SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR) Änderungen und Texte von Freitag, 16. September 2005 (Woche 37) bis Mittwoch, 26. Oktober 2005 (Woche 43)

    Baden-Baden (ots) - Freitag, 16. September 2005 (Woche 37)/13.09.2005


22.00    Nachtcafé (26/38)
            Gäste bei Wieland Backes
            Leben in einer anderen Welt

    Was treibt den Forscher freiwillig auf Eisschollen und in sengende Wüsten? Wieso flüchtet sich der Computerfreak nächtelang in Phantasiewelten? Jenseits von Steuererklärung, Karriereplanung und der Frage, wer den Müll runterbringt, lockt das Fremde einer anderen Welt. Alles ist anders, neu, manchmal reizvoll, manchmal beängstigend. Aber immer alles andere als langweilig. Da lauert das Geheimnisvolle, locken Abenteuer und oft das Unerwartete: Der eine findet in der Fremde eine neue Familie, für den anderen wird die lebensfeindliche Antarktis zur Heimat. Was aber, wenn man die andere Welt nicht freiwillig gewählt hat? Oder sich mühsam den Weg in eine normale Welt zurückerobern muss? Für Gehörlose ist die Welt der Hörenden eine tägliche Bewährungsprobe. Die Sekte, die einem einst den Himmel auf Erden versprach, wird auf einmal zur Bedrohung. Kulturelle Unterschiede in einer Beziehung, zunächst anziehend und spannend, können über kurz oder lang zur Hypothek werden. Was macht andere Welten so reizvoll? Und was das Leben in ihnen schwierig? Wie wirklich ist unsere Wirklichkeit?

    Die Gäste: Die behütete Kindheit von Lea Laasner nahm ein jähes Ende, als sich ihre Mutter einer Sekte anschloss. Nachdem Haus und Hof verkauft und die Kinder von der Schule abgemeldet waren, lebte die Familie fortan in völliger Isolation in einer Gemeinschaft in Zentralamerika. Anfangs war die Zwölfjährige noch neugierig auf das neue Leben in der anderen Welt. Als der Sektenguru sie aber zu seiner Geliebten auserwählte, folgten Jahre der Verzweiflung und Depression. Dank ihres rebellischen Charakters gelang ihr nach neun Jahren die spektakuläre Flucht.

    Ihre Liebe zu einem afrikanischen Massai machte die Schweizerin Corinne Hofmann einst als "Weiße Massai" bekannt. Der Traum vom exotischen Liebesglück in der kenianischen Savanne währte jedoch nur kurz. Schon vier Jahre nachdem die Schweizerin Hals über Kopf ihr Leben als Geschäftsfrau gegen das Leben an der Seite eines "jungen Gottes" eintauschte, kehrte sie geläutert in die zivilisierte Welt zurück. Millionenfach haben sich die Bücher der geschäftstüchtigen Schweizerin bislang verkauft. Das Interesse an der Verwirklichung geheimer Sehnsüchte ist sogar so groß, dass die Verfilmung der Lebensgeschichte in diesen Tagen in die Kinos kommt.

    Hermann Meuter kennt die Faszination für andere Welten. Gemeinsam mit seiner Frau hat er sich auf einer einsamen Insel in Kanada ein Refugium geschaffen. Hier erforscht er fernab jeglicher Zivilisation die Welt der Wale. Doch ohne seine große Leidenschaft für die Säugetiere wäre das einfache Leben in der Wildnis, ohne Strom und fließend Wasser, nicht möglich, so der 38-Jährige. An den wenigen Tagen, wo ihm doch Zweifel an seinem Lebensprojekt kommen, setzt er sich vor sein Haus und beobachtet das Meer: "Und wenn ich dann die Wale vor mir auftauchen sehe, dann weiß ich, wofür ich diese Entbehrungen in Kauf nehme."

    Sarah Neef ist seit ihrer Geburt gehörlos und kennt das Gefühl von Isolation trotzdem nur bedingt. Die Psychologiestudentin hat es den unerschütterlichen Bemühungen ihrer Eltern zu verdanken, dass sie nicht auf einer Insel der Gehörlosen leben muss. In jahrelangem Training hat die inzwischen 23-Jährige gelernt, von den Lippen abzulesen und zu sprechen. Mittlerweile spricht Sarah Neef fünf Sprachen fließend und hat eigentlich kaum mehr das Gefühl, dass es noch etwas gibt, was sie von der Welt der Hörenden trennt.

    Lisa Moos lebte 20 Jahre lang in der Welt der Prostitution. Durch den frühen Tod des Vaters, die schwere Krankheit der Mutter und den Missbrauch als Kind traf sie im Milieu auf Menschen, denen sie sich zugehörig fühlte. Jahrelang war die Welt der Edel-Etablissements und schäbiger Bordelle ihr Zuhause, bis sie durch die Beziehung zu einem Kunden vor vier Jahren den Ausstieg wagte. Doch die Wiedereingliederung in die vermeintlich bürgerliche Gesellschaft fällt ihr schwer: "Das, was mir über Jahrzehnte vertraut war, ist das Milieu der Prostitution. Seit meinem Ausstieg habe ich große Schwierigkeiten, in dieser sogenannten "normalen" Gesellschaft wieder einen Platz zu finden."

    Als Soziologe befasst sich Ronald Hitzler mit der Sehnsucht der Menschen nach anderen Lebenswelten. Für den Wissenschaftler lebt jeder Mensch in seiner eigenen Welt. "Weil wir alle die Schnauze voll haben vom Alltag", ist es für den 55-Jährigen nichts Außergewöhnliches, dass "in jedem von uns der geheime Wunsch nach einem Leben in einer anderen Welt verborgen liegt."

    An der Bar: In regelmäßigen Abständen taucht Lars Ruth in eine andere Welt ab. Als U-Boot-Kommandant spielt sich dann sein Leben mit 25 Kameraden auf 25 Quadratmetern ab. Ein Leben im Ausnahmezustand, ohne Privatsphäre, fern der Heimat, ohne Handy, E-Mail oder Fernsehen. Dennoch übt dieses Leben auf den 34-jährigen Kapitänleutnant große Faszination aus: "Je länger man auf Komfort und Luxus verzichtet, desto mehr gewinnt das soziale Miteinander an Bedeutung und desto sensibler wird man für den Umgang mit Anderen."

Freitag, 7. Oktober 2005 (Woche 40)/13.09.2005

    Genauen Untertitel beachten!

    22.15 Nachtcafé Gäste bei Wieland Backes Homöopathie, alternative Medizin: Alles fauler Zauber?

Samstag, 8. Oktober 2005 (Woche 41)/13.09.2005

    Genauen Untertitel beachten!

    08.45 Nachtcafé (WH von FR) Gäste bei Wieland Backes Homöopathie, alternative Medizin: Alles fauler Zauber?

Samstag, 8. Oktober 2005 (Woche 41)/13.09.2005


21.50
            Schätze des Landes
            Thermen, Tore und Theater
            Die Römer in Trier

    Das römische Trier steckt noch immer voller Rätsel. Archäologe Klaus- Peter Goethert ist ihnen seit vielen Jahren auf der Spur. Zur Zeit werden die Barbarathermen erforscht. Entdeckt und freigelegt wurden sie schon im 19. Jahrhundert. Seitdem haben dort unzählige Grabungen stattgefunden. Jetzt müssen die antiken Mauerreste dringend konserviert werden, damit die wertvollen Monumente nicht verfallen und ihre Geheimnisse für immer verloren gehen. In der Trierer Erde schlummern noch viele Schätze einer längst vergangenen Zeit und nur Stück für Stück kommen sie ans Licht. In Trier wird immer irgendwo gegraben. Oft muss die römische Geschichte der Stadt danach umgeschrieben werden - das geht nun schon seit 200 Jahren so. Immer noch ist ungeklärt: Wann wurde die Porta Nigra tatsächlich gebaut? Warum wurde sie nie ganz fertiggestellt? Wie haben die Römer vor 2000 Jahren gewohnt? Und was haben sie gegessen? Schon jetzt ist aber sicher - nirgendwo sonst nördlich der Alpen kann römische Geschichte besser erlebt werden als in Trier.

Sonntag, 9. Oktober 2005 (Woche 41)/13.09.2005


16.15
            Deutschlands beste Weine (2/12)
            Zu Gast im Weingut Georg Breuer, Rheingau

    Die 12-teilige Serie "Deutschlands beste Weine" ist sicherlich ein besonderes Vergnügen für Weinliebhaber. Aus einer von Fachleuten erstellten "Besten-Liste" wurden Spitzenweine ausgewählt, die nun Frank Elstner vorstellt. Da ein guter Wein eng mit dem Können "seines" Winzers verbunden ist, stehen Rebsorten, Anbaugebiete und die Geschichte der Weingüter im Mittelpunkt der Sendung. Wie kein anderes steht das Weingut Georg Breuer für den Erhalt der Rheingauer Weinkultur - und geht selbst mit bestem Vorbild voran: Sein Riesling zählt in Fachkreisen zu den besten der Region. Das ist kein Zufall, denn das Weingut ist Vorreiter in der Qualitätssicherung: Bernhard Breuer war Gründer der Charta- Weingüter, die sich der besonderen Pflege von herausragenden herben Rieslingweinen verschrieben haben. Das Erbe Bernhard Breuers wird von der Familie bis heute engagiert fortgeführt: Seine 21-jährige Tochter Theresa Breuer ist fest entschlossen, an die Erfolge des Vaters anzuknüpfen und das Gut bald zu übernehmen. So oft es geht, hilft sie ihrem Onkel Heinrich Breuer neben dem Studium auf dem Weingut. Frank Elstner hat die Beiden auf ihrem Gut besucht und gibt wieder viele praktische Tipps rund um den gelungenen Weingenuss.

Sonntag, 16. Oktober 2005 (Woche 42)/13.09.2005


09.15
            Midori spielt Mozart und Bach
            Schwetzinger Festspiele 2005
W.A. Mozart:  Sonate B-Dur, KV 454
J.S. Bach: Solosonate Nr. 2 a-Moll, BWV 1003

    "Musikalische Gedanken gefasst im süßen Duft der Harmonie sind eine besondere Stärke von Midoris Interpretationen" schrieb die Schwetzinger Zeitung,19. Mai 2005 über die 34-jährige Geigerin Midori. Bereits als Elfjährige begeisterte sie bei einem Auftritt mit den New Yorker Philharmonikern die Musikwelt. Heute nach über 20- jährigem Bühnenjubiläum kann durchaus gesagt werden, dass sie es geschafft hat. Sie wird stets von den "Großen" gelobt. Künstler wie Leonard Bernstein, Simon Rattle oder auch André Previn schätzen die Zusammenarbeit mit Midori, deren großes Interesse vor allem darin liegt, ernste Musik auch für ein junges Publikum zugänglich zu machen. Ihre Stiftung "Midori and Friends" und die japanische Organisation "Music Sharing" stellen einen Weg dar, den sie geht, um selbst durch Kurse den Kontakt zu Nachwuchskünstlern zu pflegen. In dem Pianisten Robert McDonald hat sie einen ständigen Duo-Partner gefunden, der durch seine Vielseitigkeit sowohl solistisch als auch in der Kammermusik gern gesehen und gehört wird. Zahlreiche Aufzeichnungen, unter anderem mit dem Geiger Isaac Stern, und Preise machen ihn zu einem international bekannten Künstler. McDonald lehrt heute an der New Yorker Julliard School und am Peabody Conservatory. Die Violinsonate KV 454 hat Mozart 1784 für die Geigerin Regina Strinasacchi komponiert. Er selbst übernahm bei der Uraufführung den Klavierpart, da er aus Zeitnot heraus nur eine manuskriptartige Klavierfassung fertig brachte. J.S.Bachs Sonate a-moll für Solovioline BWV 1003 stammt aus den Sechs Sonaten und Partiten ohne Bass, komponiert 1720. Da er während dieser Zeit am weltlichen Hofe von Prinz Leopold von Köthen-Anhalt angestellt war, hatte er keine liturgischen Pflichten zu erfüllen, so dass die meisten der Köthener Werke, wie auch diese Solosonate, weltlich und instrumental waren.

Sonntag, 16. Oktober 2005 (Woche 42)/13.09.2005


16.15
            Deutschlands beste Weine (3/12)
            Zu Gast im Weingut Wittmann, Rheinhessen

    Die 12-teilige Serie "Deutschlands beste Weine" ist sicherlich ein besonderes Vergnügen für Weinliebhaber. Aus einer von Fachleuten erstellten "Besten-Liste" wurden Spitzenweine ausgewählt, die nun Frank Elstner vorstellt. Da ein guter Wein eng mit dem Können "seines" Winzers verbunden ist, stehen Rebsorten, Anbaugebiete und die Geschichte der Weingüter im Mittelpunkt der Sendung. Hier wird Familientradition groß geschrieben. Seit hunderten von Jahren bewirtschaftet die Familie Wittmann ihre Weinberge. Ihr alter Gutshof liegt im Weindorf Westhofen und noch heute produzieren dort zwei Generationen der Familie hochwertige Weine - vom herben Weißburgunder bis zu edelsüßen Gewächsen. Die vielen Auszeichnungen aus dem In- und Ausland beweisen, dass das Weingut Wittmann zu den besten Weinerzeugern Deutschlands zählt. Und in der Wein-Bibel, dem Gault Millau, wird er unangefochten als Nummer eins unter den deutschen Ökowinzern geführt. Seit 1990 bewirtschaften Günter und Philipp Wittmann ihre Weinberge ökologisch. Das bedeutet vor allem eines: erheblich mehr Arbeit in den Weinbergen. Doch die Familie ist sich sicher, dass das die Qualität ihrer Weine steigert und außerdem der Boden auch für die nächsten Generationen gesund bleibt. Frank Elstner war bei den Wittmanns zu Gast und konnte sich selbst von der Qualität der herausragenden Weine überzeugen.

Dienstag, 25. Oktober 2005 (Woche 43)/13.09.2005

    Geänderten Beitrag beachten!


20.15    Im Reich des Fischadlers
            Leben in der Mangrove

Mittwoch, 26. Oktober 2005 (Woche 43)/13.09.2005

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12.30    Im Reich des Fischadlers (WH von ‚DI)
            Leben in der Mangrove


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