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20.05.2011 – 10:00

Gruner+Jahr, art

Konflikt - art beleuchtet, wie der Holtzman Trust Mondrians Erbe hütet und Ausstellungsmachern das Leben schwer macht

Hamburg (ots)

Motive seiner Werke finden sich auf Tellern und Tassen, auf Kleidern und Schuhen. Kaum ein anderer Künstler der Moderne wird häufiger kopiert als Piet Mondrian (1872 bis 1944). Deshalb mag es auch niemand verwundern, dass der Mondrian/Holtzman Trust in Virginia, der die Rechte der Erben vertritt, besonders wachsam zu sein hat.

"Wir hüten Mondrians Erbe, wir sorgen dafür, dass es integer bleibt", sagt die US-Kunsthistorikerin Hilary Richardson, die den Trust seit 1998 vertritt. Er ist benannt nach Mondrians Freund Harry Holtzman, der nach dem Tod des Künstlers die Rechte erwarb. Holtzman und seine Frau hatten sich nach dem Eintreffen Mondrians in New York 1940 um den Niederländer gekümmert.

Aber schießt der Trust als Hüter des Erbes von Mondrian nicht übers Ziel hinaus? "Wir sind ständig am Streiten", erklärt Hans Janssen vom Haager Gemeentemuseum. Bei jeder Ausstellung brauche Frau Richardson nur die Hand aufzuhalten, "doch anstatt zu kooperieren, stellt sie sich quer".

Janssen hat viel mit dem Trust zu tun, denn das Gemeentemuseum besitzt die weltweit größte Mondriansammlung. "Wir haben sogar einen Professor für Urheberrechte eingeschaltet!", so Janssen. Denn viele Forderungen des Trusts "sind einfach absurd". So muss das Copyright partout seitlich vertikal bei den Abbildungen stehen und nicht unter ihnen. Bei der Schreibweise des Künstlernamens besteht der Trust darauf, dass nur die internationale Version genommen wird mit nur einem "a", auch wenn der Niederländer ursprünglich Mondriaan hieß. Und sollte er einem Werk im Laufe der Jahre verschiedene Titel gegeben haben, dann müssen alle aufgeführt werden, "auch wenn das die Leute total verwirrt", so Janssen.

Auch die Verhandlungen des Pariser Centre Pompidou mit dem Trust und die des Münchner Lenbachhauses, wo bis zum 15. August 2011 die Schau "Mondrian und De Stijl" zu sehen ist, "verliefen sehr zäh", weiß Janssen.

Hillary Richardson vom Holtzman Trust weist die Vorwürfe zurück: Von Willkür und hohen Tarifen könne keine Rede sein, schließlich verwende sie eine bereits sieben Jahre alte Preistabelle einer Agentur für Urheberrechte. "Wir haben doch alle nur das beste mit Mondrian vor!", betont sie. Mancher wird das anders sehen. Doch es gibt Hoffnung: 2014 erlischt 70 Jahre nach Mondrians Tod sein Urheberrecht.

Pressekontakt:

Maike Pelikan
art Kommunikation
20444 Hamburg
Telefon +49 (0) 40 / 37 03 - 21 57
Telefax +49 (0) 40 / 37 03 - 56 83
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