SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR) Programmhinweise von Freitag, 23.12.05 (Woche 51) bis Donnerstag, 26.01.06 (Woche 4)

    Baden-Baden (ots) - Freitag, 23. Dezember 2005 (Woche 51)/21.12.2005

    23.30
            Nachtkultur
            Die Kultur-Illustrierte

    Unter anderem mit folgenden Themen:

    Intelligent und auch noch sexy - Diane Keaton wird 60 Diese Frau hat ihren eigenen Stil! Ungeliftet, unverheiratet, unübersehbar gerne Außenseiterin wird Diane Keaton am 5. Januar 60 Jahre alt. Die Kalifornierin gibt die New Yorker Großstadtneurotikerin so wunderbar exzentrisch wie keine andere, bei ihr sind blitzgescheite Dialoge zum Brüllen komisch. Erotik hat bei Diane Keaton mit Intelligenz zu tun und deshalb war Hollywood immer ein wenig reserviert. Sie hat es trotzdem geschafft, ganz groß zu werden. Schon 1977 in "Der  Stadtneurotiker" von Woody Allen trug sie anstatt Minirock viel zu große Herrenanzüge und wurde mit diesem Antilook zur Stilikone. Für ihr Spiel als charmante Nonkonformistin Annie Hall gab's einen Oscar. Zahlreiche Filme mit Lebens- und Filmpartner Allen folgten, auch nach der Trennung waren sie ein eingespieltes Team. Diane Keaton ist immer die Manhattan-Intellektuelle geblieben, wurde zur Idealbesetzung für intelligente Komödien. In die 80er-Jahre der Reagan-Ära hat sie nicht so recht gepasst. Aber 2003 kam sie noch mal ganz groß raus. In "Was das Herz begehrt" gelangt ihr ein fulminantes Comeback. An der Seite von Jack Nicholson gab sie erneut die Frau im Geschlechterkampf aus dem "Stadtneurotiker". Mit atemberaubender Selbstironie gespielt, lag ihr diesmal ganz Hollywood zu Füßen. Als rabiate Mutter einer durchgeknallten Sippe ist sie jetzt mit der Weihnachtskomödie "Die Familie Stone" im Kino zu sehen.

    In den Fußstapfen des Clans - Michael Verhoevens Familien-Saga Er ist der Sohn des Schauspielers und Regisseurs Paul Verhoeven und der Schauspielerin Doris Kiesow: Michael Verhoeven, selbst Regisseur, Produzent, Autor und Schauspieler und seit fast vierzig Jahren mit einer der erfolgreichsten Schauspielerinnen Deutschlands verheiratet, mit Senta Berger. Jetzt hat der Münchner ein Buch über seine Familie geschrieben. In "Paul, ich und wir" (Ullstein Verlag) erzählt er seine bewegende Lebens- und Familiengeschichte - es ist aber auch ein Buch über einen der letzten großen deutschen Schauspieler-Clans.

    Mit zwölf stand der Kinder- und Jugendstar Michael Verhoeven zum ersten Mal auf der Bühne. Später spielte er an der Seite von Heinz Rühmann und Horst Buchholz. Dann kam der Bruch mit dem Künstlerdasein - und mit dem Vater. "Sie müssen sich das so verstellen, dass das Spielen auf der Bühne und vor der Kamera in meiner Familie fast bedeutungslos selbstverständlich war [.] Es wurde bei uns nie darüber gesprochen, was wir mal werden sollen. Nur, als ich dann gesagt habe, das ich Medizin studiere, war das plötzlich eine Katastrophe". Dennoch setzte sich Michael Verhoeven durch, er wurde Arzt und arbeitete im Krankenhaus und ging schließlich doch wieder zurück zum Film. Ende der 60er-Jahre gründete er gemeinsam mit seiner Frau Senta Berger eine Produktionsfirma und arbeitete als Regisseur. Spätestens seit seinen Filmen "Die weiße Rose", "Das schreckliche Mädchen" und "Mutter Courage" zählt der 67-Jährige zu den renommiertesten Filmemachern Deutschlands Nachtkultur hat Paul Verhoeven in München getroffen.

    Auferstanden aus der Hölle - Wie Johannes Groschupf sein Schicksal meisterte Als freier Reisejournalist war er in der ganzen Welt unterwegs, bis er im Frühjahr 1994 auf einer Pressereise durch die algerische Sahara bei einem Hubschrauberabsturz schwerste Verbrennungen erlitt. Johannes Groschupf hat ein Unglück überlebt, das eigentlich nicht zu überleben war - über 80 Prozent seiner Haut waren verbrannt. In seinem Debütroman "Zu weit draußen" (Eichborn Verlag) schildert er, dass der Absturz sein ganzes Leben verändert hat. Über ein Jahr lang liegt er im Krankenhaus - er muss zahlreiche Hauttransplantationen über sich ergehen lassen, jeder Verbandwechsel wird zur Höllenqual, und als der zweifache Vater sich zum ersten Mal im Spiegel sieht, erkennt er sich nur an seinen Augen. Dennoch möchte der heute 42-Jährige das Erlebte "nicht missen". Die anstrengende Reise ins Unbekannte, ins zweite Leben, sei ein Geschenk gewesen, trotz allem. Heute tut Johannes Groschupf das, wovon er schon als Kind geträumt hat. Er schreibt Drehbücher, Theaterstücke und Erzählungen. Für sein Radio-Feature "Der Absturz" erhielt er 1999 den Robert-Geisendörfer-Preis. Nachtkultur hat Johannes Groschupf in Berlin getroffen.

    Ein Virtuose alter Schule - Der Pianist Alfred Brendel Er ist ein Grandseigneur am Klavier. Der österreichische Pianist Alfred Brendel setzt sich bei seinen Konzerten einfach an den Flügel und spielt. Und vielleicht gerade deswegen füllt er schon seit Jahrzehnten die Konzertsäle dieser Welt und fasziniert das Publikum. Am 5. Januar wird er 75 Jahre alt. Bereits mit 17 stellte der Österreicher seine breite künstlerische Begabung unter Beweis, als er bei seinen ersten öffentlichen Konzerten in Graz auch eigene Kompositionen spielte und seine Aquarelle vorstellte. Kurz darauf hat Alfred Brendel beschlossen, nur noch solche Werke zu spielen, "mit denen man ein Leben verbringen kann". So hat der Ausnahmepianist dafür gesorgt, dass Franz Liszt wieder entdeckt wurde, er spielt mit Vorliebe Klassiker wie Haydn, Mozart und Schubert und zählt zu den besten Beethoven-Interpreten aller Zeiten. Einen Namen hat sich der Österreicher aber auch als scharfzüngiger Kritiker, als Essayist, Lyriker und Autor von zwei brillanten Mozart-Büchern gemacht. Bei Universal Music sind jetzt vier neue Einspielungen von Alfred Brendel erschienen, im Januar folgt eine DVD mit einem Londoner TV-Konzertmitschnitt aus dem Jahre 1988. Nachtkultur über die vielen Facetten des österreichischen Klavier-Virtuosen.

    Samstag, 7. Januar 2006 (Woche 2)/21.12.2005

    Geänderten Untertitel für RP beachten!

    18.15    Landesart extra
            Die Eifel und andere Planeten
            Ein Familienbetrieb mit Lichtspielhaus
            Ein Film von Annelie Runge
            (Erstsendung: 31.07.2004)

    Sonntag, 8. Januar 2006 (Woche 2)/21.12.2005

    Geänderten Untertitel beachten!

    5.00    Landesart extra (Wh von Sa)
            Die Eifel und andere Planeten
            Ein Familienbetrieb mit Lichtspielhaus
            Ein Film von Annelie Runge
            (Erstsendung: 31.07.2004)

    Donnerstag, 12. Januar 2006 (Woche 2)/21.12.2005

    Geänderten Untertitel beachten!

    8.25    Antarctica
            Die letzte Herausforderung
            Folge 11/13

    Donnerstag, 19. Januar 2006 (Woche 3)/21.12.2005

    Geänderten Untertitel beachten!

    8.25    Antarctica
            Alltagsleben im unendlichen Eis
            Folge 12/13

    Donnerstag, 26. Januar 2006 (Woche 4)/21.12.2005

    Geänderten Programmverlauf beachten!

    00.45    (VPS 00.44)
            Die Hölle von Hinzert
            Ein Hunsrück-KZ und seine Überlebenden
            Ein Film von Paul Weber
            (Erstsendung: 28.11.2000)

    1.15    (VPS 00.45)
            Harald Schmidt

    1.45    (VPS 1.15)
            BW: "Ländersache" (WH)
            RP: "Ländersache" (Wh)
            SR: Mag'S (Wh)
2.30    SR: Saartext
            BW+RP: Leute night

    (bis 3.00 - weiter wie mitgeteilt)

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