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Biedenkopf: "Die wichtigste Reform ist die Reform unseres Denkens" Rund 1000 Besucher beim 2. Konstanzer Konzilgespräch
Sendung heute in SWR2

    Baden-Baden (ots) - Konstanz. Für einen grundlegenden Umbau des Sozialstaats haben die Teilnehmer des 2. Konstanzer Konzilgesprächs plädiert. Vor rund 1000 Besuchern diskutierte der ehemalige sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf am Freitagabend (31. März 2006) mit dem badischen Landesbischof Ulrich Fischer und Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung die Frage "Was ist sozial gerecht".

    "Wir haben einen Sozialstaat, der nicht die Armen wesentlich im Focus hat, sondern 90 Prozent der Bevölkerung bedient", so Biedenkopf. Die große Tragik des Sozialstaats sei, sich in den letzten 30 Jahren nicht weiterentwickelt zu haben. Biedenkopf sprach sich für die Einführung einer Grundsicherung aus. "Die wichtigste Reform, die uns bevorsteht, ist die Reform unseres Denkens", so der ehemalige sächsische Ministerpräsident. Der badische Landesbischof Fischer beklagte das schwindende Vertrauen der Deutschen in die Zukunft. Er kritisierte überdies die Gewissenlosigkeit von Unternehmen, die sich nicht mehr danach ausrichten, dass Eigentum sozial verpflichtet.

    Das 2. Konstanzer Konzilgespräch hat am Freitagabend (31. März 2006) stattgefunden. Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen SWR2, der Stadt Konstanz sowie dem Katholischen und dem Evangelischen Dekanat Konstanz.

    Die Aufzeichnung der Diskussion wird heute (3. April 2006) ab 17.05 Uhr in "SWR2 Forum" gesendet. Wie alle "SWR2 Forum"-Sendungen kann sie auch als Podcast aus dem Internet heruntergeladen werden. Weitere Informationen unter www.SWR2.de/forum

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