SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR) Programmhinweise von Freitag, 2.12.05 (Woche 48) bis Samstag, 21.01.06 (Woche 4)

    Baden-Baden (ots) - Freitag, 2. Dezember 2005 (Woche 48)/30.11.2005


23.30
            Nachtkultur
            Die Kultur-Illustrierte
Moderation: Markus Brock

    unter anderem mit folgenden Themen:

    Schauspieler, Regisseur, Weltstar - Maximilian Schell wird 75 Bereits mit elf Jahren stand er in einer Hauptrolle auf der Bühne - Maximilian Schell, 1930 als Sohn eines Schweizer Schriftstellers und einer österreichischen Schauspielerin geboren. Seinen Durchbruch als Theaterschauspieler hatte er 1963 als Hamlet in der legendären Inszenierung von Gustav Gründgens in Hamburg. Als Filmschauspieler war er allerdings lange Zeit "nur" der Bruder von Maria Schell, bis er 1961 als erster Deutscher nach dem Zweiten Weltkrieg den Oscar für seine Rolle in "Das Urteil von Nürnberg" bekam. In den 60er Jahren interessiert sich Maximilian Schell, der immer an seinem Können als Schauspieler zweifelte, zunehmend für das Regieführen auf der Bühne und hinter der Kamera. 1983 erregte er Aufsehen mit dem Dokumentarfilm "Marlene" über die Dietrich, in dem die Filmdiva zwar nicht auftrat aber ein ausführliches Tonbandinterview gab. Dieser Film wurde 1985 für den Oscar nominiert. Heute, mit fast 75 Jahren, steht Maximilian Schell noch immer vor der Kamera; vielleicht ein wenig unterfordert, in populären Fernsehproduktionen. Nachtkultur über das Multitalent Maximilian Schell, der am 8. Dezember seinen 75. Geburtstag feiert.

    Hans Christian Andersen getanzt - das neue Stück von Johann Kresnik Ulrike Meinhof, Frida Kahlo, Francis Bacon und Hannelore Kohl. Johann Kresnik hat mit seinem "Choreografischen Theater" schon viele berühmte Lebensläufe auf die Bühne gebracht und damit auch für so manchen Skandal gesorgt. Am Bonner Theater inszeniert der österreichische Tanztheater-Provokateur jetzt das Leben und Werk von Hans Christian Andersen, dessen 200. Geburtstag in diesem Jahr weltweit gefeiert wird. Das Stück wird am 2. Dezember uraufgeführt. "Mein Leben ist ein schönes Märchen, so reich und glücklich." So beginnt die Autobiografie von Hans Christian Andersen (1805-1875), doch in Wirklichkeit war er alles andere als glücklich. Andersen war ein Hypochonder, er litt unter seiner Unattraktivität und konnte seine Homosexualität kaum ausleben. Berühmt wurde er durch zahlreiche Märchen wie "Das hässliche Entlein", "Die Prinzessin auf der Erbse" oder "Des Kaisers neue Kleider", die bereits um 1840 auf Deutsch erschienen sind. Johann Kresnik widmet sich in seiner Inszenierung dem Leben und Werk des dänischen Schriftstellers und wird dabei auch unbekannte Texte und Briefe aufgreifen. Nachtkultur war bei den Proben dabei.

    Marmor, Milch und Blütenstaub - der Künstler Wolfgang Laib in Basel Blütenstaub, ausgesiebt auf dem Museumsboden; Marmorsteine mit Vertiefungen, in die Milch gegossen wird oder tunnelartige Strukturen aus Bienenwachs - das sind typische Arbeiten des deutschen Bildhauers Wolfgang Laib. Bis 26. Februar 2006 sind sie in der Basler Fondation Beyeler zu sehen. Eigentlich ist Wolfgang Laib promovierter Mediziner, doch nach seinem Studium an der Universität Tübingen beschloss er, einen anderen beruflichen Weg zu gehen. "Ich habe sehr viel gesehen in dieser Zeit - kranke Menschen, tote Körper, großes Leid ... wurde immer unglücklicher und unzufriedener", sagt der gebürtige Metzinger, der seit 1975 als bildender Künstler arbeitet. Die Nähe zur Natur und eine einfache Formensprache verleihen den Werken des 55-Jährigen eine ganz eigene Schönheit und spirituelle Kraft. Wolfgang Laib zählt zu den bedeutendsten deutschen Gegenwarts-Künstlern. Nachtkultur hat ihn in der Fondation Beyeler bei der Installation seiner neuen Ausstellung beobachtet.

    Ein Leben für den Rock 'n' Roll - der Konzertveranstalter Fritz Rau Er hat Madonna nach Deutschland geholt, die Rolling Stones, Jimi Hendrix, Duke Ellington und Bruce Springsteen. Gemeinsam mit seinem verstorbenen Partner Horst Lippmann hat Fritz Rau über Jahrzehnte hinweg die Deutschlandkonzerte der nationalen und internationalen Größen aus Jazz, Rock, Pop, Blues und Entertainment organisiert. Jetzt hat der 75-Jährige seine Memoiren veröffentlicht. "Fritz Rau - 50 Jahre Backstage" ist im Palmyra Verlag erschienen. Der gebürtige Pforzheimer schreibt darin über seine Jugend im Nationalsozialismus, seine Anfänge im Heidelberger Jazzkeller Cave 54 und vor allem über seine Karriere als international erfolgreicher Konzertpromoter, die 1956 mit einem Engagement als Kofferträger begann. "Damit öffnete mir Horst Lippmann die Pforten zum Paradies, denn bald begegnete ich nun Ella Fitzgerald, Oscar Peterson, Dizzy Gillespie und all den anderen, die ich wie Götter verehrte", schreibt Fritz Rau, der heute längst eine Legende unter den Konzertveranstaltern ist. Als er im letzten Jahr in den Ruhestand ging, hat er begonnen, seine Erinnerungen und Anekdoten aufzuschreiben. Nachtkultur über Fritz Rau und sein Leben voller Stars und Musik.

Samstag, 3. Dezember 2005 (Woche 49)/30.11.2005

22.20    Frank Elstner: Menschen der Woche

    Die Gäste:

    Ulrike Folkerts Bekannt wurde Ulrike Folkerts in der Rolle der Ludwigshafener Hauptkommissarin Lena Odenthal, in der sie seit 1989 mit großem Erfolg ermittelt. Damit ist sie Deutschlands dienstälteste Tatort- Kommissarin. Jetzt macht die Schauspielerin mit ihrem gerade erschienenen "autobiografischen Lebensratgeber" auch als Autorin auf sich aufmerksam.

    Prof. Dr. h.c. Reinhold Würth Für den Unternehmer aus Künzelsau gab es 2005 gleich zwei bedeutende Gründe zum Feiern. Nach seinem 70. feierte auch sein Weltkonzern, die Würth Gruppe, einen runden Geburtstag. Seit 60 Jahren ist der "Schraubenkönig" im Geschäft und hat es in dieser Zeit vom Zweimannbetrieb zum Weltmarktführer geschafft. Auf fünf Kontinenten aktiv, 50.000 Beschäftigte und über sechs Milliarden Euro Umsatz - eine weltweite Erfolgsgeschichte. Die zweite große Leidenschaft von Würth ist seine große Kunstsammlung, die er in eigener Kunsthalle und in seinem Museum präsentiert. Darunter befinden sich Werke von Nolde, Beckmann und Munch.

    Heike Drechsler Mit einem Weitsprung-Wettbewerb auf Tahiti beendete Heike Drechsler im Spätsommer 2004 ihre sportliche Laufbahn. Sie gilt als eine der größten Athletinnen der Leichtathletikgeschichte. Als zweimalige Olympiasiegerin und Weltmeisterin, viermalige Europameisterin und fünfmalige Weltrekordlerin mit 409 Sprüngen über die Sieben-Meter- Marke und 27 internationalen Medaillen von der ersten Leichtathletik- WM 1983 bis zu den Olympischen Spielen 2000 sicherte sie sich einen bleibenden Platz in den Annalen der Weltleichtathletik.

    Josef Bulva Josef Bulva begann mit neun Jahren Klavier zu spielen, mit zwölfeinhalb Jahren gewann er seinen ersten Wettbewerb, mit 17 wurde er in die slowakische Musikakademie in Bratislava aufgenommen. Mit 21 wurde er zum Staatssolisten ernannt. Es folgte eine hervorragende Karriere im In- und Ausland - bis ein tragischer Unfall seine Pianistenkarriere vorzeitig beendete.

    Samy Liechti Es ist wohl eines der letzten ungelösten Rätsel der Menschheit, dass einzelne Socken beim Waschen verschwinden. Jede Hausfrau kennt dieses Phänomen. Die Folge ist ein Sockenhaufen, mit einzelnen, einsamen Socken. Ein Treffen mit japanischen Geschäftskunden, bei dem traditionell die Schuhe ausgezogen werden, brachte den Schweizer Samy Liechti in eine peinliche Situation: zwei verschiedene Socken - der eine verwaschen, der andere fast löcherig. Daraus entstand dann die Idee, "Socken im Abo" anzubieten.

Freitag, 20. Januar 2006 (Woche 3)/30.11.2005

    Geänderten Beitrag für RP beachten!


18.15    (VPS 18.14)
            Die Reportage
            Schmugglern auf der Spur
            Mit Koblenzer Zollfahndern unterwegs
            Reportage von Edgar Verheyen
            (Erstsendung: 3.04.2003)

Samstag, 21. Januar 2006 (Woche 4)/30.11.2005


            Kabarett & Comedy
23.30
            Bei Krömers
            "Harte Kerle"
            Erstsendung in RBB: 06.11.2005

    Kurt Krömer ist zurück - mit einer eigener Talkshow aus den eigenen vier Wänden, direkt aus Neukölln mit Unterstützung seiner kompletten Verwandtschaft. Das sind: Mutter Ingrid, Opa Gerd und die oberschlaue Schwester Anja, die für den improvisierten Umbau der Nachbarwohnung in ein Fernsehstudio die gesamte Familienkasse geopfert haben. Nur um ihrem "Kurti" den Weg zu den Stars zu ebnen. Doch natürlich wollen sie dafür auch mitwirken. Die ersten Waghalsigen, die sich in die Fänge der Familie Krömer begeben, sind der ehemalige Boxweltmeister René Weller und der coole Rapper Sido aus dem Märkischen Viertel. Angeschmachtet von Kurts Mutter mutiert der harte Weller zu einem Schmusekätzchen, und Rapper Sido wird guter Kumpel und Beschützer von Kurts kleiner Schwester.

SWR-Pressestelle

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