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15.02.2005 – 16:22

SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR) Programmhinweise von Mittwoch, 23.02.05 (Woche 8) bis Freitag, 4.03.05 (Woche 9)

    Baden-Baden (ots)

Mittwoch, 23. Februar 2005 (Woche 08)/15.02.2005

    Geändertes Programm nur für SR beachten!


9.00    (VPS 8.59)
            Live aus dem Landtag des Saarlandes

(bis 13.15 - weiter wie mitgeteilt)

Mittwoch, 23. Februar 2005 (Woche 08)/15.02.2005


21.00
            (VPS: 20.59)
Südwest extra: Bush in Mainz
            Der Deutschlandbesuch des amerikanischen Präsidenten
            Eine Reportage von Ulla Fiebig und Alexander Knecht

    Höchste Sicherheitsstufe in und um Mainz, Hochspannung bei Protokoll, Polizei und der Politik. Ausnahmezustand in der Landeshauptstadt. Der amerikanische Präsident trifft bei seinem ersten Deutschlandbesuch nach seiner Wiederwahl Bundeskanzler Schröder im Mainzer Schloss. Mit Spannung schaut die Weltpresse auf diesen Tag. Ist dies endlich die Wende im angespannten deutsch- amerikanischen Verhältnis? Ist dies nach dem Zerwürfnis beider Seiten über den Irak-Krieg der Neuanfang einer konstruktiven Zusammenarbeit? Wie erleben die Mainzer diesen Tag, an dem nichts "normal" läuft in ihrer Stadt? Wie funktioniert die Arbeit der Polizei, des Protokolls hinter den Kulissen der großen Politik? Ulla Fiebig und Alexander Knecht mit einer Tagesreportage über die Vorbereitungen und den Tag selbst, an dem George W. Bush und Gerhard Schröder in Mainz große Politik machen.

Freitag, 4. März 2005 (Woche 09)/15.02.2005

    22.00 Nachtcafé Gäste bei Wieland Backes Diagnose Krebs - Wieviel Hoffnung gibt es?

    Die bitteren Fakten sind bekannt: Krebs ist die zweithäufigste Todesursache. Jährlich fordert die Krankheit über sechs Millionen Menschenleben und allein in Deutschland erkranken pro Jahr 330.000 Menschen an Krebs. Jeder gesunde Mensch trägt zwischen 100 und 100.000 Krebszellen in sich, und niemand kann sagen, ob und wann es ihn erwischt. Fakt ist aber auch: Je früher ein Tumor erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Trotzdem gehen nur die Wenigsten zu Vorsorgeuntersuchungen. Sie verschließen lieber vor der Gefahr die Augen. Die Krebsforschung macht Fortschritte, dennoch gewinnt nur jeder zweite Patient den Kampf gegen den Krebs. Und lautet die Diagnose tatsächlich "unheilbar", greifen viele nach jedem Strohhalm und erhoffen sich Hilfe von alternativen Therapien. Doch deren Wirkung ist umstritten. Was weiß man über die Ursachen der unheimlichen Krankheit? Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Ernährung und Krebs? Wie übersteht man die Zeit der Chemotherapie? Wie "positiv" muss man denken, wenn die Ärzte einen schon aufgegeben haben? Welche Chancen haben alternative Methoden? Und wie lebt es sich mit der ständigen Angst, der Krebs könnte nach seiner Heilung wiederkommen? Wie können Angehörige helfen, die wissen, dass es keine Hoffnung mehr gibt?

    Die Gäste:

    Jörg Hildebrandt weiß, was das Prinzip Hoffnung bedeutet: Er hat seine Frau, die SPD-Politikerin Regine Hildebrandt, in den fünf Jahren von der Diagnose "Krebs" bis zu ihrem Tod begleitet. Ihr Lebenswille war bis zuletzt ungebrochen: Noch eine Woche vor ihrem Tod wurde sie, von der Krebserkrankung gezeichnet, auf dem SPD- Parteitag in Nürnberg mit dem besten Ergebnis aller Kandidaten wieder gewählt. Jörg Hildebrandt verfolgte jede Minute am Fernseher: "So habe ich den ganzen Tag verfolgen können, wie es ihr geht. Ich habe gesehen, wann sie zu spät kam und wusste: Heute ist sie mal wieder nicht aus dem Bett gekommen. Aber sie wollte es unbedingt noch mal alleine schaffen."

    Auch bei Elfi Scho-Antwerpes stimmte die Prognose des Arztes wenig hoffnungsfroh, als Darmkrebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert wurde. "Machen Sie etwas aus dem Rest Ihres Lebens" - die lapidaren Worte klangen ihr im Ohr, als sie beschloss ihr Leben zu ändern. Sie trennte sich von ihrem untreuen Ehemann, zog mit beiden Kindern in eine eigene Wohnung und stürzte sich in Arbeit. Seit vier Jahren lebt die Kölner Bürgermeisterin mit der Krankheit, die inzwischen zum Stillstand gekommen ist.

    Für den Arzt Prof. Gerhard Ehninger ist die Art und Weise, wie Ärzte ihren Patienten die Krebsdiagnose vermitteln, entscheidend dafür, wie der Patient mit der Krankheit umgehen kann: "Ungeachtet der Therapiemöglichkeiten muss ich für den Patienten da sein und ihn ernstnehmen". Damit noch mehr Patienten Hoffnung auf Heilung haben können, hat der Krebsmediziner Anfang der 90er Jahre die DKMS - Deutsche Knochenmarkspenderdatei - mitgegründet. Dank dieser visionären Idee konnte fast 7.000 Menschen neue Lebenshoffnung geschenkt werden.

    Christa Maar hat sich das Thema Krebsvorsorge und Früherkennung zur Lebensaufgabe gemacht. Ihr Sohn Felix Burda starb vor vier Jahren an Darmkrebs. Wegen diffuser Bauchschmerzen war der knapp 30-jährige Vater zweier Kinder zum Arzt gegangen und bekam die niederschmetternde Mitteilung: Darmkrebs im Endstadium. Als besonders bedrückend empfindet Christa Maar die Vorstellung, dass ihr Sohn noch leben könnte, wenn die Krankheit früher entdeckt worden wäre. Um möglichst viele Menschen vor dem gleichen Schicksal zu bewahren, hat sie die nach ihrem Sohn benannte "Felix-Burda- Stiftung" gegründet. "Wir wollen mit aller Energie dafür sorgen, dass die Leute gar nicht erst Darmkrebs bekommen."

    Die 26-jährige Alexandra Künster wurde bereits in jungen Jahren mit Krebs konfrontiert. Ein bösartiger Tumor im Schienbein wurde bei ihr entdeckt als sie gerade 15 Jahre alt war. Aber das lebensfrohe Mädchen nahm den Kampf gegen die Krebserkrankung auf und trotzte den Nebenwirkungen der Behandlung mit kindlichem Optimismus. Heute ist sie gesund und weiß, weshalb sich das Kämpfen gelohnt hat: Alexandra Künster ist inzwischen dreifache Mutter.

    Auch Timm Ohrt war unerschütterlich in seinem Glauben an sich selbst, als bei ihm Prostatakrebs festgestellt wurde. Der selbstständige Architekt ging sogar so weit, dass er sich dem schulmedizinischen Rat seines Arztes widersetzte, der ihm ohne Operation binnen Jahresfrist den Tod prognostizierte. Der 63-jährige sagte den Operationstermin ab, griff zu alternativen Mitteln, und das Unglaubliche passierte: Der Tumor verschwand. Seit sechs Jahren lebt Timm Ohrt nun beschwerdefrei und gibt sich selbstbewusst: "Glück hatte ich schon, aber ich habe auch eine Menge dafür getan."

    An der Bar:

    Hinter Christiane und Thomas Gamer liegen harte Zeiten. Fast ein Jahr lang war der 15-jährige Christoph in Behandlung, nachdem Ostern 2003 ein bösartiger Oberschenkel-Tumor mit Lungenmetastasen festgestellt wurde. Von heute auf morgen wurde das Leben der Familie auf den Kopf gestellt, und der Alltag spielte sich auf der Kinderkrebsstation ab: Christophs Mutter hat ihren Beruf aufgegeben, um Tag und Nacht bei ihrem Sohn sein zu können, und auch der Vater verbrachte jede freie Minute am Krankenbett. Gemeinsam haben sie es geschafft - seit einem halben Jahr ist Christoph wieder gesund und wird im Herbst eine Ausbildung als Großhandelskaufmann beginnen.

SWR-Pressestelle

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Wolfgang Utz, Tel.: 07221 / 929 - 2785.

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