SWR - Südwestrundfunk

Südwestfernsehen: Programmhinweise von 17.02.06 (Woche 07) bis 28.03.06 (Woche 13)

    Baden-Baden (ots) - Freitag, 17. Februar 2006 (Woche 07)/14.02.2006

    22.00
            Nachtcafé (6/25)
            Gäste bei Wieland Backes
            Narben auf der Seele

    Für Narben auf der Seele kann es viele Ursachen geben: Wer als Kind seine Eltern in einer Bombennacht verlor, vom eigenen Partner jahrelang betrogen wurde oder eine Fehlgeburt erlitt - mancher Schicksalsschlag ist nur schwer zu verkraften. Während bei den einen die Wunden kaum heilen und sie an solchen Verletzungen zerbrechen, gehen manche gestählt aus diesen Krisen hervor und geben häufig ihrem Leben eine neue Wendung und neuen Sinn. Woran liegt es, ob man es schafft, zum Beispiel nach einer Vergewaltigung wieder eine lustvolle Sexualität zu erleben oder nach einem Flugzeugabsturz wieder entspannt in den Urlaub zu fliegen? Wie kann man lernen, mit den Narben auf der Seele so zu leben, dass man voller Freude im Leben steht?

    Die Gäste: Der Schauspieler Heinz Hoenig setzt sich mit seiner Initiative "Heinz der Stier" für traumatisierte Kinder und Jugendliche ein. Er bietet ihnen die Möglichkeit, während eines einwöchigen Aufenthalts in Spanien ihre Sorgen zu vergessen. Durch gemeinsame Spiele und Aktionen lernen sie sich zu öffnen, Erwachsenen wieder zu vertrauen und eigene Fähigkeiten zu erkennen. "Etwas von meinem Glück an die Kinder weiterzugeben, die Schlimmes erlebt haben, ist mir sehr wichtig."

    Marlene John wird 1945 als Neugeborene im Krankenhaus vertauscht. Fünf Jahre hat sie als Nesthäkchen eine glückliche Kindheit. Doch dann kommt die Wahrheit ans Licht und die Behörden ordnen den Rücktausch der Kinder an, gegen den Willen der  Mütter. Schlagartig ändert sich ihr ganzes Leben. Ihre leibliche Mutter ist unfähig sie zu lieben: Sie sperrt Marlene ein, lässt sie hart arbeiten und schlägt sie immer wieder grün und blau.

    Heute noch mit 56 Jahren träumt Nobert Denef von der Pfarrwohnung, in der er im Alter von neun bis 16 Jahren sexuell missbraucht worden ist. Der Täter ist der katholische Pfarrer der Gemeinde und ein enger Freund der Mutter. Norbert Denef wagt es nicht, sich jemanden anzuvertrauen. Als Erwachsener versucht er zu verdrängen, heiratet, bekommt zwei Kinder. Aber noch mit 40 Jahren quälen ihn Angstzustände und Panikattacken. Erst nach einer Therapie schafft er es, die Familie mit seinem Martyrium zu konfrontieren und den Pfarrer anzuzeigen. Norbert Denef wird als erstes Opfer eines sexuellen Missbrauchs von der katholischen Kirche mit 25.000 Euro entschädigt: "Für mich ein schwacher Trost, denn meine Narben auf der Seele bleiben."

    Anja Wille erlebt 2004 den Albtraum einer jeden Mutter: Ihr Sohn Felix verschwindet, 70 Tage bangt sie um das Leben ihres achtjährigen Kindes. Als der Serientäter Marc Hoffmann gesteht, Felix missbraucht und ermordet zu haben, bricht Anja Wille zusammen und verbringt mehrere Monate in einer Psychotherapeutischen Klinik. Seitdem ist sie berufsunfähig und kann ihr Leben nur schwer meistern.

    Die Psychoanalytikerin Luise Reddemann beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Narben auf der Seele. Auf dem Gebiet der Psychotraumatologie leistete sie Pionierarbeit. Zahlreiche Fachkliniken arbeiten heute nach ihrem Therapiekonzept. "Jeder Mensch verfügt über selbstregulative Kräfte, es liegt jedoch in der Hand eines jeden Therapeuten, diese zu fördern."

    An der Bar: Am zweiten Weihnachtsfeiertag 2004 macht die alleinerziehende Andrea Leger mit ihrem fünfjährigen Sohn Tim in Thailand Urlaub, als der Tsunami über das Land hereinbricht. Die meterhohe Flutwelle erwischt sie auf dem Markt, während ihr Sohn bei einer befreundeten Familie am Strand ist. Andrea Leger kann sich retten, was mit Tim passiert ist, weiß sie nicht. Zwischen Leichen und zerstörten Häusern sucht sie verzweifelt nach ihrem Sohn. Monate des Suchens, Hoffen und Bangens vergehen, bis sie vier Monate später die traurige Gewissheit hat, dass Tim tot ist. Sie fällt in ein tiefes Loch. Mit der Unterstützung ihrer Familie und Freunde versucht Andrea Leger sich auf ihr Leben ohne Tim einzulassen.

    Sonntag, 19. Februar 2006 (Woche 08)/14.02.2006

    18.15
            Ich trage einen großen Namen (311)

    Rateteam: Roger Willemsen, Susanne Offenbach und Clemens Bratzler, Lotse: Gerd Appenzeller "Einen Lederstrumpf der Utopie" nannte der erste Gast dieser Folge seinen Vorfahren, der von sich selbst sagte: "Ich weiß nicht, woher ich komme, ich weiß nicht, wohin ich gehe, ich wundere mich, dass ich so fröhlich bin."

    Seine Ideen zur Verbesserung der Welt und der Erlösung fasst er in einem Werk zusammen, das ihn über sein Fachgebiet hinaus weltberühmt gemacht hat. Ein Zitat der zweiten berühmten Persönlichkeit lautet: "Die einzig richtige Einstellung in der heutigen Welt ist die eines gepflegten Galgenhumors". Diese Einstellung prägt sein Leben und Wirken bis heute. Zu Gast bei Wieland Backes ist seine Tochter. Roger Willemsen, Susanne Offenbach und Clemens Bratzler haben die Aufgabe, die beiden Namen zu erraten. Wenn sie nicht mehr weiterwissen, hilft der Lotse Gerd Appenzeller.

    Sonntag, 19. Februar 2006 (Woche 08)/14.02.2006

    20.15
            Schwäbische Fasnet aus Gundelsheim

    Der Landesverband Württembergischer Karnevalvereine (LWK) lädt ein zum fastnächtlichen Potpourri. Mit dabei in der Bütt: Kalauer-König Klaus Hussinger, dazu die forsch-frechen Bronnweiler Weiber aus der Reutlinger Vorstadt. Mit ihrer unverwechselbaren chamant-"älblerischen" Art bringen sie den Saal zum Toben. Birgit Pfeifer vom Backnanger Karnevalsverein heizt als Klofrau dem Publikum ein. Und schließlich Willi Keicher in seiner Paraderolle als Frau Schlepperle - mit seinen Witzen schießt er eine Lachsalve nach der anderen ab. "Schenkele hoch" heißt es dann für die besten Tanzgarden des Landes, die Marsch- und Showtänze der Spitzenklasse zeigen. Dazu kommen die besten Gesangskünstler des gastgebenden Gundelsheimer Carnevalvereins (GCV), die Schloss-Sänger, Katsche & Kolb und die Altstadtjodler mit ihren Karnevals-Krachern. Sitzungspräsident Wolfgang Riedle vom GCV führt in der Deutschmeisterhalle durchs dreistündige Programm unter dem Motto: Karneval in Gundelsheim - da muss man mal gewesen sein.

    Sonntag, 19. Februar 2006 (Woche 08)/14.02.2006

    00.05
            Wortwechsel
            Jacqueline Stuhler im Gespräch mit Bernd Kohlhepp,
            alias Hämmerle (schwäbischer Komiker)

    "Witze sind Pralinen für den Kopf", sagt Bernd Kohlhepp und handelt auch so. Wenn er auftritt, füllt er die Säle. Und geschwätzt und gelacht wird viel, wenn er als Hämmerle auf der Bühne steht. Mit dem Theatervirus infiziert wird Bernd Kohlhepp schon als Schüler in Tübingen. Später studiert er Germanistik. Schon bald zieht es ihn zum Kabarett. Der große Durchbruch gelingt ihm mit seiner Figur Hämmerle, dem Paradeschwaben mit Schlapphut. "Eigentlich bin ich ein heimlicher Rock ?n? Roller", sagt er von sich. Kein Wunder, dass er auf seiner neuesten CD den schwäbischen Elvis gibt. Doch der Tübinger steht nicht nur als Komiker und Kabarettist auf der Bühne, er schreibt auch Kinderlieder und -bücher u. a. für die "Sendung mit der Maus". Jacqueline Stuhler spricht mit Bernd Kohlhepp über Karriere und Kinder, Hämmerle und den schwäbischen Humor und wie er es mit 44 Jahren geschafft hat, schon sein 75-jähriges Bühnenjubiläum zu feiern.

    Montag, 20. Februar 2006 (Woche 08)/14.02.2006

    Erstsendedatum beachten!

    09.25    ARD Buffet
            Ratgeber für Leib und Seele
            Erstsendung: 27.01.2006 Das Erste

    Freitag, 3. März 2006 (Woche 09)/14.02.2006

    22.03
            NACHTCAFé: "Arbeiten im
            Alter - Last oder Lust?" (7/25)
            Gäste bei Wieland Backes
            Arbeiten im Alter - Last oder Lust?

    Da verstehe noch einer die Politik: Mehr als fünf Millionen Menschen im Land sind ohne Arbeit, die meisten Betriebe beschäftigen keinen über 50 und trotzdem sollen die Deutschen im Alter länger arbeiten. Die volle Rente gibt es künftig erst  mit 67 Jahren. Die einen frohlocken, weil sie sich mit ihren jahrzehntelangen beruflichen Erfahrungen weiterhin nützlich machen können und nicht zu früh aufs Abstellgleis geraten. Die anderen fühlen sich um ihren wohlverdienten Lebensabend  gebracht. Ihre heiß ersehnte Weltreise rückt in noch weitere Ferne und die Enkel müssen sich noch länger gedulden. Sind ältere Arbeitnehmer in ihrem Job überhaupt noch motiviert, geistig und körperlich voll belastbar? Können wir auf ihre Routine und ihr Know-how verzichten? Wie passen Altersteilzeitregelungen wie jüngst bei Volkswagen und Millionen von Arbeitssuchenden zu den neuen Rentenplänen?

    Dienstag, 14. März 2006 (Woche 11)/14.02.2006

    06.55
            Sesamstraße (2317)
            Erstsendung in Das Erste: 12.03.2006

    Wohin geht die Sonne, wenn sie untergegangen ist? Das wollte Finchen schon lange mal wissen. An diesem Abend hat sie die Chance, die Sonne selbst danach zu fragen. Denn die ist auch neugierig und kommt in die Sesamstraße, um herauszufinden,  wie es dort aussieht, wenn alles dunkel ist. Das Krümelmonster übernachtet bei Ernie und wird von einem Alptraum geplagt, in dem Kekse eine wichtige Rolle spielen. Grobi hat eine Sonnenbrille zu verkaufen, Kermit versichert vergeblich, dass er keine gebrauchen kann. Graf Zahl und seine Gräfin schwärmen von der Zahl 7. Außerdem die Bildergeschichte von Andy Frisch, der die Sonne verspeiste. Prominenter Gast: Rebecca Immanuel als die Sonne.

    Freitag, 17. März 2006 (Woche 11)/14.02.2006

    00.05
            (VPS 23.35)
            Literatur im Foyer extra
            anlässlich der Leipziger Buchmesse
            mit Thea Dorn
            Gast u.a. Feridun Zaimoglu

    Ein "Leipziger Buchmessen Extra" in Überlänge: 75 Minuten Thea Dorn im Gespräch mit Schriftstellern, Dichtern, Sachbuchautoren. Ob Romane, Gedichte, Briefe, ob Analysen oder Polemiken, alles kommt zur Sprache - welthaltig, gegenwärtig, lebendig. Feridun Zaimoglu mit seinem neuen Roman "Leyla", ein episches Panorama der türkischen Gesellschaft und ein behutsames Porträt einer jungen Frau, die in einer kleinen Stadt in Anatolien aufwächst und sich in kleinen Schritten Freiheiten erobert, immer wieder gefährdet, immer wieder neu erkämpft. Feridun Zaimoglu ist einer der sprachmächtigsten Schriftsteller Deutschlands, er ist Kolumnist und kritischer Beobachter des spannungsreichen türkisch-deutschen Verhältnisses. Zaimoglu wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet. Zuletzt erhielt er den Hugo-Ball-Preis.

    Ein siamesisches Dorf, eine Ferienanlage in Thailand und zwei deutsche Journalisten, die über das friedvolle Paradies berichten sollen. Aber hinter der zauberhaften Kulisse lauert der Tod. Die Frankfurter Schriftstellerin Eva Demski hat mit "Das siamesische Dorf" mehr als nur einen Kriminalroman  geschrieben: ein Buch über das Begehren, über menschliche Niederungen, über den schönen Schein und die dunklen Machenschaften dahinter.

    Ralf Lord Dahrendorf, einer der großen liberalen Gelehrten Deutschlands, setzt sich in seinem Buch  "Versuchungen der Unfreiheit" mit einem wichtigen Kapitel des 20. Jahrhunderts auseinander: Warum haben sich so viele Intellektuelle totalitären Systemen an den Hals geworfen? Warum haben sie den Unrechtscharakter des Stalinismus, des Nationalsozialismus nicht sofort erkannt: Martin Heidegger, Jean-Paul Sartre oder Georg Lukácz? Große Denker, moralisch blind. Und wodurch  bleiben andere unverführbar? Hannah Arendt, Karl Popper, Theodor Adorno?

    Als "Lucilectric"  hatte Lucy van Org einst einen Riesenhit: "Mädchen". Jetzt veröffentlicht sie ihren ersten Erzählband: "Der Tod wohnt nebenan - Spukgeschichten aus einer großen Stadt", Berliner Erzählungen zwischen Himmel und Hölle, bekannten Orten und obskuren Geschehnissen. Dazu gibt es Lieder von der neuen CD "Das Haus von Lucy", angeregt von den Geistern Berlins.

    Dienstag, 21. März 2006 (Woche 12)/14.02.2006

    06.55
            Sesamstraße (2318)
            Erstsendung in Das Erste: 19.03.2006

    Pferd hat sich zur Nachtruhe in seinen Heuhaufen gekuschelt, aber mit dem Einschlafen will es partout nicht klappen. Was tun? Singen oder an Möhren denken hilft nicht im Geringsten. Wolle rät zum altbewährten Schäfchenzählen und brockt sich  damit einiges ein. Pferd kann sich nämlich keine Schafe vorstellen, er muss sie sehen. Wolle hat die wichtige Aufgabe, sich von dem schlaflosen Pferd zählen zu lassen und zwar jedes Mal in einer anderen Verkleidung. Von dieser Show ist Pferd so begeistert, dass er immer wacher wird und Wolle von dem Stress immer müder . Ernie gönnt sich ein Tänzchen vor dem Schlafengehen, Bert hat darunter zu leiden. Elmo übernachtet bei Telly und findet heraus, dass Ohrenschützer beim Einschlafen sehr nützlich sein können. Graf Zahl freut sich, weil er die Schnarcher seiner Gräfin zählen kann.

    Dienstag, 28. März 2006 (Woche 13)/14.02.2006

    06.55
            Sesamstraße (2319)
            Erstsendung in Das Erste: 26.03.2006

    Rumpels neueste, schräge Erfindung ist ein riesiges Ungetüm und heißt Grautschometer. Samson und Finchen rätseln über diesen Apparat: Ist es eine Waage? Selbst auf Samsons Gewicht gibt es keine Reaktion. Ein Temperaturmesser? Bei heißer Schokolade geht die Anzeige nicht nach oben. Nur der stolze Konstrukteur kann diese Maschine erklären; denn Griesgrame messen naturgemäß ganz andere Dinge. Ernie besitzt eine Maschine, die den Buchstaben A produzieren kann, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Kermit versucht zu raten, was ein Monster mit einem Koffer und einem Regenschirm vorhat. Mariechen muss überrascht feststellen,  dass auch Federn manchmal zu schwer sein können.

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Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Ursula Foelsch, Tel.: 07221 / 929 - 2285.

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