SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR) Programmhinweis für Freitag, 21. Oktober 2005 (Woche 42)

    Baden-Baden (ots) - Freitag, 21. Oktober 2005 (Woche 42)/20.10.2005


23.30
            Nachtkultur
            Die Kultur-Illustrierte
            Moderation: Markus Brock

    unter anderem mit folgenden Themen:

    Film ab! - "Der Fischer und seine Frau" von Doris Dörrie "Meine Frau, die Ilsebill, will nicht so, wie ich gern will." Doris Dörrie ist sich wieder einmal treu geblieben. Auch in ihrem neuen Film dreht sich alles um die Beziehung zwischen Mann und Frau. Frei nach dem Märchen der Gebrüder Grimm "Von dem Fischer und seiner Frau" erzählt Doris Dörrie die Geschichte von der quirligen Modedesignerin Ida (Alexandra Maria Lara), die auf einer Japanreise den Fisch-Spezialisten Otto (Christian Ulmen) trifft und sich sofort in ihn verliebt. Noch in Japan heiraten die beiden, doch als sie wieder in Deutschland sind, beginnen die Schwierigkeiten .

    "Wir Frauen sind alle Ilsebills, die schon seit Generationen sagen: Ich will alles. Wir wollen Beruf und Kinder. Wir wollen Karriere und Liebe", sagt Doris Dörrie. "Die Frau will immer mehr, weil er gar nichts will. Das bedingt sich gegenseitig und das ist die Geschichte ." 1985 gelang Doris Dörrie mit ihrem dritten Kinofilm "Männer" der internationale Durchbruch. Seither zählt die Regisseurin und Autorin zu den wenigen der Branche, die mit ihren Filmen nicht nur die Kritiker überzeugen, sondern auch kommerzielle Erfolge erzielen. Am 27. Oktober kommt die charmante Liebeskomödie um Frauen, Männer, Fische, Glück und Erfolg bundesweit in die Kinos.

    Taschentücher raus! - die anrührende Lebensgeschichte einer Exil- Tibeterin Mit drei Jahren hat sie mit Yak-Rindern gespielt, mit sechs Jahren wurde sie zur Kinder-Sklavin und mit 16 hat sie mit dem Dalai Lama Butter-Tee getrunken. Heute ist Soname Yangchen 32 Jahre alt und singt für die Befreiung ihrer Heimat. Soname Yangchen ist Tibeterin. Ihr bewegtes Leben spiegelt die Geschichte ihrer Heimat wider: Armut, Unterdrückung, Flucht. Seit 50 Jahren halten die Chinesen Tibet besetzt. Dagegen kämpft nicht nur das geistige Operhaupt der Tibeter, der Dalai Lama an, sondern auch viele Exil-Tibeter wie Soname Yangchen, die heute im englischen Brighton lebt. Sie tritt mit Musikern der Sex Pistols auf, mit der Band von Björk oder gibt auch ganz alleine Benefiz-Konzerte für Tibet. Jetzt hat Soname Yangchen ihre Lebensgeschichte aufgeschrieben: "Wolkenkind" (Droemer/Knaur) heißt das Buch, das sie am 20. Oktober auch auf der Frankfurter Buchmesse vorstellt. Nachtkultur hat Soname Yangchen getroffen.

    Schürze runter! - was die Hausfrau vor 50 Jahren wissen musste "Ich helf dir kochen - was allen schmeckt" (BLV Buchverlag). Vor 50 Jahren wurde der Leitfaden für die Hausfrau zum ersten Mal gedruckt. Heute, nach zahlreichen Neuauflagen und mehr als drei Millionen verkauften Exemplaren, ist das Buch längst ein Klassiker und seit Generationen Kult. "Vor dem Essen ist auf jeden Fall die Arbeitsschürze abzunehmen und ein Blick in den Spiegel zu tun, um die Haare zu ordnen. Auch die Bauersfrau und das Landmädchen möchten heute zu jeder Zeit nett aussehen." Bereits 1955, als ist die erste Ausgabe von "Ich helf dir kochen" erschien, enthielt das Buch weit mehr als leckere Rezepte, die einfach, präzise und verständlich waren. Hedwig Maria Stuber hatte einen Ratgeber auf den Markt gebracht, der die Hausfrau an die Hand nahm, um sie in die Geheimnisse der Küche und der optimalen Haushaltsführung einzuweihen. So ging es etwa um Vorratshaltung, um technische Neuerungen wie Kühlschrank oder Gefrieranlagen, um die Einteilung des Hauhaltsgeldes und nicht zuletzt darum, wie die Hausfrau immer einen ordentlichen Eindruck macht. Bis heute schätzen die "Stuber"- Fans neben vielfältigen Koch- und Backideen die praktischen Hinweise zu Warenkunde, Küchenpraxis und Menüplanung. Nachtkultur über ein kulinarisches Standardwerk das mehr als ein Kochbuch ist.

    Ohren auf! - die Donaueschinger Musiktage 2005 Uraufführungen sind oberstes Gebot, den musikalischen Ideen keine Grenzen gesetzt. Alljährlich im Oktober treffen sich in Donaueschingen Musikbegeisterte aus aller Welt, beim international renommierten Festival für Neue Musik, den Donaueschinger Musiktagen. Als sie 1921 unter fürstlicher Protektion gegründet wurden, galten sie zunächst als Zentrum zeitgenössischer Kammermusik. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelang 1950 ein Neubeginn in Zusammenarbeit mit dem Südwestfunk. Die Konzerte wurden im Radio ausgestrahlt, das SWF Sinfonieorchester zu einem festen Bestandteil des Festivals. Fanden zunächst vor allem wichtige Orchesterwerke von Hindemith, Strawinsky oder Schönberg Gehör, wurde Donaueschingen im Laufe der Zeit immer mehr zu einer Plattform für jüngere Komponisten und Dirigenten. Darunter Namen wie, Wolfgang Rihm, György Ligeti oder Pierre Boulez, die in Donaueschingen ihre ersten großen Erfolge feierten. Heute gilt Donaueschingen längst als Aushängeschild der Musikavantgarde, mit unvergesslichen Uraufführungen, die weltweit Resonanz finden. So stehen auch in diesem Jahr 18 vielversprechende Werke von Komponisten aus elf Nationen auf dem Programm. Unter anderem Beat Furrers Hörtheater "Fama" in der Inszenierung von Christoph Marthaler. Nachtkultur zeigt die Highlights der Donaueschinger Musiktage 2005.

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