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ART im April mit dem Schwerpunkt der 4. Berlin-Biennale: die interessantesten der rund achtzig Künstler - eine Großausstel-lung ohne Thema und konzeptionelle Klammer

    Hamburg (ots) - Die April-Ausgabe des Kunstmagazins art behandelt in einem umfangreichen Themenschwerpunkt die 4. Berlin-Biennale. Eine große Reportage zur Auguststraße, Deutschlands Kunstmeile Nr. 1 und Schauplatz der neunwöchigen Schau, beschreibt den spektakulären Wandel der Straße zu einem Kunst- und Galerienzentrum. Vorgestellt werden die interessantesten der rund achtzig beteiligten Künstler - der neue Malerstar Norbert Schwontkowski sogar mit einem eigenen großen Port-rät. Außerdem erläutert Kurator Massimiliano Gioni, warum das Kuratoren-Trio Gioni, Maurizio Cattelan und Ali Subotnik die Großausstellung ohne Thema und konzeptionel-le Klammer entwickelt hat, und warum die Schau "Von Mäusen und Menschen heißt".

    Weitere Themen:

    Gerhard Merz rechnet ab Der Künstler Gerhard Merz, 1997 für Deutschland auf der Biennale in Venedig, nutzt einen Museumsrundgang in Rom für eine große Abrechnung mit den Meistern der Klassischen Moderne. Der Kubismus habe lediglich ein Schema geliefert, nach dem "auch der mäßig Begabte mit graphischem Training Bilder zum harmlos-optisch guten Ende" führen könne. Bei vielen seiner Kollegen frage er sich, wo der Unterschied zur Malerei geistig Behinderter zu finden sei. Picasso wirft er vor, er habe "die Moderne als solche nicht verstanden" und in van Gogh sieht Merz "den Vater allen Übels".

    Das Ende der Kunstkritik Außerdem erklärt der namhafte Freiburger Kulturjournalist Hans-Joachim Müller in ei-nem streitbaren Essay die Kunstkritik für tot. "Wer heute über Kunst schreibt, hat es mit einem Medienmarkt zu tun, in dem sich der kritische Jargon so kurios ausnimmt wie eine Fünfziger-Jahre-Show mit Caterina Valente", stellt Müller fest. Da Kunst endgültig zu einem Lifestyle-Thema geworden sei, bei dem der Kritiker eher stört, beobachtet Müller, dass auch die letzten "zähen Exemplare der entkräfteten Gattung längst dabei sind, zum Gesellschaftsreporter umzuschulen."

    Das Kunstmagazin art Nr. 4 erscheint am 24. März 2006 und kostet 7,80 Euro.

    Belegexemplare erbeten.

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