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11.03.2005 – 13:48

SWR - Südwestrundfunk

SWR-Rundfunkrat berät über die Zukunft der SWR-Klangkörper

    Baden-Baden (ots)

Stuttgart. Der Rundfunkrat des Südwestrundfunks (SWR) hat sich in seiner heutigen Sitzung in Stuttgart mit der Zukunft der SWR- Klangkörper befasst. Ausgehend von einer dramatisch sich verändernden rundfunkpolitischen und finanziellen Situation sieht sich der Sender gezwungen, nach erheblichen programmlichen Einschnitten und strukturellen Reformen auch die Strukturen seiner sechs Klangkörper zu überprüfen. SWR-Intendant Peter Voß: „Es geht darum, unter drastisch veränderten Rahmenbedingungen eine langfristig angelegte Zukunftsperspektive für die Klangkörper zu erarbeiten.“ Dabei werde weiterhin das kulturelle Leben im Sendegebiet und darüber hinaus bereichert und geprägt werden. „Wir sind und bleiben der größte Kulturveranstalter im Südwesten“, so Voß.

    Diese Prüfung geschehe vor dem Hintergrund der im SWR notwendigen drastischen Sparmaßnahmen. Es geht um eine realistische Perspektive der Klangkörper auf einem schmaleren, aber dauerhaft tragfähigem Fundament. Voß legte dem Rundfunkrat dazu einen fortgeschriebenen Sachstandsbericht vor, der einen aktuellen Zwischenstand der Prüfungen abbildet und mögliche Entwicklungsperspektiven aufzeigt.

    Im Rahmen eines Gesamtkonzeptes wird u.a. für das SWR Rundfunkorchester Kaiserslautern (ROK) eine Fusion mit dem Rundfunk- Sinfonieorchester Saarbrücken (RSO S) in Erwägung gezogen. Für das SWR Vokalensemble wird eine langfristige Reduktion der Planstellen auf zunächst 24 Stellen erwogen, wobei die Anzahl von 36 Stimmen erhalten und u.a. durch Kooperationen mit anderen Chören das Profil und die musikalische Qualität des Chores gewahrt bleiben sollen. Für das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg (SO) sowie das Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart (RSO) des SWR sind Kostensenkungen durch konsequente Rationalisierung geplant. Auch bei der SWR Big Band und dem Experimentalstudio der Heinrich-Strobel- Stiftung sollen Kosten reduziert werden, indem man andere Finanzierungsmöglichkeiten erschließt. Bis zur Sommerpause sollen – auch im Interesse der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – alle erforderlichen Entscheidungen getroffen werden.

    Hans Lambert, der Vorsitzende des Rundfunkrats: „Jetzt müssen Entscheidungen getroffen werden, die den Bestand der Klangkörper sichern. Es geht um zukunftsorientierte Lösungen. Dabei sollte für uns im Vordergrund stehen, dass die festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Klangkörpern wissen, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben wird. Das ist ein wichtiger sozialer Aspekt bei der derzeit hohen Arbeitslosigkeit in unserem Land, der oft nicht genug Beachtung findet.“

SWR-Pressestelle

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Ariane Pfisterer, Tel.: 0711/929-1030

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