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15.12.2005 – 15:27

SWR - Südwestrundfunk

Vier neue SWR-Hörfunkkorrespondenten in ARD-Auslandsstudios

    Baden-Baden (ots)

Der Südwestrundfunk (SWR) entsendet neue Hörfunkkorrespondenten nach Kairo, Istanbul, Genf und Shanghai. Der turnusgemäße Wechsel erfolgt zum 1. Juli 2006 für Kairo und Istanbul, zum 1. September 2006 für Genf und Shanghai.

    Zum 1. Juli 2006 übernimmt in Kairo Esther Saoub die Nachfolge von Reinhard Baumgarten. Geboren 1969 in Stuttgart, studierte Saoub Islamwissenschaft, Literaturwissenschaft und Judaistik in Berlin und Damaskus. Sie spricht fließend Arabisch und bereiste während ihres Studiums verschiedene Länder des Nahen Ostens. Nach dem Magisterabschluss volontierte Esther Saoub beim Süddeutschen Rundfunk (SDR) bzw. SWR in Stuttgart und Baden-Baden. Während eines einmonatigen Aufenthaltes im ARD-Studio Kairo lernte sie die Arbeit und das Berichtsgebiet des dortigen Korrespondenten kennen. Esther Saoub arbeitet derzeit für die Redaktionen "Zentrale Information" in Baden-Baden und "Landeskultur" in Stuttgart. Seit dem Jahr 2000 war sie regelmäßig zu Urlaubsvertretungen in Kairo. "Der Nahe Osten lebt von Gegensätzen, es gibt keine Dämmerung und keine sanften Übergänge. Die erste Reise dorthin ist die entscheidende: Entweder man hasst die Region - oder sie lässt einen nie wieder los. Bei mir war letzteres der Fall", bekennt Esther Saoub. Zum Berichtsgebiet des Hörfunkstudios Kairo gehören Ägypten, Saudi Arabien, Jemen, Oman und der Sudan.

    Ebenfalls zum 1. Juli 2006 wird Ulrich Pick (43) in der Nachfolge von Jörg Pfuhl neuer Korrespondent des ARD-Hörfunks für die Türkei, Griechenland, Zypern und Iran mit Sitz in Istanbul. Der Westfale aus Hagen arbeitet zur Zeit als Redakteur beim SWR in Mainz für die Redaktionen "Religion, Kirche und Gesellschaft" und "SWR1 aktuell". Nach dem Studium der Katholischen Theologie und Germanistik in Tübingen volontierte Pick bei der "Stuttgarter Zeitung", wo er auch erste Redakteurserfahrungen sammelte. Es folgten Stationen im SWR-Regionalstudio Heilbronn und in der Redaktion "Zentrale Information" in Baden-Baden. In den vergangenen Jahren hat Ulrich Pick ausgiebig den islamischen Kulturkreis bereist (Arabische Halbinsel, Syrien, Afghanistan, Pakistan, Zentralasien). Zudem berichtete er mehrfach aus dem ARD-Studio Istanbul und war während des Afghanistan-Krieges (2001) und des Irak-Krieges (2003) sowie nach dem schweren Erdbeben in Bam (2004) Korrespondent des ARD-Hörfunks im Iran.

    Aus Genf wird für die Hörfunkprogramme der ARD ab 1. September 2006 Rudolf Geissler (52) über die UNO und das Nachbarland Schweiz berichten. Er löst Joachim Schubert-Ankenbauer ab, der in seinen "Heimatsender", den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR), zurückkehrt. Der gebürtige Rheinland-Pfälzer Geissler begann seine journalistische Karriere 1983 als Nachrichtenredakteur beim Südwestfunk (SWF) in Baden-Baden, nachdem er sein Germanistik- und Publizistikstudium in Mainz mit einer Arbeit über die Reportagen Egon Erwin Kischs abgeschlossen hatte. Von Mitte der 90er-Jahre bis Anfang 2002 war Geissler Hauptstadtkorrespondent mit Schwerpunkt Außen- und Sozialpolitik, zunächst in Bonn und danach in Berlin. Von den Erfahrungen und Kontakten aus dieser Zeit profitiert seine heutige Arbeit als Moderator der politischen Interviewsendung "SWR2 Tagesgespräch". Die Schweiz interessiert Geissler besonders als "Berufungsinstanz des reformpolitischen Aufbruchs in Deutschland", Genf schätzt er als "humanitäre Zentrale der Welt". In den vergangenen zehn Jahren hat der 52-Jährige mehrfach den ARD-Korrespondenten in Genf vertreten.

    Mit dem Wechsel in Genf übernimmt für diesen ARD-Platz der MDR die journalistische Federführung. Im Rahmen der mit dem MDR vereinbarten Kooperation bei der Auslandsberichterstattung wird im Gegenzug ab dem 1. September der SWR die journalistische Federführung für den Korrespondentenplatz Shanghai übernehmen. Als China-Korrespondentin entsendet der SWR Dr. Astrid Freyeisen nach Shanghai. Sie arbeitet dort bereits seit dem 1. November 2005 für den ARD-Hörfunk.

    Freyeisen wurde 1969 in Würzburg geboren. Dort studierte sie Geschichte und Sinologie, wodurch sich 1992/93 ein erster einjähriger Aufenthalt zum Sprachenstudium in China ergab - damals schon nahe Shanghai an der Universität Hangzhou. Die Stadt ließ sie nicht los: 1998 schrieb sie ihre Doktorarbeit über "Shanghai und die Politik des Dritten Reiches". Nachdem Freyeisen bereits zu Schulzeiten als freie Mitarbeiterin bei Lokalzeitungen in ihrer Heimatstadt Würzburg erste journalistische Erfahrungen gesammelt hatte, wechselte sie 1997 als Reporterin ins dortige Regionalstudio des Bayerischen Rundfunks. Die erste Urlaubsvertretung für die ARD in China folgte in Peking zur Zeit der SARS-Krise im Frühjahr 2003. Mehrfach übernahm sie Vertretungsaufgaben im Studio Shanghai. Der neue Posten bedeutet für Astrid Freyeisen die Erfüllung eines langgehegten Traumes: Über die Dynamik der Wirtschaftsmetropole Shanghai in vor-olympischen Zeiten zu berichten ist für sie besonders interessant, da sie selbst als Schwimmerin und Ruderin lange Jahre Leistungssportlerin war.

SWR-Pressestelle

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Valentin Nann, Telefon: 0711-9291103, E-Mail: valentin.nann@swr.de

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