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SWR-Duell Beck gegen Oettinger: Was sie im anderen Bundesland verbessern würden

    Baden-Baden (ots) - Mainz. Im ersten großen TV-Duell dieser Art zum Auftakt der heißen Wahlkampfphase im Südwesten haben sich die Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, Kurt Beck und Günther Oettinger, im SÜDWEST Fernsehen in der Sendung "Quergefragt" (heute, Mittwoch, 20.15 Uhr) einen Schlagabtausch zu aktuellen Fragen der Bundespolitik geliefert. Auf die Frage, was sie als Regierungschef im jeweils anderen Bundesland verbessern würden, sagte der Baden-Württemberger Oettinger, als rheinland-pfälzischer Ministerpräsident würde er "die Mittel für die Forschung und die Technologie deutlich erhöhen." Und weiter: "Ich glaube, dass das Land im Vergleich zu Baden-Württemberg noch zu wenig für Grundlagenforschung und für Forschungstransfer, Mittelstand und Hochschulen tut. Ich würde zweitens alles tun, damit die Jugendarbeitslosigkeit verringert werden kann, da ist Rheinland-Pfalz nicht schlecht, aber es kann noch einiges getan werden."

    Sein Kollege Beck betonte,  im umgekehrten Falle, also wenn er baden-württembergischer Ministerpräsident wäre, dann "wäre ich fair genug dafür zu sorgen, dass die Forschungsmittel in Deutschland nicht so einseitig zu Gunsten Baden-Württembergs und Bayerns verteilt werden, dann hätte ich in Rheinland-Pfalz das Leben viel leichter. Und ansonsten würde ich die gute Zusammenarbeit, die wir beispielsweise im Rhein-Neckar-Raum miteinander erreicht haben auch auf den Raum Karlsruhe-Wörth ausdehnen, das soll auch ein Angebot sein. Also ich will Brücken schlagen auch für die Zukunft."

    Ein guter Landesvater, so Beck weiter, müsse engen Kontakt zu den Menschen halten, zuhören können und auf diese Weise Vertrauen entwickeln. Auf die hohen Sympathiewerte des Rheinland-Pfälzers angesprochen, entgegnete der Baden-Württemberger Oettinger:  "Der Kollege Beck hat im ersten Jahr nicht die Werte gehabt wie heute - geben Sie mir noch fünf Jahre." Die beiden Regierungschefs nahmen in "Quergefragt" auch zu Themen Stellung, die zur Zeit in der Großen Koalition strittig diskutiert werden -  wie dem von Baden-Württemberg favorisierten Einbürgerungstest für Ausländer, der von der Bundesregierung beschlossenen Rente mit 67 Jahren und dem Streik im öffentlichen Dienst. Dabei vermieden sie aber gegenseitige parteipolitische Angriffe.

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