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20.11.2008 – 10:30

Gruner+Jahr, art

art 12/2008: "Es weht ein eisiger Wind"
Die Bankenkrise erreicht New Yorker Museen
Düstere Prognose für den Kunstmarkt in wirtschaftlich schlechten Zeiten

    Hamburg (ots)

Die weltweite Finanzkrise hat die New Yorker Museen erreicht. New Yorks Stadtverwaltung hat die Finanzhilfen für Kulturinstitutionen drastisch gekürzt. Einige New Yorker Museen, die ihre Kapitaleinlagen mit risikofreudigen Hedge-Fonds vermehren wollten, müssen nun große finanzielle Verluste wegstecken. Durch den Ausfall von privaten Spendern, auf deren Zuwendung die Museen besonders angewiesen sind, muss bei Personal- und Betriebskosten jede Ausgabe penibel nachgerechnet werden. In der Dezember-Ausgabe des Kunstmagazins art wird deutlich, was die Bankenkrise für die Kunst bedeutet.

    Die Pleite großer Banken, insbesondere die der Lehman Brothers Investmentbank, bringt die New Yorker Kunstszene in fundamentale Schwierigkeiten. Die Liste der Spendenempfänger bei den Lehman Brothers ist lang, sie liest sich wie ein New Yorker Kulturführer. Unter den Betroffenen befindet sich das MoMA, das die Lehman Brothers u.a. im Jahre 2006 bei der Brice-Marden-Retrospektive unterstützten, sowie das Guggenheim, wo Lehman Hauptsponsor der Jackson-Pollock-Schau war. Auch in Europa konnten Häuser wie das Tate Modern (London), das Louvre (Paris) oder das Städel-Museum in Frankfurt von den Zuwendungen profitieren. Lehman Brothers waren nicht nur Sponsor vieler Galerien, sie verfügen auch über eine eigene Sammlung von 3500 Arbeiten. Eine weitere Sammlung über 900 Werke wird von dem Tochterunternehmen Neuberger Berman verwaltet, die von der Insolvenz durch Aufkauf von zwei privaten Finanzinvestoren ausgeschlossen ist. Was mit den Sammlungen jetzt passieren wird, ist allerdings unklar.

    "Wenn es richtig übel wird, werden 40 bis 50 New Yorker Galerien schließen", so Jerry Saltz, führender Kunstkritiker in den USA. In einem Auszug aus seiner Kolumne für das "New York Magazin" sagt er dem Kunstmarkt eine schwere Zeit voraus. "Eine führende Kunstmesse wird schließen, Museen werden Ausstellungen absagen und Kunstberater werden arbeitslos."

    art ist Europas größtes Kunstmagazin und Marktführer im Segment der Kunstzeitschriften. Die monatlich erscheinende Zeitschrift informiert auf journalistisch anspruchsvolle, verständliche und unterhaltsame Weise über alle wichtigen Ereignisse, Entwicklungen und neuen Trends der internationalen Kunstszene. Neben Malerei, Plastik und Architektur wird auch über jüngere Gattungen wie Fotografie, Videokunst, Design und CrossCulture berichtet.

Pressekontakt:
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