SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR) Programmhinweise von Mittwoch, 25.01.06 (Woche 4) bis Samstag, 4.03.06 (Woche 10)

    Baden-Baden (ots) - Mittwoch, 25. Januar 2006 (Woche 4)/24.01.2006

    Geänderten Beitrag beachten!

    22.00    (VPS 21.57)
            Familie Heinz Becker
            Stefans Geburtstag
            (Erstsendung: 30.04.1993)

    Freitag, 27. Januar 2006 (Woche 04)/24.01.2006

    22.00
            Nachtcafé
            Gäste bei Wieland Backes
            Schöne haben's leichter!

    Es gibt Menschen, mit denen meint es die Natur besonders gut: Der Kollege mit dem energischen Kinn und den breiten Schultern etwa, der es in kürzester Zeit zum Juniorchef brachte; oder die blonde, langbeinige Nachbarin, die beruflich wie privat seit Jahren auf der Erfolgswelle schwimmt. Schöne Menschen haben's einfach leichter im Leben! Was wir bislang nur vermuteten, wird durch wissenschaftliche Studien bestätigt: Attraktive Frauen und Männer gelten als klüger, erfolgreicher und glücklicher und können somit beruflich wie privat leichter punkten. Aber was heißt das für die Anderen? Hilft in Zeiten verstärkter Konkurrenz um Jobs und Anerkennung nur noch der Gang zum Stylisten oder gar zum Schönheitschirurgen? Zählen innere Werte immer weniger? Wer bestimmt, was schön, was hässlich ist? Haben es schöne Menschen nicht satt, immer nur an ihrem Äußeren gemessen zu werden?

    Die Gäste:

    Der Schauspieler Tilo Prückner fand sich noch nie besonders schön. Den Großen und Gutaussehenden konnte er schon als Junge nicht das Wasser reichen und die Mädchen wollten auch nichts von ihm wissen. Doch statt zu resignieren, stilisierte er sich zum Klassenclown und Außenseiter. In dieser Rolle gefiel er sich und machte sie zum Beruf.

    Und obwohl er mit sich im Reinen ist, bleibt ein kleiner Wehrmutstropfen: "Manchmal hätte ich schon auch gerne den Schönen gespielt."

    Shermine Shahrivar sieht umwerfend gut aus, und das weiß sie auch. Spätestens seitdem sie 2005 zur "Miss Europe" gewählt worden ist, liegt ihr vor allem die Männerwelt zu Füßen. Auch sonst fliegt der 23-Jährigen vieles im Leben einfach zu, zum Beispiel, dass sie am Flughafen ungefragt in die Business-Class hochgestuft wird. Ob ihr Aussehen auch für die Wunschkarriere als Schauspielerin hilft, wird sich zeigen. Denn für immer will Shermine sicher nicht im Model-Geschäft bleiben: "Irgendwie ist man ja doch nur die ewig lächelnde Kleiderstange."

    Dr. Ronald Henss untersucht seit bald 20 Jahren, wer als attraktiv empfunden wird und wer nicht. Er weiß, Schöne haben viele Startvorteile: Sie werden als sympathischer und intelligenter wahrgenommen, man fühlt sich zu ihnen hingezogen, während hässliche Menschen eher Ablehnung auslösen. Diese Bewertung funktioniere automatisch, unbewusst und blitzschnell. Die Konsequenz: "Global kann man sagen: Schöne haben es leichter - bei der Partnerwahl ebenso wie im Berufsleben."

    Dr. Claudia Croos-Müller hingegen findet, dass es die Schönen in einigen Bereichen sogar schwerer haben, da ihnen weniger zugetraut wird. Die Psychotherapeutin und Persönlichkeitstrainerin weiß, dass Ausstrahlung und Persönlichkeit ausschlaggebender für den Erfolg sind als das rein Äußerliche. Und mittels bewusster Körpersprache lasse sich auch bei Benachteiligten einiges machen. Denn: "Meine Persönlichkeit kann ich stylen. Für die Intensität des Blickes brauche ich nicht schön sein."

    Johannes Groschupf ist nach gängigen Vorstellungen nicht schön. Als junger, gutaussehender Reisejournalist hat er vor elf Jahren einen Hubschrauberabsturz mit schwersten Verbrennungen überlebt und ist seitdem körperlich gezeichnet. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, ins Leben zurückzufinden und das neue Aussehen anzunehmen, geht es dem 42-Jährigen heute jedoch besser als je zuvor: "Ich musste mein hübsches Aussehen verlieren, um mich persönlich und beruflich erfolgreich zu  fühlen."

    Richtig wohl fühlt sich inzwischen auch Nicole Jakob. Das war nicht immer so: schiefe Zähne, dicker Bauch und "Reiterhosen" führten dazu, dass sie sich selbst nicht mochte und sich deshalb immer mehr zurückzog. Bis eine Schönheits-Show Abhilfe versprach: mittels Fettabsaugung, Zahnkorrektur und Bruststraffung verwandelte sich das hässliche Entlein in einen schönen Schwan. Die 27-Jährige weiß aus dieser Erfahrung: "Ich würde nicht sagen, dass ich perfekt bin. Aber heute stehe ich zu mir!"

    An der Bar:

    Harald Gasper litt lange Jahre unter seinem Aussehen: großer Kopf, große Nase und schwere Akne waren seine Markenzeichen. Um seine körperlichen Mängel zu überspielen, stürzte er sich in die Arbeit. Doch dann hatte er das Diktat der Schönen satt: Zusammen mit seiner Frau - die übrigens genauso unter ihrem Äußeren litt wie er unter dem seinen - gründete er den "Club der Hässlichen", um den weniger Schönen in unserer Gesellschaft endlich eine Stimme zu verleihen, frei nach dem Motto: "Wir fühlen uns hässlich und wir sind viele! Schluss mit dem Schönheitswahn!"

    Samstag, 4. März 2006 (Woche 10)/24.01.2006

    Kabarett & Comedy
23.35
            Richling - Zwerch trifft Fell
            Mit Mathias Richling

    Glückwunsch zum 50sten Mal! Politiker kommen und gehen, Zeitgeist-Promis verschwinden im barmherzigen Nebel des Vergessens, aus Courths-Mahler wird Telenovela und aus Kanzler Kanzlerin. Die Zeit vergeht, aber einer bleibt: Mathias Richling.  In "Zwerch trifft Fell" versammelt Mathias Richling regelmäßig wichtige Figuren aus Politik und Gesellschaft um sich. Und nicht nur das: Er verwandelt sich in sie. Noch nie waren Stoiber, Merkel und Co. so wirklich wie bei Richling. Mit seiner heutigen Sendung feiert der profilierteste Verwandlungskünstler im deutschsprachigen Kabarett ein stolzes Jubiläum: die 50ste Folge.

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