Mediengruppe RTL Deutschland

IFA 2009: Statements von RTL interactive Geschäftsführer Marc Schröder aus seiner Keynote "Broadcast goes Internet: Wächst zusammen, was zusammengehört?"

    Köln (ots) - Zitate zu HDTV, Signalschutz und Bewegtbild im Internet von Marc Schröder, der als Geschäftsführer von RTL interactive auch die Strategische Unternehmenswentwicklung der Mediengruppe RTL Deutschland verantwortet, von der Medienwoche@IFA in Berlin am 7. September 2009:

    Zur Diskussion um die Einführung von HD: "Es ist wenig hilfreich - und zudem scheinheilig - wenn die öffentlich-rechtlichen TV-Kollegen scheinbar betroffen einen Makel darin ausmachen, dass ein Angebot von Programmen über die Plattform HD+ von SES ASTRA den Nutzer für den Mehrwert HD eine Pauschale kosten wird. Aussagen dazu waren in den letzten Tagen hier und da zu lesen - oder bei ARD-eigenen Radioprogrammen zu hören. Leider nicht zu hören war, dass sich ARD und ZDF für die laufende Gebührenperiode bereits schlappe 244 Millionen Euro haben genehmigen lassen für die Umsetzung von HD. Halbwahrheiten wie diese sind aus meiner Sicht verzichtbar."

    Zum Thema HD als Investition in die digitale Zukunft: "Wir investieren nicht nur bei HD in die Zukunft unseres Mediums, wofür es zumindest zwei Bedingungen braucht, die erfüllt sein müssen: Den Signalschutz und die Aussicht auf ein funktionierendes Geschäftsmodell. Wer will das in Zeiten wie diesen ernsthaft in Frage stellen? Vielleicht schaffen wir es gemeinsam, mit etwas mehr Sachorientierung statt Profilierung auf Kosten anderer den deutschen Markt etwas weiter nach vorn zu bringen in Sachen Digitalisierung - als eines der Schlusslichter in Europa haben wir genug Plätze vor uns für eine Bewegung nach vorn. "

    Zum Thema "Broadcast goes Internet" und "Video meets Internet Protocol": "Ein Livestreaming zum PC und lineares IPTV allein sind noch keine neue Kundenerfahrung und werden für sich genommen nicht die Mediennutzung revolutionieren. Erst wenn die spezifischen Vorteile der IP-Welt mit einbezogen werden, wie z.B. die Adressierbarkeit und Rückkanalfähigkeit, werden neue Produktwelten geschaffen, die neben, nicht anstelle des Mediums TV eine Relevanz für den Massenmarkt erreichen können."

    Zum Thema Bewegtbild im Internet: "In Deutschland werden wir im kommenden Jahr auch in diesem Bereich ein deutliches Wachstum sehen. Und das sowohl bei den Zuschauern als auch hoffentlich bei den Werbeerlösen."

    Zum Thema Signalverbreitung: "Wichtig für uns in diesem Bereich, wie auch bei anderen Verbreitungswegen ist das Thema Signalschutz. Wir müssen unser Signal gegen Missbrauch schützen, sei es gegen unerlaubte Vervielfältigung und Verbreitung, sei es gegen Überblendung mit Inhalten Dritter oder aber auch gegen alle Mechanismen, die unserem werbefinanzierten Geschäftsmodell die Basis entziehen. Denn nur das werbefinanzierte System erlaubt die programmliche Vielfalt, die wir derzeit im deutschen TV-Markt genießen."

    Zum Thema interaktive Zusatzapplikationen: "Wir verfolgen mit hohem Interesse die Entwicklung bei hybriden Empfangsgeräten, insbesondere im Hinblick auf TV-Widgets. Diese Technologie bietet Chancen für innovative Anwendungen und neue Geschäftsmodelle. Auf der anderen Seite ist es ganz klar, dass wir ohne Wenn und Aber und mit allen Mitteln gegen Trittbrettfahrer vorgehen werden, die unser Signal, das mit mehreren hundert Millionen Euro jährlich produziert wird, dazu benutzten, an uns vorbei eigene Geschäftsmodelle zu betreiben. Auch bei den interaktiven Zusatzdiensten auf dem TV-Gerät verfolgen wir eine Kombination aus Schutz vor Missbrauch und proaktivem Angebot einer besseren Alternative."

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