
    Ebenfalls zweistellige Zuwachsraten weisen im Geschäftsjahr 2000
die Forderungen an Kunden auf. Diese erhöhten sich um 13,4 Prozent
auf 96,4 Mrd. Euro. Zum Bilanzsummenwachstum haben auch die
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
beigetragen. Ihr Bestand erhöhte sich um 12,6 Prozent auf 64,4 Mrd.
Euro.
    
    Bei den Passiva haben die Kundeneinlagen gegenüber dem Vorjahr um
25,0 Prozent auf 54,2 Mrd. Euro zugenommen. Ein Wachstum weisen auch
die verbrieften Verbindlichkeiten aus, die um 10,1 Prozent auf 126,4
Mrd. Euro gestiegen sind. "In diesen Zahlen kommt einmal mehr zum
Ausdruck, dass die Kunden die Kompetenz der LBBW bei Anlageprodukten
zu schätzen wissen", wertete Sauer diese Zuwächse. Die
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich um
    14,0 Prozent auf 94,8 Mrd. Euro.
      
    Provisionsüberschuss überproportional gestiegen
    
    Positiv entwickelten sich im Geschäftsjahr 2000 die Erträge aus
dem Dienstleistungsgeschäft. So verzeichnete der Provisionsüberschuss
ein Plus von 64,4 Mio. Euro (27,2 Prozent) auf 301,1 Mio. Euro. Diese
Zuwachsrate sei vor allem auf das Vermittler-, Konsortial- und
Auslandsgeschäft zurückzuführen. Positiv ausgewirkt habe sich auch
der starke Trend zur Aktie, der insbesondere im ersten Quartal des
abgelaufenen Geschäftsjahres zu einem sprunghaften Anstieg der
Wertpapieraufträge geführt habe.
    
    Einen leichten Rückgang wies im Geschäftsjahr 2000 der
Zinsüberschuss - unter Einbeziehung der Beteiligungserträge - aus.
Gegenüber dem Vorjahreswert lag er um 1,8 Prozent zurück. Sauer
führte diese Entwicklung vor allem auf eine bewusst veränderte
Bilanz- und Ausschüttungspolitik bei Konzerngesellschaften im Vorfeld
des Steuersenkungsgesetzes zurück. Im Konzern bewege sich der
Zinsüberschuss ohne Beteiligungserträge mit 1.359,4 Mio. Euro (plus
1,3 Prozent) über dem Vorjahresniveau.
    
    Mit 103,3 Mio. Euro deutlich hinter dem hervorragenden
Vorjahresergebnis ist das traditionell stark volatile Nettoergebnis
aus Finanzgeschäften im Geschäftsjahr 2000 geblieben. Sauer merkte
dabei an, dass die entsprechend der traditionellen deutschen
Bilanzierungsvorschriften nicht im Nettoergebnis aus Finanzgeschäften
ausgewiesenen Bewertungsreserven im Vergleich zum Vorjahr deutlich
zugenommen hätten. Als richtig beurteilte Sauer in diesem
Zusammenhang das risikobewusste und zurückhaltende Verhalten der LBBW
an den Kapitalmärkten. Die LBBW habe bei der Chancen-Risiko-Abwägung
strengste Maßstäbe angelegt.
    
    Zu einem Anstieg der Verwaltungsaufwendungen um 8,0 Prozent auf
1.119,1 Mio. Euro haben im Geschäftsjahr 2000 zukunftsweisende
Investitionen innerhalb des LBBW-Konzerns geführt. "Dazu zählen
Ausgaben für Informationstechnologien und Vertriebswege sowie der
stetige Ausbau der Mitarbeiterqualifikation", sagte Sauer. Auch sei
auf Grund der gestiegenen Geschäftstätigkeit ein Zuwachs um 5,7
Prozent bei der Mitarbeiterzahl zu verzeichnen.
    
    Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen verbucht der
LBBW-Konzern einen Rückgang um 14,3 Prozent auf 321,2 Mio. Euro.
Sauer erklärte diese Abweichung mit höheren Veräußerungserlösen bei
Beteiligungen im Geschäftsjahr 1999. Insgesamt sei beim
Betriebsergebnis vor Risikovorsorge gegenüber dem Vorjahreswert ein
Rückgang um 15,0 Prozent zu verzeichnen.
    
    Aufwendungen für Risikovorsorge und Bewertung zurückgeführt
    
    Die Aufwendungen für Risikovorsorge und Bewertung seien im
LBBW-Konzern auf 150,6 Mio. Euro (minus 60,1 Prozent) zurückgegangen.
"Diese Ergebniskomponente ist allerdings mit dem Vorjahreswert nicht
zu vergleichen, da dieser im Zusammenhang mit dem
Steuerentlastungsgesetz starken Sondereinflüssen unterlegen ist",
erklärte Sauer. Weiter ging der Vorstandsvorsitzende der LBBW darauf
ein, dass der gesamte Wertpapierbestand des Konzerns nach dem
strengen Niederstwert bewertet wird und die Geschäftsleitung im
Bereich der Risikovorsorge ihre konservative Politik weiterhin
verfolge.
    
    Gewinnausschüttung an die Träger
    
    Die Landesbank Baden-Württemberg wird eine voll versteuerte
Ausschüttung aus dem Jahresüberschuss an die Träger - das Land
Baden-Württemberg, den Sparkassenverband Baden-Württemberg sowie die
Stadt Stuttgart - entsprechend den Anteilsverhältnissen vornehmen.
Die Gesamtausschüttung beträgt 76,8 Millionen Euro. Dies entspricht
einer Dividende von zwölf Prozent vor Steuern auf das eingesetzte
Stammkapital der LBBW in Höhe von 1,28 Mrd. Euro.
    
    
ots Originaltext: LBBW
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Stefan Schütz
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