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Schneechaos am Airport: Passagierrechte bei Flugausfall

Duisburg (ots) - Minus 20 Grad: Frost-Hoch Brigitta bringt Deutschland in dieser Woche die Polarkälte. Minusgrade und Eis behindern auch den Flugverkehr enorm, dichtes Schneetreiben ist häufig ein Grund für Unregelmäßigkeiten im Flugplan. Doch welche Rechte haben Passagiere, wenn ihr Flieger wegen Wetterkapriolen verspätet startet oder ganz gestrichen wird?

"Bei Verspätungen und Flugausfällen wegen widriger Wetterbedingungen haben Passagiere in der Regel keinen Anspruch auf Entschädigungen", erklärt Stefanie Winiarz, Vice President des Flugrechtsportals EUclaim Deutschland. Wird beispielsweise der Flughafen wegen heftigen Schneefalls gesperrt, gilt das als höhere Gewalt und die Airline muss Passagiere nicht entschädigen. "Aber nicht jedes Schneegestöber ist gleich ein außergewöhnlicher Umstand", so Winiarz. "Die Airlines sind verpflichtet, einen planmäßigen Ablauf des Flugbetriebes zu gewähren. Wenn etwa das Flugzeug nicht rechtzeitig enteist wurde, ist die Fluggesellschaft für die Verzögerung verantwortlich. Auch wenn Maschinen anderer Fluglinien pünktlich starten, wird es für die Airline schwieriger, höhere Gewalt nachzuweisen." In diesen Fällen haben Passagiere eine bessere Chance auf Entschädigung.

Laut EU-Verordnung 261/2004 steht Passagieren eine Entschädigung zu, wenn ihr Flug mehr als drei Stunden Verspätung hat, annulliert wurde oder überbucht ist und kein außergewöhnlicher Umstand vorliegt. Die Schadensersatzsumme liegt zwischen 250 und 600 Euro. Ob und in welcher Höhe Fluggäste einen Anspruch auf eine Ausgleichszahlung haben, können sie schnell und unkompliziert auf euclaim.de prüfen. "Unsere Experten werten täglich Millionen Wetter- und Flugdaten aus und können so die Gründe für Unregelmäßigkeiten im Flugbetrieb lückenlos nachvollziehen", so Winiarz. Liegt ein Schadensersatzanspruch vor, verhilft EUclaim seinen Kunden zu ihrem Recht.

Bereits ab zwei Stunden Verspätung müssen sich die Fluggesellschaften übrigens um die Verpflegung ihrer Kunden kümmern. Ist gar eine Übernachtung nötig, muss die Airline für die Unterbringung der Fluggäste aufkommen. Zudem stehen jedem Reisenden zwei kostenlose Anrufe oder E-Mails zu. Ab fünf Stunden Verspätung können die Reisenden ihren Flug stornieren und den vollen Reisebetrag zurückfordern.

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Sarah Leukel

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