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29.01.2007 – 12:15

SWR - Südwestrundfunk

Kultur soll Staatsziel werden, Sport nicht Mainzer Staatsrechtler Prof. Friedhelm Hufen fordert Grundgesetzänderung

Baden-Baden (ots)

Baden-Baden. Der Mainzer Staatsrechtler Prof.
Friedhelm Hufen hat eine Grundgesetzänderung gefordert, die Kultur 
als Staatsziel definiert. "Das Kulturstaatsziel ist noch eine Lücke, 
die gefüllt werden sollte, und dann soll auch Schluss sein", erklärte
er heute (29. Januar 2007) im SWR2-Interview. In der Sendung 
SWR2-Journal wandte sich Hufen zugleich gegen Bestrebungen, auch den 
Sport als Staatsziel in der Verfassung zu verankern. "Der Sport ist 
eine andere Ebene", warnte der Wissenschaftler, "da wird's langsam 
zum Gemischtwarenladen."
Im Rahmen des Gesetzgebungsverfahren nimmt Hufen neben anderen 
Experten heute an der Anhörung zu einer möglichen Grundgesetzänderung
teil. Arbeitsgrundlage für die Anhörung ist ein Gesetzentwurf der 
FDP-Bundestagsfraktion, der fordert, den Satz "Der Staat schützt und 
fördert die Kultur" als Artikel 20b in die Verfassung aufzunehmen.
Die Ergänzung des Grundgesetzes, so Hufen im SWR, biete "konkrete 
Schranken für kulturwidriges Tun". Einwände gegen die Unklarheit des 
Kulturbegriffes ließ er nicht gelten, da in 95 Prozent der Fälle klar
sei, was mit Kultur gemeint ist. Wegen der unklaren Definition der 
restlichen fünf Prozent dürfe man den Hauptbereich nicht vergessen.
Das vollständige Interview finden Sie als Audiofile unter 
www.swr2.de/journal
SWR2 Journal bringt die Radiohörer dreimal täglich auf den 
aktuellen Stand der nationalen und internationalen Kulturszene. 
Aktuelle Filme, Bücher und CDs, aber auch Kulturpolitik und die 
politische Kultur sind Themen der Journale am Morgen (8.10 - 8.30 
Uhr) und am Mittag (12.30 - 13.00 Uhr). Die Journale für 
Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz (18.40 - 19.00 Uhr) richten 
sich verstärkt an diejenigen, die wissen wollen, was sich in ihren 
Regionen kulturell und kulturpolitisch ereignet.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Georg Brandl, Tel. 
07221/929-3854, georg.brandl@swr.de

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