SWR - Südwestrundfunk

Südwestfernsehen: Änderungen und Ergänzungen von 22. April (Woche 17) bis 11. Mai (Woche 19)

    Baden-Baden (ots) - Samstag, 22. April 2006 (Woche 17)/20.04.2006

    20.15 SamstagAbend: Auf dem Rhein daheim Moderation: Markus Brock

    Für einen sehnsuchtsvollen Blick hoch zur Loreley haben die Rheinschiffer von heute kaum noch Zeit. Ihr Alltag ist bestimmt von Termindruck, Lieferzeiten und einem stetig wachsenden Konkurrenzkampf auf dem Wasser. Bei Wind und Wetter, bei Nacht und Nebel, ausgesetzt den Naturgewalten, ob Eis oder Hochwasser, der Kahn muss fahren. Auf engstem Raum, selten festen Boden unter den Füßen, so wohnen und leben Binnenschiffer und ihre Familien. Ein Leben, das gerade von den so genannten Landratten gerne romantisch verklärt wird. Zur großen Familie der Flussbewohner gehören aber auch die wenigen, noch übrig gebliebenen Rheinfischer, Wasserschutzpolizisten, Fährleute und Schiffspfarrer. Sie alle führen ein Leben, in das es vom fernen Ufer aus nur selten Einblicke gibt. Einblicke in eine kleine Welt, die schon oft den Stoff für Romane, Filme und Fernseh-Serien wie den unvergessenen Klassiker "MS Franziska" geliefert hat.

    Samstag, 22. April 2006 (Woche 17)/20.04.2006

    22.25 Frank Elstner: Menschen der Woche (224)

    Francis Fulton-Smith Am 11. April lief die erste von 13 neuen Folgen der ARD-Serie "Familie Dr. Kleist" (dienstags, 20.15 Uhr). Die Geschichten rund um den Arzt und Familienvater Dr. Christian Kleist begeisterten im vergangenen Jahr bis zu 7,5 Millionen Zuschauer. An der Seite von Francis Fulton-Smith und Christina Plate in den Hauptrollen spielen wieder Ulrich Pleitgen, Uta Schorn sowie die Nachwuchsschauspieler Marie Seiser und David Bode.

    Marc Bator Seine Stimme kennt jeder. In sieben Jahren hat Marc Bator über 10.000 Produktionen und Werbekampagnen seine Stimme geliehen. Anfang 2005 übernahm der ausgebildete Nachrichtensprecher und Hörfunkredakteur Jo Brauners Job und rutschte so in die Riege der "20 Uhr Tagesschau-Sprecher".

    Prof. Dr. Clemens Tesch-Römer Leben im Alter ist momentan das Gesellschaftsthema. Politiker wie Franz Müntefering weisen darauf hin, dass die gesetzliche Rente allein zukünftig nicht mehr ausreichen wird. Auch, dass die Rente mit 67 kommt, ist so gut wie sicher. Ist Altwerden zukünftig mit sehr viel Angst verbunden? Mit Fragen wie dieser befasst sich Prof. Dr. Tesch-Römer, der Direktor des Deutschen Zentrums für Altersfragen. Er plädiert für die Rente mit 67 und ruft gleichzeitig die Unternehmen zu mehr Kreativität bei der Beschäftigung älterer Arbeitnehmer auf.

    Dr. Helga Breuninger Selber konnte sie nicht Nachfolgerin des Vaters an der Spitze des Kaufhauses werden. Heute berät sie Frauen, die im väterlichen Betrieb an die Spitze wollen. In vielen mittelständischen Firmen übernehmen jetzt die Töchter das Management und  müssen gegen Vorurteile kämpfen.

    Bärbel Schwertfeger Gesundheit, Fitness und ein langes Leben gelten als wichtige Attribute in der modernen Leistungsgesellschaft. Vor allem asiatische Heilungskonzepte erleben einen beeindruckenden Erfolg in der Boombranche Gesundheit und Wellness. Ein Megatrend innerhalb dieses Bereiches ist die aus Indien stammende Gesundheitslehre Ayurveda. Doch kann die indische Heilkunst problemlos in den Westen übertragen werden? Wie erkennt man die wahren Heiler? Bärbel Schwertfeger ist dieser Frage nachgegangen.

    Dienstag, 02. Mai 2006 (Woche 18)/20.04.2006

    Geänderten Untertitel beachten

    13.30 Eisenbahn-Romantik (WH von SO) Schienenwege durch Afrika Folge 599

    Donnerstag, 11. Mai 2006 (Woche 19)/20.04.2006

    21.00 Infomarkt Die 500. Sendung

    Rechtsanwälte Wie finde ich den richtigen?

    Energiepreise Wie kann ich mich wehren?

    Im Test: Finanzämter Wie gut ist die Beratung?

    Donnerstag, 11. Mai 2006 (Woche 19)/20.04.2006

    23.20 Der Tag, als ich ins Paradies wollte Der Weg einer lebenden Bombe Ein Film von Esther Schapira Erstsendung in Das Erste: 18.07.2005

    Es gibt Tage, an denen werden Lebensplanungen zu Makulatur. Tage, an denen Wege plötzlich zu Ende gehen, an denen wir die Richtung wechseln müssen, ob wir wollen oder nicht. Erzählt werden Geschichten von Menschen, die ihr Leben im Fokus dieses besonderen Tages sehen. Dramatische und anrührende Geschichten, in denen ein Leben aus der sicher geglaubten Bahn gerissen wird oder umgekehrt: in denen eine schier aussichtslos erscheinende Situation sich plötzlich zum Guten wendet.  Die Geschichte von  Mohammed Besharat zum Beispiel. 16 Jahre war er damals. Fast noch ein Kind. Er kam aus dem Dorf  Tamun im Westjordanland, nahe Jenin. Und er wollte ins Paradies. Am 2. August 2001 stieg Mohammed in einen vollbesetzten Linienbus, an einer Haltestelle im Norden Israels. Die meisten Fahrgäste waren Jugendliche, die den "Tag der Liebenden" feiern wollten und unterwegs waren zu einem Musikfestival. Mohammed aber hielt eine Tasche mit einer Bombe in seiner Hand. Menashe Nuriel, Vater von vier Kindern, war an diesem Donnerstag der Fahrer des Busses. Als er den jungen Palästinenser wahrnahm, spürte er, dass etwas nicht in Ordnung war. Er beobachtete ihn und begriff plötzlich, was er plante. Ohne nachzudenken, drängte er den Jungen aus dem Bus und verhinderte, dass die Bombe explodierte. 54 Menschen rettete Menashe Nurriel das Leben. Der Selbstmordattentäter wurde festgenommen und sitzt seitdem in einem israelischen Sicherheitsgefängnis. Noch 14 Jahre lang. Die Dokumentation von Esther Schapira schildert den Weg des jungen Palästinensers an diesem 2. August 2001, dem Tag, als er zur lebenden Bombe wurde. Zum ersten Mal spricht ein überlebender Selbstmordattentäter ausführlich vor einer Fernsehkamera: Über seine Träume, seinen Glauben und über den Tag, als er mit einem Massenmord ins Paradies wollte. Offen äußert sich auch seine Familie über das Leben in den besetzten Gebieten und über die Rekrutierungspraxis der radikalen  Terrororganisationen. Der Film blickt gleichzeitig auf die Menschen, die beinahe Opfer geworden wären: die Familie des Busfahrers, die schon immer, aber vor allem seit diesem Tag, mit der Angst leben muss. Und die dennoch weiter für die Friedensbewegung ist und an ein friedliches Zusammenleben von Arabern und Israelis glaubt. Während der Dreharbeiten riss ein anderer Attentäter in einem Club in Tel Aviv vier junge Menschen in den Tod. Die Geschichte dieses Attentates verbindet sich auf dramatische Weise mit der Rekonstruktion jenes Tages, an dem Mohammed die Eintrittskarte ins Paradies löste. Das Billett ist noch nicht verfallen. Allein schon der Wille, sich selbst zu töten, gilt radikalen Muslimen ebenso viel wie die Tat selbst. Und so bereut Mohammed nichts. Menashe Nurriel steuert noch immer seinen Linienbus durchs Land. Auf einer Strecke mitten durchs Grenzgebiet. Den nächsten Anschlag immer vor Augen. Und trotzdem die Hoffnung auf Frieden.

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