SWR - Südwestrundfunk

Sieben SWR-Nominierungen für den 42. Adolf-Grimme-Preis "In Sachen Kaminski", "Das Leben der Philosophen" und Redakteur Tilman Achtnich nominiert

    Baden-Baden (ots) - Mit sieben Nominierungen ist der Südwestrundfunk (SWR) beim 42. Adolf-Grimme-Preis vertreten. Die Nominierungskommissionen wählten SWR-Produktionen, Koproduktionen und Mitarbeiter für alle drei Wettbewerbskontingente des begehrten Fernsehpreises aus.

    Der Fernsehfilm "In Sachen Kaminski", nach dem Drehbuch von Holger Karsten Schmidt inszeniert von Stephan Wagner, wurde in der Kategorie "Fiktion & Unterhaltung" nominiert, wo die Nominierungskommission in diesem Jahr aus einer Vielzahl herausragender Produktionen auswählen konnte. Der Film erzählt ebenso anrührend wie polarisierend von einem Ehepaar, das darum kämpft, seine Tochter selbst erziehen zu dürfen. Matthias Brandt und Juliane Köhler spielen die Hauptrollen in dieser Produktion des Südwestrundfunks in Zusammenarbeit mit der Maran Film und ARTE. Die Redaktion lag bei Brigitte Dithard.

    Aus der "Debüt im Dritten"-Werkstatt wurde "Das Leben der Philosophen" ausgewählt, eine Produktion der Maran Film im Auftrag von SWR und ARTE, Redaktion Sabine Holtgreve/SWR und Georg Steinert/ARTE. Filmakademie-Absolvent Holger Haase erzählt nach einem Drehbuch von Patrick Gurris eine Tragikomödie aus dem Leben dreier Studenten, die das Erwachsenwerden am liebsten so weit wie möglich hinausschieben wollen. Bildstark und mit Schwung beobachtet der Film, wie die drei immer wieder in ihre Fantasiewelten abtauchen.

    In der Kategorie "Fiktion & Unterhaltung" außerdem nominiert: "Ein toter Bruder", der erste Ausflug ins Krimigenre des bereits mehrfach Grimme-Preis-ausgezeichneten Duos Stefan Krohmer (Regie) und Daniel Nocke (Drehbuch). In ihrem unter der Federführung des BR gemeinsam mit SWR, RBB und ARTE entstandenen Film erzählen sie von den fatalen Folgen einer Wiederbegegnung.

    Tilman Achtnich, Autor der Dokumentation "Der Sitz des Bösen", wurde in der Kategorie "Spezial" für "beispielhafte Berichterstattung aus dem Bereich der Wissenschaft am relevanten Beispiel der Hirnforschung" nominiert. Er geht in seinem Film der Frage nach, ob Verbrechen tatsächlich im Gehirn entstehen und verfolgt erste biologische Spuren im Gehirn von Gewalttätern, entdeckt durch die moderne Hirnforschung.

    Tilman Achtnich, dessen Filme bereits mehrfach ausgezeichnet wurden, beschäftigt sich besonders mit den Themenkreisen Wirtschaft und Wissenschaft, wie zum Beispiel  den Problemen des Welthandels oder der Zukunft der Medizin, ihrer Grenzen und der gesellschaftlichen Folgen. Der 52-jährige promovierte Geologe ist seit 1982 Journalist für Hörfunk und Fernsehen, zunächst beim damaligen SDR später SWR.

    Für die Rollenbesetzung in verschiedenen Filmen nominierte die Kommission ebenfalls in der Kategorie "Spezial" Nessie Nesslauer. Sie gehört  zu den gefragtesten Besetzungsspezialisten Deutschlands. Sie wurde nominiert für das Casting zu den Filmen "Der Vater meiner Schwester" (BR/SWR/ARTE), "Durch Liebe erlöst" (ZDF) und "En garde" (ZDF).

    In der Kategorie "Information & Kultur" nominierte die Vorauswahljury zwei Koproduktionen des SWR:

    "Welthauptstadt Germania" (Federführung RBB mit SWR und ARTE) stellt Hitlers Größenwahn-Projekt, seit "Speer und Er" in aller Munde, ohne Pathos und mit beeindruckenden Originalaufnahmen vor. Autor Artem Demenok scheut sich dabei nicht zu fragen, ob Speers Pläne auch schon auf Elemente moderner Stadtplanung der Nachkriegszeit verweisen.

    Schließlich "Die Frauen von Ravensbrück", ein aus vorgefundenem Material kompiliertes Portrait von Überlebenden des Konzentrationslagers Ravensbrück, das für den federführenden MDR, den RBB und den SWR produziert wurde.

    Der Adolf-Grimme-Preis wird vergeben für Fernsehleistungen und Produktionen, die die spezifischen Möglichkeiten des Mediums Fernsehen auf hervorragende Weise nutzen und Vorbild für die Fernsehpraxis sein können. Die Jurys des 42. Adolf-Grimme-Preises können bis zu 14 Auszeichnungen vergeben. Die Bekanntgabe der diesjährigen Preisträger erfolgt am 15. März, die Preisverleihung findet am 31. März in Marl statt.

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