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30.06.2005 – 16:05

SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR) Programmhinweise von Freitag, 1.07.05 (Woche 26) bis Samstag, 13.08.05 (Woche 33)

    Baden-Baden (ots)

Freitag, 1. Juli 2005 (Woche 26)/30.06.2005


23.30
            Nachtkultur
            Die Kultur-Illustrierte
Moderation: Markus Brock

    Marilyn Monroe privat: Eine Hommage der Magnumfotografin Eve Arnold Als sie sich Anfang der 50er-Jahre kennen lernen, ist Marilyn Monroe noch ein unbekanntes Starlet auf dem Weg nach oben, Eve Arnold bereits eine angesehene Magnum-Fotografin, die gerade eine Fotostory über Marlene Dietrich veröffentlicht hatte. "Wenn Sie das mit Marlene so gut hingekriegt haben, können Sie sich vorstellen, was Sie mit mir hinkriegen würden?" Eve Arnold konnte, und so begann eine Zusammenarbeit, aus der bald Freundschaft wurde. Zehn Jahre lang hat die große Dame der britischen Fotografie Marilyn Monroe in sechs großen Sessions abgelichtet. Die kürzeste dauerte zwei Stunden, die längste zwei Monate, während der Dreharbeiten zu "Nicht gesellschaftsfähig". Als Marilyn Monroe 1962 starb, hatte Eve Arnold Tausende von Fotos gemacht, die das amerikanische Sexsymbol auch von einer völlig unbekannten Seite zeigen - locker und vor allem natürlich. Die schönsten Bilder, ihren "Marilyn-Monroe-Schatz", hat Eve Arnold jetzt veröffentlicht und der legendären Schauspielerin damit eine ganz persönliche Hommage gewidmet. "Marilyn Monroe - Eine Hommage von Eve Arnold" ist im Schirmer/Mosel Verlag erschienen.

    Aus dem Reich der Mitte: Zeitgenössische chinesische Kunst in Bern Die chinesische Mauer, nachgebildet aus einer endlosen Reihe gleichförmiger Kinderköpfe, Fotomontagen der erzwungenen Kleinfamilie, eine Skulptur von Karl Marx im Anzug von Mao Zedong: Kaum eine zeitgenössische Kunstszene setzt sich so explizit mit den gesellschaftspolitischen Umbrüchen ihres Landes auseinander wie die in China. "Chinas Kultur ist vergleichbar mit Schaumstoff, der alles aufsaugt und verwertet", meint die Avantgardefotografin Xiao Hui Wang. Gerade in der Kunst wird die Veränderung Chinas seit dem Ende der Mao-Ära besonders deutlich. Noch 1994 war es zum Beispiel unmöglich, Aktfotografien auszustellen. Drei Jahre später hatte Xiao Hui in Shanghai eine umfangreiche Retrospektive mit zuvor als "schamlos" empfundenen Nacktbildern. Sie ist nur eine von vielen international erfolgreichen Künstlern aus dem Reich der Mitte. Die weltweit größte Sammlung chinesischer Gegenwartskunst von den 80er- Jahren bis heute kann der Schweizer Uli Sigg, ehemaliger Botschafter in Peking, sein Eigen nennen. Eine repräsentative Auswahl davon ist bis 16. Oktober im Kunstmuseum Bern zu sehen.

    Der Erfinder der Zukunft: Ein Bildband über Stardesigner Pierre Cardin Er hat den "New Look" für das Haus Dior kreiert, Möbel, Parfums, Skulpturen und Accessoires entworfen und als erster Designermode von der Stange angeboten. Er besitzt Theater, Restaurants, Hotels und Schlösser und beschäftigt rund 200.000 Mitarbeiter auf allen fünf Kontinenten. Pierre Cardin, 1922 als Sohn eines französischen Weinhändlers in der Nähe von Venedig geboren, hat seinen Namen zur Weltmarke gemacht. Arbeit und Engagement sind für den Stardesigner und Multiunternehmer seit jeher Lebenselixier. "Mir hat es immer gefallen, durch meine Arbeit zu existieren, und es hat mich noch nie amüsiert, mich zu amüsieren", sagt Pierre Cardin, dessen sehnlichster Wunsch es ist, bis zum letzten Atemzug so weiterzumachen. Mit rund einhundertfünfzig Abbildungen ist der enorme Schaffensdrang des Pariser Genies jetzt erstmals in einem Bildband zu bestaunen. "Pierre Cardin" ist im Wiener Christian Brandstätter Verlag erschienen.

    Im Dienste einer großen Idee: Zum 70. Geburtstag des Dalai Lama Dass der Buddhismus im Westen immer mehr Zuspruch findet, ist sicher sein Verdienst. Dass die Weltöffentlichkeit seit Jahren ein Interesse am Thema Tibet hat, ebenfalls. Seine Heiligkeit, der XIV. Dalai Lama, ist ein Missionar im besten Sinne des Wortes. Keiner, der seine Religion der Menschheit aufzwingen will, vielmehr ein Mann, der sein Leben in den Dienst einer großen Idee stellt: Er ist seit Jahrzehnten für den Frieden unterwegs, kämpft von seinem indischen Exil aus für die Unabhängigkeit Tibets, für mehr Menschenwürde, für ein bewussteres Leben. Gewalt lehnt das Religionsoberhaupt ab, seine Waffen heißen Weisheit, Güte und vor allem Charisma. Am 6. Juli wird seine Heiligkeit, der XIV. Dalai Lama 70 Jahre alt. "Nachtkultur" gibt Einblicke in das Leben dieses großen Mannes und stellt zwei wunderschöne neue Fotobände vor, die die Stationen des Dalai Lama auf eindrucksvolle Weise nachzeichnen.

    Sommer, Sonne, Festivals: In Freiburg singt Dominique Horwitz Lieder von Jacques Brel In seiner drehfreien Zeit tourt der Schauspieler Dominique Horwitz ("Der große Bellheim", "Nachtgestalten) seit acht Jahren mit seiner Hommage an den belgischen Chansonier Jacques Brel (1929-1978) durch die Lande. Singend und spielend, mit einer atemberaubenden Intensität, gibt er dann Brels legendäre Lieder wie "Ne me quitte pas" oder "Amsterdam" zum Besten. Ein Programm, mit dem er immer wieder überzeugt. Das liegt auch daran, dass Dominique Horwitz ausschließlich auf französisch singt, und das perfekt. Schließlich wurde er 1957 in Paris geboren und ist dort aufwachsen, als Sohn jüdischer Kaufleute, die vor den Nationalsozialisten geflohen waren. 2004 war sein Konzert im Freiburger Spiegelzelt als erstes ausverkauft. Deshalb ist Dominique Horwitz in diesem Jahr auf der großen Bühne des Zelt-Musik-Festivals (ZMF) zu erleben. Am 11. Juli, ab 20 Uhr. Nachtkultur gibt einen kleinen Vorgeschmack.

Samstag, 2. Juli 2005 (Woche 27)/30.06.2005


22.25    Frank Elstner:
            Menschen der Woche

    Die Gäste:

    Joachim Fuchsberger Joachim Fuchsberger wurde als Schauspieler und Showmaster berühmt. In den 1960er-Jahren erlangte er als Kommissar in Edgar-Wallace- Verfilmungen seine erste Popularität. In den 1970er- und 1980er- Jahren unterhielt "Blacky" die deutsche Fernseh-Nation mit mehreren erfolgreichen Shows. Er spielte in rund 90 Filmen, war Moderator in über 500 Fernsehsendungen und brachte seit den 1990er-Jahren seine Wahlheimat Australien in Form seiner Film-Reihe "Terra Australis" dem deutschen Fernsehpublikum nahe.

    Peggy March Sie war tatsächlich 17, als sie 1965 mit dem Schlager "Mit 17 hat man noch Träume" über Nacht berühmt wurde. Die gebürtige Amerikanerin ist bis heute eine feste Größe im deutschen Showgeschäft - und einer der Stars der ARD-Produktion "Immer wieder sonntags" am 3.Juli.

    Dr. med. Veronica Carstens Homöopathie (Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden) nennt man auch die sanfte Art zu heilen. Vor 250 Jahren wurde der Begründer, der deutsche Mediziner Samuel Hahnemann, geboren. Seit 1968 führt Dr. med. Veronica Carstens, die Frau des fünften Bundespräsidenten Karl Carstens, eine auf biologische Medizin und Homöopathie ausgerichtete internistische Fachpraxis in Meckenheim. Auch während ihrer Zeit als First Lady lief die Praxis weiter. Ihr Mann musste damals, so wie jetzt Horst Köhler, die Rechtmäßigkeit vorgezogener Neuwahlen entscheiden.

    Dorothea Martin & Jürgen Rädler In der Nacht vom Montag, dem 1., auf Dienstag, den 2. Juli 2002, kam es um 23:35 Uhr im Bodenseekreis zwischen Überlingen und Owingen zu einem Flugzeugabsturz, bei dem 71 Menschen starben - 23 Erwachsene, 48 Kinder und Jugendliche unter 18. Sie starben beim Zusammenstoß einer baschkirischen Passagiermaschine mit einer Frachtmaschine der DHL in ca.11 000 m Höhe. Dorothea und Reinhard Martin haben den damals zwölfjährigen Alexandrowitsch Bagin, kurz "Dima" genannt, ein Jahr nach dem Unglück adoptiert. Dessen allein erziehende Mutter Olga, von Beruf Stewardess, starb bei dem Unglück. Jürgen Rädler half damals ebenfalls bei den Bergungsarbeiten und gründete daraufhin den Verein "Brücke nach Ufa", der sich um die Hinterbliebenen kümmert.

    Bojan Dimov Er war 30 Jahre lang Epileptiker und hat seine Biografie herausgebracht: "Konfrontation Epilepsie. Eine ungewöhnliche Erfolgsgeschichte". Nachdem er zuletzt bis zu 40 schwere Anfälle im Monat hatte, entschloss er sich zu einer Operation, die gerade noch rechtzeitig kam, bevor auch die gesunde Gehirnhälfte befallen wurde. Seit zehn Jahren ist er nunmehr anfallsfrei und seit sechs Jahren benötigt er keine Epilepsie-Medikamente mehr.

Dienstag, 26. Juli 2005 (Woche 30)/30.06.2005-06-30

    Geänderten Untertitel für BW beachten!


18.15    Grünzeug
            Teiche im Garten

Donnerstag, 28. Juli 2005 (Woche 30)/30.06.2005


13.15
            Lebenslinien
            Alpfieber
            Ein Film von Steffi Illinger
            Erstsendung in BR: 23.10.2000

    Seit 10 Jahren "erkrankt" die Starnbergerin Johanna Glas jeden Sommer am "Alpfieber". Für drei Monate meldet die allein erziehende Krankenschwester ihre Kinder von der Schule ab und zieht mit ihnen auf eine Schweizer Hochalm. Dort hütet sie für die Bauern die Kühe, buttert und käst wie eine gelernte Sennerin und unterrichtet nebenher ihre Kinder. Nur einmal in der Woche kommt sie ins Dorf, um ihre Post zu holen.

    Die Alp hat ihr Leben verändert: Zuvor war sie ein unruhiger Geist, rastlos und umtriebig, laufend neue Jobs, ständig wie ein Tramper unterwegs in halb Europa. Sie suchte rastlos nach einem anderen Leben als das, welches ihre Eltern geführt haben. Auf den Alptrip kam Johanna Glas durch ihre Schwester, die in den Bergen ein Landwirtschaftspraktikum machte. Zunächst dachte sie, ihre Schwester spinne - so harte Arbeit und so wenig Komfort. Doch als sie ihrer Schwester dann einen Sommer lang half, wurde sie selbst vom Bergfieber angesteckt. Nach dem ersten Alpaufenthalt trennte sie sich von ihrem Mann - die Einsamkeit in den Bergen hatte ihr die Unterschiede vor Augen geführt. Seitdem ist sie jedes Jahr auf eine andere Schweizer Alm gegangen und dort zur Ruhe gekommen. Was sie daran so fasziniert? Es ist der freie Kopf. Man beschäftigt sich mit sich selber. Da oben gibt es keinen Strom, kein Fernsehen, kein Telefon. Die ganzen Fragen nach dem Sinn des Lebens erscheinen überflüssig. Der Film verklärt auf keinen Fall den Bergbauernberuf. Es geht vielmehr um die Frage, was die noch junge Städterin gesucht und dort oben gefunden hat, und darum, wie sie in Zukunft, wenn die Kinder größer sind und nicht mehr für Monate der Schule fernbleiben können, ihr Alpfieber heilen will.

Dienstag, 9. August 2005 (Woche 32)/30.06.2005

    Geänderten Untertitel für BW beachten!


18.15    Grünzeug
            Trompetenbäume

Samstag, 13. August 2005 (Woche 33)/30.06.2005


21.50
            Schätze des Landes
            Der Botanische Garten der Universität Tübingen

    Von der Schwäbischen Alb bis nach Sibirien - ein Besuch im Botanischen Garten in Tübingen ist wie eine Weltreise vor der Haustür. Mehr als zwölftausend Pflanzenarten aus fast allen Lebensräumen der Erde wachsen hier auf einem zehn Hektar großen Gelände. Die Geschichte dieses Botanischen Gartens hat eine lange Tradition. Sie reicht zurück bis zum Medizinalgarten von Leonard Fuchs, der Mitte des 16. Jahrhunderts in Tübingen forschte und als einer der Väter der Botanik und Heilpflanzenlehre gilt - nach ihm wurde die "Fuchsie" benannt. Der heutige, "neue" Botanische Garten auf der Morgenstelle in Tübingen wurde 1969 eröffnet und bietet ein wahres Schaufenster ins Reich der Pflanzen. In ihrem Film stellt Christiane Albus seltene Pflanzen, berühmte Wissenschaftler sowie Geschichte und Gegenwart einer im wahrsten Sinne des Wortes "lebendigen" Institution vor.

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