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Achtung Sperrfrist: heute 19.30 Uhr Zweimal Bayerischer Filmpreis 2005 für SWR-Kinokoproduktionen Spezialpreis der Jury an Christian Wagner
Produzentenpreis für "Sophie Scholl"

    Baden-Baden (ots) - Zwei Kinokoproduktionen des SWR waren beim Bayerischen Filmpreis 2005 erfolgreich: Bei der Gala in München wurde "Sophie Scholl - Die letzten Tage" mit dem mit 200.000 Euro dotierten Produzentenpreis ausgezeichnet, Regisseur und Produzent Christian Wagner erhielt den Spezialpreis der Jury für seinen Film "Warchild", der mit 10.000 Euro dotiert ist.

    Der vom SWR federführend koproduzierte Film "Warchild", den Christian Wagner nach einem Drehbuch von Edin Hadzimahovic inszenierte, beeindruckte die Jury als "wichtiger Beitrag zu einem Stück europäischer Gegenwartsgeschichte, die uns zeitlich so nah und doch immer noch sehr fremd ist." Mit Christian Wagner zeichne sie einen Filmemacher im besten Sinne aus, der seine Parabel mit großem Einfühlungsvermögen erzählt und inszeniert habe. "Warchild" erzählt von der 30-jährigen Senada, deren Kind seit dem Bosnienkrieg als vermisst gilt. Aber sie glaubt fest daran, dass ihre Aida noch lebt. Als Senada nach zehn Jahren überraschend eine Spur findet, reist sie illegal nach Deutschland. Dort, so findet Senada heraus, lebt ihr Kind bei Adoptiveltern im Schwäbischen. Die neuen Eltern hatten Aida, die jetzt Kristina heißt, als Baby adoptiert im Glauben, dass die Mutter im Krieg gestorben sei. Kristina weiß nichts von ihrer bosnischen Vergangenheit. Senada ist verstört. Sie will unbedingt ihr Kind zurück und an ihr friedliches Vorkriegsleben anknüpfen. Doch das ist ein für allemal vorbei. "Warchild" ist eine Koproduktion der Christian Wagner Film mit Studio Maj in Koproduktion mit SWR, BR, ARTE und Viba Film, gefördert von der MFG, dem FFF Bayern, dem BKM, Filmski Sklad Republike Slovenija und Eurimages. Verantwortlicher Redakteur beim federführenden SWR ist Ulrich Herrmann. "Warchild" wurde Ende 2005 fertiggestellt und wird im Kino wahrscheinlich im Spätherbst 2006 zu sehen sein.

    Den bereits mehrfach ausgezeichneten Film "Sophie Scholl - Die letzten Tage" würdigte die Jury als "grandios inszeniertes Kammerspiel", das zu einem "Mahnmal gegen das Vergessen" wurde, und vergab den Bayerischen Filmpreis an die Produzenten Christoph Müller und Sven Burgemeister (Goldkind Film) sowie Fred Breinersdorfer und Marc Rothemund (Broth Film). Der Film ist eine Koproduktion von Goldkind Film und Broth Film mit BR, SWR und ARTE. Nach dem Drehbuch von Fred Breinersdorfer inszenierte Marc Rothemund das brilliante Drama über eine couragierte junge Frau, die in der Bedrängnis über sich selbst hinauswuchs.

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