SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR) Programmhinweise von Freitag, 28.10.05(Woche 43) bis Freitag, 9.12.05 (Woche 49)

    Baden-Baden (ots) - Freitag, 28. Oktober 2005 (Woche 43)/26.10.2005


23.30
            Nachtkultur
            Die Kultur-Illustrierte
            Moderation: Markus Brock

    unter anderem mit folgenden Themen:

    Das ewige Mädchen - was macht eigentlich Jane Birkin? Sie war das Gesicht und die Stimme der 60-er und 70-er Jahre. Jane Birkin, Muse von Serge Gainsbourg (1928-1991) und international gefeierte Sängerin und Schauspielern. Mit dem Kultufilm "Blow up" wurde sie 1966 berühmt. Drei Jahre später sorgte sie mit dem Chanson "Je t'aime moi non plus" für einen Skandal. Der laszive Song, bei dem sie mit ihrem Partner Serge Gainsbourg heftiges Liebesstöhnen zum besten gab, wurde gleichzeitg ein Welterfolg. Mittlerweile ist Jane Birkin 58 Jahre alt, hat sich längst auch einen Namen als Charakterdarstellerin gemacht und wirkt immer noch erstaunlich jung, sehr feminin und mit ihrer Zahnlücke ein bisschen unperfekt. Seit 1965 ist sie mit der Fotografin Gabrielle Crawford befreundet, die sie immer wieder fotografiert hat - am Set und auf der Bühne, Zuhause und im Urlaub, im Studio und hinter den Kulissen. Jetzt hat Gabrielle Crawford ihrer Freundin einen Bildband gewidmet. Intime Momentaufnahmen, die erstmals veröffentlicht werden und gleichzeitig Zeugnis einer Jahrzehnte währenden Freundschaft sind. "Jane Birkin" ist im Hannibal Verlag erschienen.

    Eine unerfüllte Liebe - die britische Admiralstochter Madeleine Slade und Gandhi Die britische Admiralstochter Madeleine Slade ist 33 Jahre alt, als sie sich 1925 auf den Weg nach Indien macht, um in Gandhis Ashram bei Ahmedabad zu leben. Mira, wie sie von Gandhi genannt wird, ist bereits beim ersten Zusammentreffen von dem kleinen Mann mit den spindeldürren Beinen beeindruckt. "Diese Augen, Vater! Sie blicken einem voll ins Gesicht und direkt durch einen hindurch", schreibt sie kurz nach der Ankunft in einem Brief. Während Mira mit der asketischen Lebensweise im Ashram keinerlei Probleme hat, kämpft sie gegen ihre zunehmenden Gefühle für den indischen Rechtsanwalt. Aber auch Gandhi muss feststellen, dass ihn die junge Engländerin fasziniert. Der indische Gelehrte und Schriftsteller Sudhir Kakar verknüpft in dem Buch "Die Frau, die Gandhi liebte" (C.H. Beck Verlag) authentische Briefe und Dokumente mit fiktiven Elementen. Ein Roman über eine tragische Liebe, Gandhis Kampf zwischen Geist und Körper und über den Alltag in einem indischen Ashram.

    Reisen, Kochen und Genießen - Asia "Mir läuft das Wasser im Mund zusammen, wenn ich an die auf offenem Feuer gegrillten Riesenkrabben denke, die ich in Indien am Strand von Trivandrum gegessen habe". Alastair Hendy, Koch und Food- Journalist, ist ein Jahr lang durch Asien gereist. Er war in Indien, Birma, Thailand, Laos, Vietnam, Singapur und Bali und hat nicht nur Rezepte gesammelt, sondern auch Jahrhunderte alte Traditionen und traumhafte Landschaften kennen gelernt. "Der Zufall schenkt einem oft die besten Plätze, Momente und Erlebnisse", sagt Alastair Hendy, der die Köstlichkeiten der asiatische Küche nicht etwa in schicken Restaurants oder Hotels genossen hat, sondern vor allem in den Garküchen auf öffentlichen Plätzen, inmitten von Kochdampf, Topfgeklapper und Straßenlärm. So hat er neben der Vielfalt der regionalen Küchen auch die Bekanntschaft mit den Menschen und ihrer Kultur gemacht. In dem Bildband "Asia" (Collection Rolf Heyne") stellt Alastair Henry die schönsten Augenblicke seine Reise vor. Nachtkultur über ein kulinarisches Reisebuch für alle Sinne.

    Nur für Fans! - das ultimative Bob Dylan Buch In weniger als zehn Jahren entwickelte er sich vom singenden Jungen mit Gitarre und Mundharmonika zu einem der größten Songwriter und Musiker aller Zeiten. Bob Dylan, der mit Titeln wie "Blowin' in the Wind" oder "Like a Rolling Stone" Millionen von Menschen begeisterte und zahlreiche Musiker beeinflusste. "Bob hat unseren Geist befreit, so wie Elvis unseren Körper befreit hat", erklärte Bruce Springsteen einmal das Phänomen Bob Dylan. Ende 1960 war Robert Allen Zimmermann, der Sohn eines jüdischen Waschmaschinenhändlers, von Minnesota nach New York gezogen, um sein Glück zu machen. Ein Ziel, das er schon bald erreichen sollte. Er änderte seinen Namen in Bob Dylan - nach dem von ihm verehrten Schriftsteller Dylan Thomas - und begeisterte mit selbstgeschriebenen Songs, die ihn zum Sprachrohr einer ganzen Generation werden ließen. "Das Bob Dylan Scrapbook" (Hoffmann & Campe) lässt seine frühen Jahre von 1956 bis 1966 anhand von zahlreichen reproduzierten Originaldokumenten Revue passieren. Ein liebevoll gestaltetes Sammelalbum mit seltenen Fotos, Eintrittskarten, Zeitungsartikeln, Faximiles von handgeschriebenen Songtexten und vielem mehr.

Dienstag, 1. November 2005 (Woche 44)/26.10.2005

    Geänderten Programmverlauf und Beginnzeiten beachten!


6.00    (VPS 6.05)
            Schätze der Welt - Erbe der Menschheit


6.30    (VPS 6.35)
            Albtraum Venedig


7.15    (VPS 8.15)
            Venedig - die Unersättliche


8.15    (VPS 9.15)
            Der Tod in Venedig


10.20    (VPS 10.25)
            Sturm der Liebe


11.10    (VPS 11.15)
            "Der Herrgott weiß, was mit uns geschieht"


12.25    (VPS 12.30)
            Menschen unter uns
            Ein Tag im Hospiz


12.55    (VPS 13.00)
            Nomaden der Lüfte - Das Geheimnis der Zugvögel

(bis 14.30 - weiter wie mitgeteilt)

Dienstag, 8. November 2005 (Woche 45)/26.10.2005

    Geänderten Titel und Untertitel für RP beachten!


18.45    Rat & Tat Wein
            Sauer macht nicht lustig! - Wein und Säure
            Experte: Werner Eckert, SWR-Weinexperte
            Moderation: Jens Hübschen

Dienstag, 8. November 2005 (Woche 45)/26.10.2005

    Geänderten Titel und Untertitel beachten!


5.00    Rat & Tat Wein (Wh)
            Sauer macht nicht lustig! - Wein und Säure
            Experte: Werner Eckert, SWR-Weinexperte
            Moderation: Jens Hübschen

Sonntag, 13. November 2005 (Woche 46)/26.10.2005


13.00
            Schätze der Welt - Erbe der Menschheit
            Ehemalige Handelsstraßen
            Buchara und Die Weihrauchstraße von Dhofar
            Usbekistan/Sultanat Oman
            Erstsendung 24.01.2003

    Legendär reich war einst die Oasenstadt Buchara, ein wichtiger Knotenpunkt an der Seidenstraße und Zentrum des Islams in Zentralasien. Noch heute schimmern die Kuppeln blau und glänzen die Fassaden der Medresen und Moscheen. Blau sei die erste Farbe der Stadt, sagt Tohir, Keramikermeister in Buchara. Vom Schneiden des Tons bis zur fertigen Fayence zeigt der Film seine Arbeit . Man erlebt eine mittelalterliche Stadt, die kein Museum ist. Die Altstadt Bucharas ist intakt, und das Leben nimmt in den Gassen zwischen den Lehmhäusern seinen gemächlichen Gang. Trotz einer langen sowjetischen Herrschaft ist sie eine orientalische Stadt geblieben, die vom Islam geprägt ist.

    Das aromatische Harz des Boswellia sacra-Baumes zählte zu den begehrtesten Handelsgütern der antiken Welt. In Ägypten wurde Weihrauch ebenso verbrannt wie an den Höfen indischer Maharadschas. In Rom wurde er in Gold aufgewogen. Über Tausende von Kilometern wurde er gehandelt; es entstand die "Weihrauchstraße". Wie der wohl bekannteste aller Wohlgerüche des Orients gewonnen wurde und vor allem woher genau er stammte, blieb den Abnehmern verborgen. Die Karawanenführer bewahrten ihr Schweigen, die Produzenten wurden reich. In der Region Dhofar im Süden des Sultanats Oman wird bis heute Weihrauch gewonnen. In den Trockentälern ritzen Beduinen die knorrigen Bäume, um nach einigen Tagen das Harz zu ernten; verkauft wird es im Weihrauch-Souk von Salalah. Von der Blütezeit des Weihrauchhandels künden indes nur noch Ruinenstädte: Häfen wie Samharam und al-Balid verdienten am Seehandel, Oasen wie Wubar wurden als Karawanenstationen reich und mächtig - Stationen an der omanischen Weihrauchstraße, die nun zum Weltkulturerbe erklärt wurden.

Freitag, 9. Dezember 2005 (Woche 49)26.10.2005

    22.15 Nachtcafé Gäste bei Wieland Backes Kinder vorm Bildschirm - Förderung oder Verblödung?

    Gefragt danach, was es auf eine einsame Insel mitnehmen würde, antwortete jedes dritte Kind: den Fernseher! Wie lebenswichtig dieses Gerät für viele ist, spiegelt auch wider, dass eben bei jener Befragung nur ein Prozent daran dachte, Essen und Trinken mitzunehmen. Klarer Fall also: Fernsehen macht blöd! Machen aber Computer schlau? Zumindest sind einer amerikanischen Studie zufolge Kinder ohne TV, aber mit Computer im Zimmer am besten in der Schule. Diejenigen, die ohne Computer, aber mit TV ausgestattet sind, erbringen die schlechtesten Leistungen. Was lernen wir daraus? Dass man alle Fernsehgeräte verbannen und gleichzeitig die Kinderzimmer mit Computern ausrüsten muss? Wenn nur alles so einfach wäre, denn wie förderlich für die Entwicklung sind schon "Ego-Shooter-Spiele"? Und sind wirklich alle Kinderprogramme schädlich?

SWR-Pressestelle

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ursula Foelsch, Tel.: 07221 / 929 - 2285.

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