SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR) Textergänzungen und Änderungen von Sonntag, 18. September (Woche 38) bis Montag, 24. Oktober (Woche 43)

    Baden-Baden (ots) - Sonntag, 18. September 2005 (Woche 38) /12.09.2005


13.00
            Schätze der Welt - Erbe der Menschheit
            An der dalmatinischen Küste - Die Altstadt von Trogir
            und die Kathedrale von Sibenik, Kroatien
            Filme von Christian Romanowski

    Man braucht eine Spürnase, um sich im Gewirr der Gassen dieser kleinen dalmatinischen Stadt auf einem winzigen Inselchen zurechtzufinden. Das Wahrzeichen von Trogir ist heute die Kathedrale. Weithin sichtbar überragt ihr Turm das Dächermeer. Er diente den Schiffen und Booten auf der Adria, die einen geschützten Hafen suchten, als Wegweiser. Trogir konnte sich seit dem Altertum zu einer erfolgreichen Handelsstadt an der dalmatinischen Küste entwickeln. Wer den Aufstieg zur Turmspitze wagt, kann aus der Höhe das Gassengewirr als ein geordnetes Labyrinth überblicken. Trogir weist im kleinen Format alle Elemente eines unabhängigen Stadtwesens auf. Nicht nur die Türme der verschiedenen Kirchen zeigen die Fülle architektonisch sehenswerter Bauwerke an. Unter den Dächern manches ehemaligen Palastes sind Schätze verborgen, die von der Hochkultur des Ortes zeugen. Doch der eigentliche Schatz dieses Ortes ist kein einzelnes Bauwerk, so bedeutend es auch sein mag, sondern die Fülle der verschiedenen Eindrücke. Man kann Trogir nur zu Fuß entdecken. Erst dann erschließt sich der Charme dieser mittelalterlichen Kleinstadt in ihrer fast unverfälschten Geschlossenheit. An jeder Kreuzung der winzigen Straßen mit dem immer unterschiedlichen Pflaster verlocken den Besucher alte Hausfassaden und verborgene Winkel, so dass er nicht weiß, welchen Weg er einschlagen soll. Ihre Maße sind nicht überwältigend, es gibt gewaltigere Kirchen, und doch nimmt sie einen hervorragenden Platz in der Kunstgeschichte ein: die Kathedrale von Sibenik. Ein schlichter Bau von außergewöhnlicher Raffinesse, der nicht nur durch die Schönheit der Steinmetzarbeiten, durch die harmonische Form und seine Ausgewogenheit besticht, sondern auch durch seine Konstruktionsart Architekturgeschichte schrieb und heute zum Weltkulturerbe zählt. Da Sibenik verhältnismäßig spät gegründet wurde und sich nicht, wie andere Städte an der dalmatinischen Küste, einer tausendjährigen Kulturtradition rühmen konnte, wollten Adel und Bürger durch ein großartiges Bauwerk Aufmerksamkeit auf sich und ihre Stadt ziehen - durch den Neubau einer Kathedrale. Neu und einmalig war und ist vieles an dieser Kirche, sie ist ein steingewordener Gedanke. Die Mauern und das Tonnengewölbe der Dachkonstruktion sind ebenso wie die Kuppel vollständig aus einem Material ausgeführt: Aus vorgefertigten Steinblöcken, die wie Legosteine zusammengesetzt und miteinander verzapft sind. Derselbe Stein bildet jeweils Außenhaut und Innenwand der Kirche.

    Eine Konstruktion nach dem Prinzip: Klarheit und vollständiger Entsprechung von äußerer und innerer Form. An der Zeitenwende von der Gotik zur Renaissance, die ja eine geistige Wandlung und nicht nur einen Wechsel von Stilelementen bedeutet, veranschaulicht die Jacobuskirche diesen Zeitgeist, der den Kirchenraum nicht mehr in mystischem Jenseitsstreben überhöht, sondern nach menschlichem Maß gestaltet.

Sonntag, 25. September 2005 (Woche 39)/ 12.09.2005


13.00
            Schätze der Welt - Erbe der Menschheit
            Von Kanadas Ureinwohnern - Head-Smashed-In und Anthony Island
            Filme von Goggo Gensch und Wolfgang Katzke

    Der "Abgrund der zu Tode gestürzten Bisons" ist ein Ort, der an eine Zeit erinnert, in der sich Amerikas Ureinwohner das Land mit den Bisons teilten. "Head-Smashed-In Buffalo Jump" gilt als einer der ältesten und besterhaltenen Jagdplätze in Nordamerika. 1981 wurde "Head-Smashed-In" von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt. Der Abgrund liegt in der kanadischen Provinz Alberta, etwa 175 Kilometer südlich von Calgary. Die Ausläufer der Rocky Mountains gehen hier in die Great Plains, ein halbtrockenes Vorland, über. Bei der historischen Bisonjagd versuchten getarnte Jäger die Tiere in eine Richtung zu locken, aus der sie nur auf einen Abgrund fliehen konnten. Wenn sich Tiere aus der Herde der Klippe näherten, tauchten schreiend und winkend weitere Indianer auf. Sie umzingelten die erschrockene Herde, die in Panik auf den Abgrund rannte. Die ersten Bisons versuchten meist an der Kante zu stoppen, wurden aber von den nachfolgenden Tieren überrannt. Sie stürzten sich wie die Lemminge in den Tod. Seinen Namen verdankt "Head-Smashed-In" übrigens nicht den getöteten Bisons, sondern einer Legende. Ein junger Krieger wollte die herabstürzenden Tiere aus nächster Nähe beobachten. Er stellte sich ganz eng an die Wände der Klippe, die Bisons stürzten vor ihm zu Tode. An diesem Tag war freilich die dem Exitus geweihte Herde größer als sonst. Immer mehr stürzten herab und erdrückten den jungen Mann an dem steilen Fels. Die Blackfoot nannten die Stelle "where he got his head smashed in", "wo sein Schädel zerschmettert wurde". Anthony Island: eine heute völlig unbewohnte Insel im Pazifik vor der Küste Kanadas. In der Sprache ihrer ehemaligen Einwohner, der Haida-Indianer, heißt sie "Skungwa'ai". Nachdem sie einst von einer Pocken-Epidemie fast ausgelöscht worden wären, verließen sie ihre Heimat. Seit den 50er Jahren besinnen sich ihre Nachfahren wieder auf die Kultur der Ahnen und besuchen deren Wohnorte. Die Haida kannten einmal den Überfluss, weil sie die Natur respektierten und im Einklang mit ihr lebten. Heute noch kann man die Zeugnisse ihrer Verbindung mit der spirituellen Welt sehen. In Totempfähle schnitzten sie Symbolfiguren und ihre Wappentiere, den Killerwal, Adler und Raben. Mit einem ihrer Urenkel dürfen wir über die Insel streifen und die Spuren dieser einmaligen Kultur entdecken.

Sonntag, 25. September 2005 (Woche 39)/ 12.09.2005

    Geänderte Folge beachten!

18.15    Ich trage einen großen Namen Folge 257

Mittwoch, 28. September 2005 (Woche 39)/ 12.09.2005

    Geänderten Titel und Untertitel beachten!


20.15    Quergefragt - Aus Berlin
            Moderation: Anke Hlauschka und Christian Döring

Donnerstag, 29. September 2005 (Woche 39)/ 12.09.2005

    Geänderten Titel und Untertitel beachten!


09.30    Quergefragt - Aus Berlin (WH von MI)
            Moderation: Anke Hlauschka und Christian Döring

Montag, 3. Oktober 2005 (Woche 40)/ 12.09.2005


07.10
            Rekorde im Tierreich (WH von SO)
            Tiefenrausch und Höhenflug

    Welches Tier taucht am tiefsten hinab? Welches springt am weitesten? Welches fliegt selbst noch über den Himalaja ohne Atemnot? Um die Höchstleistungen der Tierwelt zu zeigen, begibt sich der Tierarzt Steve Leonards in Extremsituationen rund um den Erdball. Er trainiert tagelang mit der Weltmeisterin im Freitauchen das Luftanhalten. Dann kann er sich mit Delphinen in ihr Element wagen. Er segelt mit einem Gleitschirm zwischen Geiern über das "Dach der Welt". Er kriecht durch die Riesengänge australischer Wombats, den Weltmeistern im Graben. Er springt mit Halbaffen auf Madagaskar zwischen Baumwipfeln in schwindelerregenden Höhen umher. All das zeigt, wie alltägliche Leistungen bestimmter Tiere einem Menschen nicht nur das Äußerste abverlangen, sondern ihn in größte Gefahr bringen können. Mit zu den gefürchtetsten Tieftauchern der Meere gehören die Humboldt Kalmare: menschengroße, aggressive Weichtiere, Verwandte der Tintenfische. Leonard muss mit Atemgerät in der Nacht tief hinab in den Ozean. Kein Fischer würde in diesen Gewässern auch nur die Hand ins Wasser halten. Tatsächlich bedrängen ihn die Tiere, umschlingen ihn mit den Fangarmen. Sie haben es auf seine Taschenlampe abgesehen. Selbst der Nachwuchs im Tierreich muss Höchstleistungen vollbringen, um zu überleben. Leonards hat sich mit einem Biwak an eine Steilwand geschnallt. Von hier kann er den todesmutigen Sprung der Weißwangenküken beobachten. Die Gänsejungen stürzen sich jedes Jahr die hundert Meter hohen Klippen hinab, obwohl sie noch gar nicht fliegen können. Vor Raubtieren waren die Nester in den Klippen sicher, zum Fressen müssen die Jungen jedoch auf den Boden. Die spektakuläre Produktion der BBC hat über ein Jahr Drehzeit erfordert. Dem englischen Tierarzt Leonards gelang es damit, die außergewöhnlichsten Leistungen im Tierreich am eigene Leib erfahrbar zu machen.

Montag, 3. Oktober 2005 (Woche 40)/ 12.09.2005

    Für SR geänderten Beitrag beachten!


19.15    Treffpunkt Sport
            Sport-Stars: Franz Beckenbauer
            Ein Film von Hendrick Deichmann
            Erstsendung: 18.07.2005

Montag, 3. Oktober 2005 (Woche 40)/ 12.09.2005

    Geänderten Beitrag beachten!


04.30    Treffpunkt Sport (WH)
            Sport-Stars: Franz Beckenbauer
            Ein Film von Hendrick Deichmann
            Erstsendung: 18.07.2005

Dienstag, 4. Oktober 2005 (Woche 40)/ 12.09.2005

    Für SR geänderten Beitrag beachten!


11.30    Treffpunkt Sport (WH von MO)
            Sport-Stars: Franz Beckenbauer
            Ein Film von Hendrick Deichmann
            Erstsendung: 18.07.2005

Freitag, 7. Oktober 2005 (Woche 40)/ 12.09.2005

    Geändertes Thema beachten!

    22.15 Nachtcafé Gäste bei Wieland Backes Homöopathie, alternative Medizin: Alles Zauber?

Samstag, 8. Oktober 2005 (Woche 41)/ 12.09.2005

    Geändertes Thema beachten!

    08.45 Nachtcafé (WH von FR) Gäste bei Wieland Backes Homöopathie, alternative Medizin: Alles Zauber?

Montag, 10. Oktober 2005 (Woche 41)/ 12.09.2005


13.30
            Schätze der Welt - Erbe der Menschheit
            Brüsseler Spitzen
            Der Marktplatz und die Horta-Häuser, Belgien
            Filme von Thomas Uhlmann und Christian Romanowski
            Erstsendung 09.10.2005

    "Der Große Markt von Brüssel ist das schönste Theater der Welt!" meinte Jean Cocteau. Und tatsächlich ist dieser Mittelpunkt der Stadt Brüssel mehr eine Bühne als ein Platz. Er ist ein Zeugnis urbaner Demokratie. Als die reichen Brüssler Gilden im 15. Jahrhundert das aristokratische Stadtregiment ablösten, schufen sie sich mit diesem Karree kostbarer Zunfthäuser selbst ein Denkmal. Und als der Sonnenkönig Ludwig XIV. das Prunkstück freier Bürger in Schutt und Asche legte, bauten die Gilden ihn um 1500 kurzerhand als genaue Kopie seiner selbst wieder auf. Darauf sind die Brüsseler noch immer stolz und feiern sich und ihre Geschichte mit dem "Ommegang". Dieser prächtige Umzug über den Platz wird seit rund 700 Jahren mit gleichem Ritual, mit Personen, die teils heute noch dieselben Namen der mittelalterlichen Teilnehmer tragen, begangen. Ein Theater vor steinernen Kulissen. Der Große Markt ist und bleibt eine Bühne, auf der gelebt und gestorben wurde - im Spiel und in der Wirklichkeit. Victor Hugo schrieb seiner Frau aus dem belgischen Exil: "Brüssel hat mich sehr begeistert. Das Rathaus ist ein Juwel und der es umgebende Platz ein wahres Wunder. Es entsprang der Phantasie eines Dichters und fiel in den Kopf eines Architekten." Brüssel und der Jugendstil, das heißt auch und gerade: Brüssel und Horta. Der Architekt Victor Horta wurde zu Ende des 19. Jahrhunderts durch die Neuartigkeit seiner Wohnhäusern nicht nur in Belgien berühmt, sondern erregte internationales Aufsehen. 1893 entwirft Horta Maison Tassel. Fast über Nacht wird der 32-jährige Architekt durch dieses Wohnhaus bekannt. Äußerlich unterscheidet es sich kaum von den Nachbarhäusern. Doch Details lassen genauer hinsehen. Die aus der Fläche ausschwingenden Linien der Fassade, die kunstvolle Formung des Steins, die artistisch mit dem Stein verbundenen Eisenelemente und die farbigen Glasfenster. Das ist neu. Das Material scheint von jeder Starrheit befreit, und die asymmetrische Aufteilung der Wandflächen lassen die Fassade lebendig erscheinen. Doch die eigentliche Neuheit seines Baustils wird erst im Inneren offenbar. Es gelingt dem Architekten, die schmalen Brüsseler Stadthäuser in weiträumige und zugleich märchenhaft dekorative Räume zu verwandeln. Wenn sich Hortas Stil auch im Laufe der Zeit, und je nach Vorgabe des Auftraggebers, wandelte, so blieb die besessene Kunstfertigkeit, mit der er jedes Detail seiner Bauten entwarf. Das Kaufhaus Waucquez, ein Spätwerk, scheint ein Stück pompöser Beeindruckungs-Architektur zu sein, ganz ausgerichtet auf die Wirkung, die ein Tempel des Kommerz auf die Kunden ausüben sollte. Doch auch hier zeigt sich Hortas Meisterschaft, durch Glasdachkonstruktionen Lichtwirkungen zu erzielen.

Mittwoch, 12. Oktober 2005 (Woche 41)/ 12.09.2005


07.00
            Sesamstraße (2295)
            Erstsendung in Das Erste: 09.10.2005

    Gerade hat Ella ihren frisch gebackenen Kuchen auf den Tisch gestellt - da ist er auch schon verschwunden. Ganz klar ein Fall für Schafdetektiv Wolle und Ellas Freund, Meisterdetektiv Nick Knitterton. Gemeinsam suchen sie nach Spuren und finden blitzschnell heraus: Der Täter war ein großes, gefräßiges, wohlerzogenes, behuftes, schwarzes Fellmonster! Auch der arme Bert findet von seinem Schokoladenkuchen gerade noch ein paar Krümel. Ernie hat dafür eine verwickelte Erklärung. Nur weil Denkedran Joost wieder einmal sein Mittagessen vergessen hat, kann er seine Kumpels vor einer Herde wilder Schafe retten. Das Krümelmonster ist das unglücklichste Monster der Welt, obwohl es das Glas mit den meisten Murmeln erwischt hat.

Freitag, 14. Oktober 2005 (Woche 41)/ 12.09.2005

    Geändertes Thema beachten!


22.00    Nachtcafé
            Gäste bei Wieland Backes
            In der Mitte des Lebens

Samstag, 15. Oktober 2005 (Woche 42)/ 12.09.2005


08.45    Nachtcafé (WH von FR)
            Gäste bei Wieland Backes
            In der Mitte des Lebens

Montag, 17. Oktober 2005 (Woche 42)/ 12.09.2005


13.30
            Schätze der Welt - Erbe der Menschheit (WH von SO)
            Die Schlösser der Loire
            Frankreich
            Filme von Thomas Uhlmann und Christina Brecht-Benze

    Lange Zeit war das Tal der Loire Schauplatz erbitterter Kämpfe zwischen Frankreich und England um den französischen Königsthron. Ihr Höhepunkt war der Hundertjährige Krieg, der zwischen 1337 und 1437 an den Ufern des Flusses tobte. Dass dieses, von Männern angezettelte, Staatenduell von einer Frau für Frankreich entschieden wurde, ist allenfalls für die Franzosen der Rede wert. Sie würdigen bis heute die Verdienste des damals 17-jährigen Bauernmädchens Jeanne d'Arc, die das belagerte Orléans befreite und den Dauphin Karl VII zur Krönung nach Reims führte. Jeanne d'Arc ist eine der vielen Frauen, die im Tal der Loire aktiv die Geschichte des französischen Königreiches mitbestimmt haben. Eine andere ist Katharina von Medici, die als Meisterin der Intrige gilt und der fast jedes Mittel recht war, dem Hause Valois die Krone zu erhalten. Vor allem in den Religionskämpfen, in denen sich Protestanten und Katholiken gnadenlos bekämpften, spielte sie eine unrühmliche Rolle. Neben diesen Frauen, die im Tal der Loire Politik gemacht haben, gab es aber auch welche, mit denen Politik gemacht wurde. Anne von Bretagne z. B., Ende des 15. Jahrhunderts wohl die beste Partie Europas, war gleich zwei Mal Spielball politischer Interessen: Als sie mit Karl VII zwangsvermählt wurde, musste sie sich per Ehevertrag verpflichten, auch den Nachfolger Karls, Ludwig XII zu ehelichen. Damit die Bretagne Frankreich nicht verloren ging. Da solche Zwangsehen aus Staatsräson meist unglücklich waren, mussten diese verkauften Bräute dann auch noch mit ansehen, wie sich ihre Ehemänner ganz öffentlich und ungeniert eine "Zweitfrau" nahmen - nämlich eine Mätresse, die geliebte Alternative zur ungeliebten Ehefrau. So musste beispielsweise Katharina von Medici akzeptieren, dass für ihren Mann Heinrich II immer eine andere die Königin war: Diane von Poitiers, die er bis zu seinem Tod vergötterte. Das Tal der Loire erzählt vieler solcher Geschichten vom Glanz und Elend der Frauen an der Seite von Herrschern, denen es in erster Linie um Machterhalt und Repräsentation ging. Über 300 Schlösser hinterließen sie an der Loire und ihrer Nebenflüsse, eine in Europa beispiellose, gigantische Kulturlandschaft, die auch ein Stück Frauengeschichte dokumentiert. Mit seinen 400 Räumen ist Chambord das größte der französischen Loireschlösser. 1519 wurde mit dem Bau begonnen. Chambord gilt heute als Ideal des französischen Schlossbaus im 16. Jahrhundert. Im Mittelpunkt des Schlosses steht die Doppelwendeltreppe, deren Konzeption auf Leonardo da Vinci zurückgeht. Auf dieser Treppe kann man auf- und abgehen, dabei sieht man sich zwar, trifft sich aber nicht. Einerseits wie geschaffen für die Geheimnisse der Liebe, ist diese Treppe als Symbol für den Aufstieg zur Zentralmacht auch ein Denkmal für die absolute Monarchie. Mit einem Gang durch die einzelnen Räume, Gänge und Treppen des Schlosses führt der Film in die Zeit des Königs Franz I. und des Sonnenkönigs Ludwig XIV.

Mittwoch, 19. Oktober 2005 (Woche 42)/ 12.09.2005


07.00
            Sesamstraße (2296)
            Erstsendung in Das Erste: 16.10.2005

    Eine alte Messinglampe ist für Rumpels Schrottsammlung viel zu blank, sie muss weg! Samson, Feli und Nils protestieren. Was wäre, wenn es sich um eine Zauberlampe handelt, in der ein Geist haust, der auf Befehl Wünsche erfüllt? In dem Fall hätten Samson und Feli einen ganz besonderen Wunsch, aber der Geist, der Rumpel verblüffend ähnlich sieht, ist ungewöhnlich störrisch und muss erst überzeugt werden, dass auch für ihn etwas dabei herausspringt, wenn er diesen Wunsch erfüllt. Ernie findet es komisch, dass die Nase des Königs mit einem roten Ball verziert ist. Das Krümelmonster begegnet einer Fee und hat ganz entschieden etwas dagegen, in einen schönen Prinzen verzaubert zu werden. Elmo fände es praktisch, wenn das Königreich O sich in das Königreich E verwandeln könnte. Ein kleiner Kater wünscht sich von der Zauberfee, dass es nie mehr regnet.

Montag, 24. Oktober 2005 (Woche 43)/ 12.09.2005


13.30
            Schätze der Welt - Erbe der Menschheit (WH von SO)
            Mythische Megalithkultur
            Gigantija und Stonehenge
            Malta/Großbritannien

    Vor rund viereinhalb Tausend Jahren wurde auf Malta ein gewaltiger Tempel erbaut. Wer die Erbauer waren, woher sie kamen, weiß niemand. Sicher ist nur, dass es ein Volk von tiefer Frömmigkeit war, denn viele Generationen müssen über 500 Jahre lang an der riesigen Tempelanlage gebaut haben. Unvorstellbare Kraftanstrengungen müssen nötig gewesen sein. Denn die Megalithen, aus denen die Anlagen erbaut sind, haben das Maß kleiner Häuser und wiegen an die 50 Tonnen. Im Dienst des Göttlichen entstand die erste freistehende Kultstätte der Menschheit, an der steilen Südküste Maltas. Der Film taucht ein in die Frühkultur. Kreisförmige Mauerruinen in Form eines fünfblättrigen Kleeblatts bilden den Grundriss der Tempelanlage. Diese einzigartigen Bauformen geben Rätsel auf: über die Bauherren, ihr Leben und ihre Ambitionen. Der Film versucht, die bis heute nicht geklärte Kulturgeschichte der Ureinwohner Maltas zu beleuchten. Er versucht, ein Volk vorzustellen, von dem es bis heute keine Spuren eines profanen Lebens gibt. Unser Erbe sind einzig und allein die Megalith-Tempel Maltas. Die Hochebene von Salisbury in Südengland ist eine raue und nicht sehr einladende Gegend, in der oft ein kalter und schneidender Wind weht.

    Vor etwa 5.000 Jahren, in der Jungsteinzeit lebten hier Menschen, von denen wir nur sehr wenig wissen. Doch was sie und die nachfolgenden Generationen hinterlassen haben, ist über alle Maßen beeindruckend: Die Steinkreise und Hügelgräber der Megalith-Kultur. Stonehenge ist das bekannteste dieser Monumente. Es ist eine Kultstätte ganz eigener Art. Das Rätsel von Stonehenge ist die Geschichte einer großen kollektiven Anstrengung, einer Vision, die über Generationen hinweg lebendig geblieben ist und die die Menschen bis heute mit ihrem Geheimnis fasziniert - mit einem Tempel für die Ewigkeit.

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