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Kunst-Affäre: art berichtet über den bizarren Erbstreit um Kunstsammlung Kirchbach

    Hamburg (ots) - In seiner aktuellen Ausgabe (Mai 2006) bietet das Kunstmagazin art einen tiefen Einblick in einen pikanten Erbstreit, der Schweizer Gerichte seit mehreren Jahren beschäftigt: Hildegard Kirchbach, Witwe des deutschen Industriellen Kurt Kirchbach, steht im Zentrum der Affäre. Sie starb 1995 in einem Basler Pflegeheim und hinterließ ein Millionenvermögen - eine Kunstsammlung, zu der Gemälde von Franz Marc und Emil Nolde gehörten, sowie eine sensationelle Fotosammlung mit Klassikern der zwanziger und dreißiger Jahre.

    Nach dem Tod der alten Dame gab sich ihr Anwalt Werner Stauffacher als erbberechtigt aus. Anscheinend hatte der Anwalt seine Mandantin so fürsorglich betreut, dass diese 1993 ihr Testament änderte und ihn zum Alleinerben machte. Daraufhin trat Eckbert von Bohlen und Halbach auf den Plan, der 1987 als Alleinerbe eingesetzt wor-den war, um Stauffacher das Erbe streitig zu machen. Das Schweizer Bundesgericht befand nach langer Beweisaufnahme nun, dass Stauffacher "erbunwürdig" sei durch "offensichtliche Erbschleicherei". Doch geklärt scheint damit nichts: Inzwischen haben sich gesetzliche Erben gemeldet.

    Noch kurioser stellt sich der Fall der Fotokollektion Kirchbachs dar: Als Hildegard Kirchbach 1993 in eine Seniorenresidenz in Basel einzog, nahm die deutsche Heimleiterin Angelika Burdack das Konvolut (darunter Originale von Man Ray) an sich. Nach dem Tod der alten Dame lieferte Burdack die Fotosammlung 1996 beim Auktionshaus Sotheby's in London als "Helene Anderson Collection" ein. Die Sammlung wurde zu Rekordpreisen versteigert. Von Bohlen und Halbach, der die Sammlung dem Basler Kunstmuseum versprochen hat, hat auch dagegen geklagt. Das Verfahren schwebt noch - von Angelika Burdack und ihrem Mann fehlt seither jede Spur.

    Das Kunstmagazin art Nr. 5 erscheint am 28. April 2006 und kostet 7,80 Euro.

    Belegexemplare erbeten.

    art ist Europas größtes Kunstmagazin und Marktführer im Segment der Kunstzeitschriften. Die monatlich erscheinen-de Zeitschrift informiert auf journalistisch anspruchsvolle, verständliche und unterhaltsame Weise über alle wichtigen Ereignisse, Entwicklungen und neuen Trends der internationalen Kunstszene. Neben Malerei, Plastik und Architektur wird auch über jüngere Gattungen wie Fotografie, Videokunst, Design und CrossCulture berichtet.

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