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24.06.2005 – 14:14

SWR - Südwestrundfunk

SWR-Gremien stimmen Gesamtkonzept für SWR-Klangkörper zu

    Baden-Baden (ots)

Mainz/Stuttgart. Der Rundfunkrat des Südwestrundfunks (SWR) hat am Freitag, 24. Juni, abschließend über die künftige Struktur der SWR- Klangkörper beraten und dem Gesamtkonzept der SWR-Klangkörper mit deutlicher Mehrheit zugestimmt. Eine einjährige intensive Debatte darüber kam heute - auf der Grundlage einer Entscheidungsvorlage des SWR-Intendanten Peter Voß – zum positiven Abschluss. Für das Konzept stimmten 31 Rundfunkratsmitglieder, dagegen 20, 3 enthielten sich der Stimme.

    Das Gesamtkonzept bringt zunächst Einsparungen von bis zu 8 Mio. Euro innerhalb der laufenden Gebührenperiode 2005-2008, die durch Rationalisierungsmaßnahmen und einen maßvollen Planstellenabbau bei den Klangkörpern erreicht werden. Diese Schritte sind die Voraussetzung für noch darüberhinausgehende Einsparungen in den folgenden Jahren und Jahrzehnten.

    SWR-Intendant Peter Voß bekräftigte die damit langfristig angelegte Zukunftsperspektive für die sechs Klangkörper des Senders: „Ich freue mich darüber, dass sich nach dem Verwaltungsrat auch der Rundfunkrat mit klarer Mehrheit für meine Konzeption ausgesprochen hat. Damit geben wir den Musikerinnen und Musikern ein notwendiges, deutliches Signal und unterstreichen die Unumkehrbarkeit der Entscheidung.“ Nach gründlichen Beratungen sei das Ziel erreicht, den Klangkörpern eine programmkonforme, dauerhaft tragfähige Perspektive zu geben,“ sagte Voß.

    Mit diesem Konzept gelinge es dem SWR, seine hochkarätigen Klangkörper und deren Standorte sämtlich zu erhalten, wenn auch zum Teil auf neuer Grundlage und in veränderter Trägerschaft. Der Südwestrundfunk werde in seinem Sendegebiet mit seinen sechs Klangkörpern auch künftig der bei weitem größte Musikproduzent und Musikveranstalter sein und sein anspruchsvolles Profil bewahren. „Die Musikerinnen und Musiker haben jetzt Klarheit für die Zukunft und können sich auf der Grundlage der heutigen Entscheidung konstruktiv einbringen und weiterhin gemeinsam mit der Geschäftsleitung überzeugende musikalische Konzepte entwickeln,“ erklärte Voß.

    Im Rahmen des Gesamtkonzepts zur Sicherung der SWR-Klangkörper soll das SWR Rundfunkorchester Kaiserslautern mit dem Rundfunk- Sinfonieorchester Saarbrücken auf der Basis der mit dem Saarländischen Rundfunk verhandelten Eckpunkte fusionieren. Daraus ergeben sich für die laufende Gebührenperiode Einsparungen von 1,974 Mio. Euro.

    Der neu zu formierende Klangkörper – bislang noch ohne neuen Namen – soll eine Zielgröße von 87 Orchesterstellen und 10,5 Stellen für das Orchestermanagement (Programm, Produktion, Verwaltung) (RSO SB 84 Musiker, 13 Mitarbeiter im Overhead; ROK 45 Musiker, 8,5 Mitarbeiter im Overhead) erreichen und hat seinen Sitz in Kaiserslautern (Produktionsstätte) und in Saarbrücken (Produktionsstätte und Verwaltung). Angestrebt wird ein gemeinsamer Spielbetrieb zur Spielzeit 2007/2008.

    Ferner ist beabsichtigt, für das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, das Experimentalstudio der Heinrich-Strobel-Stiftung und die SWR Big Band Rationalisierungsmaßnahmen umzusetzen und auf diese Weise für die laufende Gebührenperiode Einsparungen in einer Größenordnung von ca. 4,3 Mio. Euro zu erzielen.

    Schließlich wird für das SWR Vokalensemble Stuttgart im Rahmen der normalen Fluktuation und unter Ausnutzung der Möglichkeiten von Vorruhestandsregelungen eine Reduzierung der Planstellen von 36 auf 24 vorgesehen. Dies schließt die Möglichkeit ein, auf der Basis von 2/3-Stellen in der Übergangsphase die Altersteilzeit zu befördern und die an das Vokalensemble gebundenen Stimmen damit deutlich (bis zu 36) über der Anzahl der Planstellen halten zu können. Für die laufende Gebührenperiode ergeben sich dadurch Einsparungen von 0,671 Mio. Euro (worst case) bis 1,855 Mio. Euro (best case).

    Der SWR Verwaltungsrat hatte auf seiner Sitzung am 10. Juni bereits abschließend beraten und dem Konzept einstimmig zugestimmt. Verwaltungratsvorsitzender Dr. Lorenz Menz betonte, dass "dieses Konzept aus der Sicht des Verwaltungsrats eine ausgewogene und verantwortbare Lösung ist, die sowohl den Entwicklungsperspektiven der Klangkörper, als auch den enger werdenden finanziellen Handlungsspielräumen des SWR gerecht wird. Mit dem Gesamtkonzept ist es gelungen, die kulturellen und programmlichen Aspekte mit den Standortfragen und dem Gebot zur Kostenreduktion in eine Balance zu bringen."

SWR-Pressestelle

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Ariane Pfisterer, Tel.: 0711/929-1030.

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