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3. Marler Fernsehpreis für Menschenrechte geht zweimal an Südwestrundfunk „Tatort: Leyla“ und „REPORT MAINZ“ ausgezeichnet

    Baden-Baden (ots) - Baden-Baden/Mainz – Der Südwestrundfunk (SWR) gehört in diesem Jahr gleich zweimal zu den Gewinnern des 3. Marler Fernsehpreises für Menschenrechte. Der von amnesty international im zweijährigen Turnus vergebene Preis geht in diesem Jahr an die Macher des Lena-Odenthal- Tatorts „Leyla“, an den Autor Harald Göckeritz sowie die SWR- Redakteure Melanie Wolber und Thomas Martin, für ihre bewegende Darstellung des Themas Asylsuche in einem Spielfilm. Zudem wird Thomas Reutter, Redakteur von „REPORT MAINZ“, des SWR- Politikmagazins im Ersten, ausgezeichnet. Er wird für seine investigativen Beiträge über Misshandlungen von Kindern und Jugendlichen im irakischen Gefängnis Abu Ghreib geehrt. SWR- Fernsehdirektor Bernhard Nellessen zeigte sich erfreut über die Preise und erklärte: „Die Auszeichnung ist ein Beleg dafür, dass gerade auch in Zeiten zunehmender Verflachung Programme Erfolg haben, die sich intensiv mit den existenziellen Grundlagen des menschlichen Miteinanders befassen.“

    Der preisgekrönte „Tatort“ mit Ulrike Folkerts als Hauptkommissarin Lena Odenthal erhielt den Preis in der Kategorie „Spielfilm national“. Der von Martin Weinhart nach dem Drehbuch von Harald Göckeritz inszenierte Film erzählt von Asylsuchenden, die wegen ihrer prekären Lage zu Opfern krimineller Organhändler werden. Die Jury des 3. Marler Fernsehpreises für Menschenrechte zeichnet Harald Göckeritz und die beiden Redakteure des produzierenden SWR, Melanie Wolber und Thomas Martin, dafür aus, die Vielschichtigkeit des Problems Asyl und des Asylalltags in Deutschland zum Thema in einem Spielfilm gemacht zu haben. „Leyla“ hatte bei seiner Erstausstrahlung im Jahr 2003 6,89 Mio. Zuschauer und zeigte Lena Odenthal angesichts der Not illegaler Einwanderer als engagierte und mitfühlende Ermittlerin.

    Der Preisträger in der Kategorie „Nachrichten Ausland“, Thomas Reutter, ist Mitglied der Redaktion von REPORT MAINZ. Nach intensiven Recherchen war es ihm gelungen, Belege dafür zu finden, dass im berüchtigten Bagdader Gefängnis Abu Ghreib auch Kinder und Jugendliche von den US-Militärs festgehalten und misshandelt wurden. Nach Insiderberichten sollten inhaftierten Verwandten der Kinder auf diese Weise Geständnisse abgepresst werden – ein klarer Verstoß gegen die Menschenrechte. Reutters Beiträge „Sündenfall Irak – Berichte über misshandelte Kinder im Folter-Gefängnis“ und „Das Eingeständnis – US-Sprecher im Irak bestätigt REPORT- Bericht“ machten damals weltweit Schlagzeilen.

    Der 3. Marler Fernsehpreis für Menschenrechte wird am 21. Mai 2005 im Menhuin-Haus in Marl verliehen.

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