SWR - Südwestrundfunk

Erfolgreiche SWR-Koproduktionen beim 42. Adolf-Grimme-Preis
Auszeichnung für "Hierankl" und "Die Frauen von Ravensbrück" Sonderpreis "Kultur" für "Welthauptstadt Germania"

    Baden-Baden (ots) - Baden-Baden. Mit drei Koproduktionen ist der Südwestrundfunk (SWR) bei der Verleihung der Adolf-Grimme-Preise 2006 vertreten. Gewinner in der Kategorie "Fiktion & Unterhaltung" ist das bereits mehrfach ausgezeichnete TV-Heimatdrama "Hierankl" von Hans Steinbichler. Einen Sonderpreis erhält die zeitgeschichtliche Dokumentation "Welthauptstadt Germania" von Artem Demenok. Ebenfalls zu den Preisträgern zählt "Die Frauen von Ravensbrück" von Loretta Walz, ein Porträt von überlebenden Frauen des Konzentrationslagers Ravensbrück.

    Ein Adolf-Grimme-Preis mit Gold geht an Hans Steinbichler (Buch/Regie), Bella Halben (Kamera) und die Darsteller Johanna Wokalek, Barbara Sukowa, Josef Bierbichler sowie Peter Simonischek für den Film "Hierankl". "Hierankl" erzählt eine Mutter-Tochter-Geschichte im bayerischen Chiemgau: Hierankl ist ein einsamer Hof, in dem die Familie von Lene (Johanna Wokalek) wohnt. Vor fünf Jahren war sie nach einem Zerwürfnis mit ihrer Mutter Rosemarie (Barbara Sukowa) abgehauen. Jetzt endlich fühlt sie sich stark genug, ihr wieder zu begegnen. Der sechzigste Geburtstag ihres Vaters (Josef Bierbichler) ist ein willkommener Anlass. Und Lene entdeckt mit dem Geheimnis von Hierankl auch das Geheimnis ihres eigenen Lebens. "Hierankl" ist eine Koproduktion des Bayerischen Rundfunks (BR) mit SWR ("Debüt im Dritten") und ARTE. Die Redaktion im SWR hatte Sabine Holtgreve.

    In der Kategorie "Information & Kultur" erhält die Filmautorin Loretta Walz einen Adolf-Grimme-Preis für ihren 90-minütigen Dokumentarfilm "Die Frauen von Ravensbrück". Der Film basiert auf mehr als 200 Interviews mit Überlebenden des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück aus mehr als 20 Ländern, die seit 1980 in West- und Osteuropa aufgezeichnet wurden. "Die Frauen von Ravensbrück" wurde für den federführenden MDR, den RBB und den SWR (Redaktion: Gudrun Hanke-El Ghomri) produziert.

    Der Dokumentarfilm "Welthauptstadt Germania" (Federführung RBB mit SWR und ARTE) wird mit dem Sonderpreis "Kultur" des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert. Autor Artem Demenok stellt Hitlers Größenwahn-Projekt ohne Pathos und mit beeindruckenden Originalaufnahmen vor. Er scheut sich dabei nicht, zu fragen, ob Speers Pläne auch schon auf Elemente moderner Stadtplanung der Nachkriegszeit verweisen. Für die Redaktion im SWR zeichnete Martina Zöllner verantwortlich.

    Mit dem Adolf-Grimme-Preis werden Fernsehleistungen und Produktionen gewürdigt, die die spezifischen Möglichkeiten des Mediums Fernsehen auf hervorragende Weise nutzen und Vorbild für die Fernsehpraxis sein können. Die Preisverleihung findet am 31. März in Marl statt.

SWR-Pressestelle

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