SWR - Südwestrundfunk

Südwestfernsehen: Programmhinweise von 10.02.06 (Woche 06) bis 21.02.06 (Woche 08)

    Baden-Baden (ots) - Freitag, 10. Februar 2006 (Woche 06)/07.02.2006

    22.45
            Nachtcafé (5/25)
            Gäste bei Wieland Backes
            Höllenjob Hausfrau?

    In Sonntagsreden wird sie gerne als Improvisationstalent, Dompteurin des Chaos oder als Meisterin der Flexibilität gepriesen. Doch im Alltag helfen ihr diese Lobreden nur wenig. Eingezwängt in ein straffes Zeitkorsett, hin- und hergerissen zwischen Küche und Kindern, oft kritisiert vom eigenen Partner: "Was für ein Höllenjob", denkt manche Hausfrau und fühlt sich dabei auch noch im Stich gelassen. Von der eigenen Familie, die häufig undankbar reagiert; von der Politik, die sich beharrlich weigert, den Full-Time-Job entsprechend zu vergüten. Laut einer aktuellen Umfrage des Instituts Allensbach sitzt der Frust bei den 15 Millionen Hausfrauen und Müttern in Deutschland deshalb tief: Nur sieben Prozent erfahren Anerkennung für ihre Leistung und weit mehr als ein Drittel  von ihnen greift regelmäßig zum Glas oder Glimmstängel. Wie steht es um die Befindlichkeiten der deutschen Hausfrau? Wie sehen sie ihre Rolle im Familiengefüge? Was ist nötig, damit ihre Arbeit die nötige gesellschaftliche Anerkennung erfährt?

    Die Gäste: Die Schauspielerin Katja Weitzenböck ahnte nicht, was Hausarbeit bedeuten kann, bevor sie ein Kind bekam - ein echter 24-Stunden-Job! Gewohnt, nach Perfektion zu streben, verzweifelt sie nun des öfteren an vergessenen Schnullern, Löchern in  T-Shirts und lückenhaften Einkaufslisten. "Ein Gatte mit zwei linken Händen ist da keine wirkliche Hilfe." Dennoch will sie nicht aufgeben und weiterhin auch ihrem Beruf nachgehen.

    Der Hamburger Kabarettistin Lisa Politt geht das Hohelied auf die Hausfrau mächtig gegen den Strich. Hinter derartiger weiblicher Begeisterung vermutet sie allenfalls Masochismus. Appelle an die Frauen, sich doch endlich wieder auf Kinder, Küche, Kirche zu besinnen, diagnostiziert sie eindeutig: "Es ist ein Versuch, in Zeiten hoher Erwerbslosigkeit die Frauen zurück in ihre Puppenstuben zu drängen."

    Der Psychiater Dr. Holger Bertrand Flöttmann dagegen erwartet von den Frauen ein klares Bekenntnis zur traditionellen Familie. Er fordert sie auf, berufliche Ambitionen hintanzustellen, Kinder zu bekommen und selbst aufzuziehen. Die kinderlosen Akademikerinnen seien "verstandesüberentwickelt" und handelten letztendlich "gegen ihre eigene Natur".

    Lilo Sobek fügte sich 37 Jahre lang: Die ausgebildete Entwurfsdirektrice blieb zugunsten der Familie und der Karriere ihres Mannes zuhause. Vom Wunsch nach Anerkennung getrieben, erledigte sie Kindererziehung und Haushalt perfekt. Die traurige Bilanz: körperliche und seelische Leiden und ein Ehemann, den ihre Nöte nie kümmerten. Der nahm sich eine Geliebte. Lilo Sobek: "Ich würde nie mehr meinen Beruf aufgeben und niemanden mehr versorgen!"

    Nach jahrelangem Dasein als Hausfrau und Mutter fühlte sich Ursula Dachs geistig unterfordert und psychisch am Ende. Sie zog die Notbremse und begann zu studieren. Schließlich packte sie ihre Koffer, verließ ihren Ehemann und ihre drei Kinder, um ein neues Leben zu beginnen. Heute hat sie die Hausarbeit an eine gut bezahlte Fachkraft delegiert: "Ich habe mich total frei gekauft!"

    Angelika Dahmen ist leidenschaftliche Hausfrau und Mutter von sechs Kindern. Von morgens bis abends ist sie für ihre Sippe im Einsatz. Die 42-jährige Hamburgerin ist ein wahres Energiebündel und pfeift auf die gesellschaftliche Anerkennung für ihren Full-Time-Job: "Ich warte nicht ständig darauf, dass jemand sagt, wie toll ich alles hinkriege. Ich liebe meine Familie, und ich liebe mein Leben, das ist Ansporn genug."

    An der Bar:

    Silvia Frank hat keine Angst vor Graustich in Vorhängen oder Kalk auf Armaturen - alles hat sie im Griff und immer einen guten Tipp parat. Gestressten Hausfrauen rät die ARD- Haushaltsexpertin: "Machen Sie sich einen Tagesplan, setzen Sie sich Ziele und vor allem, arbeiten Sie nur mit gutem Handwerkszeug. Nichts ist unökonomischer als ein kleiner Putzlappen!"

    Sonntag, 12. Februar 2006 (Woche 07)/07.02.2006

    18.15
            Ich trage einen großen Namen (309)

    Roger Willemsen, Susanne Offenbach und Clemens Bratzler haben diesmal die Aufgabe, die Namen der beiden Persönlichkeiten zu erraten, deren Nachfahrinnen Gäste von Wieland Backes sind. Gerd Appenzeller wird in der Position des "Lotsen" behilflich sein, wenn sie nicht mehr weiterwissen. Der erste Gast dieser Sendung vertritt eine Persönlichkeit, die ihren Ruhm dadurch erwarb, dass sie die Natur auf ganz unterschiedliche Weise meisterhaft beschreiben konnte. Über ihn selbst ist zu sagen, dass er unförmig dick und seine Genusssucht so maßlos war, dass eine Leberzirrhose ihm die letzten Lebensjahre zur Hölle machte. Die zweite Nachfahrin erzählt von ihrer Vorfahrin, die durch die Interpretation eines Gedichtes weltberühmt wurde. Obwohl sich auch andere Künstler daran versuchten, blieb ihr Name untrennbar mit diesem Titel verbunden.

    Sonntag, 12. Februar 2006 (Woche 07)/07.02.2006

    22.35
            Wortwechsel
            Walter Janson im Gespräch mit Avi Primor
            (israelischer Politikwissenschaftler und Diplomat)

    Steven Spielberg hat in seinem neuesten Film "München" das Geiseldrama der Olympischen Spiele 1972 verfilmt. Er wirft die Frage auf, wohin der Kampf gegen den Terror führt, wenn man Gewalt mit Gegengewalt begegnet. Der langjährige Diplomat und Politikwissenschaftler Avi Primor ist einer der besten Kenner der deutsch-israelischen Beziehungen und auch der Lage im Nahen Osten. Nach dem Wahlsieg der radikal-islamischen Hamas und dem unerwarteten krankheitsbedingten Ausscheiden aus der Politik von Israels Premier Ariel Scharon droht eine weitere Eskalation der Gewalt. Gibt es noch eine Chance auf Frieden? Wie werden die Israelis bei den im März anstehenden Wahlen reagieren? Wie kann Europa, wie können die Deutschen dabei helfen? Walter Janson spricht mit Avi Primor über Terror, Armut und Frieden.

    Dienstag, 14. Februar 2006 (Woche 07)/07.02.2006

    20.15
            Konstanzer Fastnacht aus dem Konzil

    Moderation: Hans-Peter Jehle In Konstanz, der Metropole der "Wort-Fasnacht" am Bodensee, geben sich die Narren wieder ein Stelldichein. Während in vielen anderen närrischen Hochburgen Tanz und Musik im Mittelpunkt stehen, haben die Akteure im altehrwürdigen Konzil die geschliffene Büttenrede etabliert. Mit spitzer badischer Zunge nehmen sie von Konstanz bis Berlin alles aufs Korn, niemand bleibt verschont. Mit dabei sind Sigrun Mattes in ihrer Paraderolle als "Kuh vom Land" und Norbert Heizmann als "Dr. Sigmund F.". Einen Großangriff auf Zwerchfell und Lachmuskeln starten Kliby und Caroline, der populäre Bauchredner und seine Puppe aus der Schweizer Nachbarstadt Kreuzlingen. Für musikalische Stimmung sorgen der Tenor Gerd May und die Froschenkapelle aus Radolfzell.

    Samstag, 18. Februar 2006 (Woche 08)/07.02.2006

    Für das Saarland geänderten Beitrag beachten!

    08.45    (VPS 18.44)
            Deutsche Mannschaftsmeisterschaft Ringen
            Halbfinale (Rückkampf)
            KSV Köllerbach - Hallbergmoos

    Sonntag, 19. Februar 2006 (Woche 08)/07.02.2006

    13.30
            Narrentreffen Meßkirch

    "Hoorig, hoorig isch dia Katz" - so lautet der Meßkircher Narrenruf. Und mit diesem Gruß heißt die Katzenzunft Meßkirch ihre Gäste zu einem fulminanten närrischen Spektakel willkommen. Rund 8.000 Hästräger der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte bevölkern zwei Tage lang die Stadt im "badischen Geniewinkel" zwischen Bodensee und Donautal. Absoluter Höhepunkt des Narrentreffens ist der große närrische Umzug durch Meßkirchs Straßen und Gassen. Werner Mezger kommentiert den fasnächtlichen Lindwurm und Sonja Schrecklein stürzt sich als Straßenreporterin in das Gewusel von Meßkircher Katzen, Aulendorfer Hexen, Singener Hoorigen Bären oder Donaueschinger Hansele. Und natürlich gibt es wieder eine närrische Quizrunde, bei der den Zuschauern attraktive Preise winken.

    Sonntag, 19. Februar 2006 (Woche 08)/07.02.2006

    Nachgelieferte Gesprächsteilnehmer beachten!

    00.05
            Wortwechsel
            Jacqueline Stuhler im Gespräch mit Bernd Kohlhepp,
alias Hämmerle (schwäbischer Komiker)

    Dienstag, 21. Februar 2006 (Woche 08)/07.02.2006

    12.30
            THUN-FRISCH
            Der Comedy-Zauber mit Helge Thun
            Wahn, Witz und Illusionen
            Erstsendung: 11.05.2003

    Als Gäste haben sich Helge und sein Team den Magier Topas eingeladen, den Stuttgarter "David Copperfield", sowie seine Partnerin Roxanne. Sie präsentieren Höhepunkte ihrer Tournee mit unglaublichen Großillusionen und lassen sich vom Zauberer-Kollegen Helge auch ein bisschen in die Karten gucken. Und da Topas und Helge Zauberei gerne mit Witz und Comedy verknüpfen, kann man sich schon mal auf 60 hochunterhaltsame Showminuten einstellen. Zumal das "Thunfrisch"-Team wieder mit komischen Sketchen und mit spontanen Improvisationen wie dem Live-Fernsehspiel punktet.

    Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ursula Foelsch, Tel.: 07221/929-2285.

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