SWR - Südwestrundfunk

Südwestfernsehen Programmhinweise von 21. Januar 2005 (Woche 03) bis 04. März 2005 (Woche 09) Baden-Baden (ots) -

    Baden-Baden (ots) - Freitag, 21. Januar 2005 (Woche 03)/05.01.2005 Textergänzung!


12.30
            Landpartie (16)
Dithmarschen
    Erstsendung in NDR: 19.10.2003

    Die Landpartie ist diesmal unterwegs in Dithmarschen.

    Dienstag, 25. Januar 2005 (Woche 04)/05.01.2005 Textergänzung!

Für Rheinland-Pfalz


18.05      Hierzuland
Schweighofen - ein Ortsporträt
Ein Film von Hermann Götz

    Ein großer Teil der Gemarkungsgrenze Schweighofens ist gleichzeitig Bundesgrenze: Schweighofen liegt direkt an der Grenze zu Frankreich. Jahrhundertelang gehörten Schweighofen und das heute französische Altenstadt zusammen. Das war so mindestens seit 1311, als Schweighofen zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. Und es dauerte bis 1794. Da waren beide Gemeinden französisch. Nach Verhandlungen wurde Schweighofen dann zunächst von den Österreichern übernommen, 1815 dann von Bayern. Schweighofen ist Grenzgemeinde. Im Ortsteil Neuhof verlief die Grenze mitten durch eine Scheune. Und bis vor wenigen Jahren gab es auch noch einen Schlagbaum. Heute bemerkt man es kaum, ob man nun gerade in Deutschland oder in Frankreich ist. Auch der Flugplatz wird von Deutschen und Franzosen genutzt. Er gehört teilweise zu Schweighofen und teilweise zum französischen Städtchen Wissembourg, früher Weißenburg. Der Flugplatz hat Schweighofen in der gesamten Region bekannt gemacht. Den Namen "transportiert" auch ein Busunternehmen über die Dorfgrenzen hinaus. Es betreibt mit 20 Bussen Linienverkehr in der Region und bei der ein oder anderen Reise geht es noch weiter hinaus. Außerdem sind in Schweighofen mehrere Künstler und ein Puppentheater zu Hause. Das Dorf mit seinen 560 Einwohnern ist landwirtschaftlich geprägt. Von den mehr als 1.000 Hektar Gemarkung sind die meisten Flächen Weidegebiete für Rinder, Schafe und Pferde. Es gibt noch einige landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe. Obst wird entweder gebrannt oder - wie auch der Wein - ab Hof direkt vermarktet.

    Donnerstag, 3. Februar 2005 (Woche 05)/05.01.2005 Textergänzung!


12.30
            Bilder einer Landschaft
Arkadien - Sehnsucht und Wirklichkeit
Ein Film von Frieder Käsmann
Erstsendung in BR: 14.10.2003

    Seit mehr als 2000 Jahren verherrlichen Künstler Arkadien als irdisches Paradies, als goldenes Zeitalter. Aber kaum einer von ihnen hat das wirkliche Arkadien je gesehen. Jene Landschaft auf dem Peloponnes in Griechenland, die dem Sehnsuchtsort seit alters ihren Namen leiht. Frieder Käsmann und sein Team haben das wirkliche Arkadien besucht: ein armes Land, Hirtenland bis heute, noch kaum entdeckt von Reisenden. Der Film erzählt von dunklen Mythen und vom Alltagsleben in halbverlassenen Bergdörfern und entlegenen Klöstern, begleitet die Arkader bei der Arbeit und bei ihren Festen. Er erzählt von den Menschenopfern der Antike, von der spektakulären "Judasverbrennung" an Ostern und den alten Tänzen, die hier getanzt werden wie eh und je. Es ist nicht das Arkadien der Bilder von Tizian, Poussin und Watteau - aber zum Ort der Sehnsucht taugt auch das wirkliche Arkadien, eine der reizvollsten und ursprünglichsten Regionen Griechenlands.

    Donnerstag, 3. Februar 2005 (Woche 05)/05.01.2005 Textergänzung!


13.15
            Lebenslinien
Fredl Fesl: I bin wia i bin
Ein Film von Tom Fleckenstein
Erstsendung in BR: 17.03.2003

    München, Mitte der 70er Jahre. Ein junger Mann, chronisch knapp bei Kasse, mogelt sich bei Konzerten umsonst in die Münchner Musik- Kneipe "Song-Parnass" in der Einsteinstraße. Sein Trick klappt immer: Mit einer Gitarre auf dem Rücken gibt sich der junge Mann als Musiker aus. Eines Abends fällt ein Auftritt aus und der Wirt bittet ihn einzuspringen. Dass er damals nur zwei Stücke beherrscht, den "Saubärgrunzer" und den "Fensterstockhias", scheint für das Publikum kein Problem zu sein. Mit seiner schräg-komischen Art gewinnt er die Leute im Handumdrehen und sie liegen vor Lachen unter den Tischen. Er bleibt nicht lange ein Geheimtipp: Fredl Fesl, der Mann aus Grafenau im Bayerischen Wald, wird als eigensinniger Barde schnell zum Star in der Münchner Kleinkunstszene und wichtiger Vorreiter des bayerischen Musikkabaretts. Trotz des großen Erfolgs lässt sich der gelernte Kunstschmied und Ex-Gewichtheber nie von Managern "stylen" oder von ihm fremden Interessen einspannen: "Mich muss man nicht machen, i bin so wia i bin." Sein ganzes Leben kennzeichnet, dass er einer ist, der sich nicht verbiegen lässt - nicht vom Elternhaus, nicht in der Schulzeit, die mit einem Rausschmiss endet. Genauso wenig in seiner Lehrzeit als Kunstschmied noch während des Wehrdienstes, wo er bald zum hintergründigen Spaßvogel bei der Gebirgstruppe wurde. 30 Jahre später ist es um Fesl stiller geworden, er ist zwar noch da und gibt jährlich etwa 30 Konzerte, doch muss er mit den Kräften haushalten . Bei Fredl Fesl wurde die Parkinson'sche Krankheit diagnostiziert. Beim Gitarrespielen haben die Finger auf einmal nicht mehr das gemacht, was er wollte. Doch auch die als unheilbar geltende Krankheit wird Fredl Fesl nicht verbiegen. Er verfällt nicht in Selbstmitleid wegen seiner Krankheit, sondern versucht, das Beste daraus zu machen. Er sagt, er habe so viel Schönes erlebt im Leben und Glück gehabt, vielleicht gleiche sich das irgendwie aus. Und von sich sagt der stets hintergründige Fredl Fesl: "Wenn ich nicht so bescheiden wäre, wäre ich vielleicht sogar ein bisschen stolz auf mich. "

Dienstag, 8. Februar 2005 (Woche 06)/05.01.2005

    Ergänzung im Untertitel beachten!

12.15    Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht Traditionelle Gemeinschaftssitzung des Mainzer Carneval-Vereins, des Mainzer Carneval Clubs, des Karneval-Clubs Kastel und des Gonsenheimer Carneval-Vereins Sitzungspräsident: Werner Böttner Erstsendung: 04.02.2005 Das Erste


Donnerstag, 10. Februar 2005 (Woche 06)/05.01.2005
                          Textergänzung


12.30
            Bilder einer Landschaft
Vom Latemar zum Rosengarten
Ein Film von Hans-Dieter Hartl
Erstsendung in BR: 01.10.2004

    Der Film führt in eines der schönsten Gebiete der Dolomiten. Bereits im 12. Jahrhundert wurde der Latemar als Grenze zwischen den Fürstbistümern Brixen und Trient in Urkunden genannt. Seit 1919 verläuft die Grenze zwischen den Provinzen Trient und Südtirol über die Bergkämme und Spitzen des Rosengarten und der Latemar-Gruppe.

    Das waldreiche Mittelgebirge oberhalb des Eisacktales wird im Norden vom Schlern begrenzt - dem Wahrzeichen Südtirols. Unmittelbar daran reiht sich die Rosengartenkette. Natürlich waren Engländer die ersten Touristen und Gipfelstürmer, die im 19. Jahrhundert durch das Tiersental heraufkamen. Mit dem Bau des Karer-Grand-Hotels, das Gäste aus der ganzen Donaumonarchie beherbergte - darunter auch die österreichische Kaiserin Elisabeth - wurde das Gebiet rund um den Karerpass weltberühmt. Die Latemar-Gruppe, das Weiss- und das Schwarzhorn, die Bletterbachschlucht und Südtirols bedeutendster Wallfahrtsort "Maria Weißenstein" runden das Bild dieser vielseitigen Landschaft ab.

    Wenn in St. Cyprian in Tiers die Vajolett-Türme rot aufglühen, ist es Zeit für die traurige Geschichte vom kleinen König Laurin. Besiegt und gedemütigt verfluchte er seinen Rosengarten: Weder bei Tag noch bei Nacht sollte jemand seinen Rosengarten sehen. Doch die Dämmerung hatte er vergessen.

    Donnerstag, 10. Februar 2005 (Woche 06)/05.01.2005 Textergänzung!


13.15
            Lebenslinien
Die Schwabinger Gisela - Ich bin ein ungelernter Mensch
Ein Film von Peter Wortmann
Erstsendung in BR: 28.04.2003

    Obwohl im Rheinland geboren und aufgewachsen, kann man von ihr - wie wohl von kaum jemand anderem - mit Fug und Recht sagen: Sie ist eine echte Schwabingerin. Gisela Jonas-Dialer kennt kaum jemand. Die "Schwabinger Gisela" aber ist immer noch berühmt. Hört man heute die Chansons, die vor 50 Jahren Verehrer aus aller Welt nach Schwabing lockten und die Tugendwächter auf den Plan riefen, kann man nichts Skandalöses mehr entdecken. Liebenswürdig, sehr unterhaltsam und eine kleine Spur frivol - mehr ist da nicht. "Der Nowak" , das berühmteste aller berühmten Gisela-Chansons, war übrigens nie verboten. 1960 bescheinigte ein Münchner Richter der Sängerin und Wirtin, sie sei "eine gebildete Dame mit stark unzüchtigem Charakter" - und sprach sie dann frei.

    1999 lud die Stadt München zu ihrem 70. Geburtstag ein und die Festrede hielt der Oberbürgermeister. Angefangen hatte alles 1949 im "Mutti-Bräu" in Schwabing, wo die blutjunge Gisela als Mädchen für alles jobbte, nachdem sie vor der kleinstädtischen Enge ihrer Heimatstadt nach München, in ihre Traumstadt, geflüchtet war. Mit Liedern von Zarah Leander hatte sie im Mutti-Bräu ihre ersten Auftritte als Sängerin. Am 1.12.1952 eröffnete sie ihre eigene Kneipe. "Das alte Schwabing", schwärmen noch heute viele ihrer Verehrer, "war da, wo Gisela ihr Lokal hatte." "Die Schwabinger Gisela" und ihre Chansons waren bald weit über Deutschland Grenzen hinaus bekannt. Zu ihren Gästen zählten viele Stars wie Gert Fröbe und Maria Callas. 1965 heiratete Gisela einen Tiroler Bauernburschen, Luis Dialer. Zehn Jahre hielt er es mit ihr in Schwabing aus, dann gab sie seinem Drängen nach, zog mit ihm in die Provinz und wurde Gastwirtin in Dinkelsbühl. So bekannt die "Schwabinger Gisela" war und immer noch ist, so wenig weiß man über die Privatperson Gisela Jonas-Dialer. Ihr Leben war aufregend, aber ganz anders, als man es von einer Frau erwartet, die in den 50er und 60er Jahren mit ihren Chansons Schlagzeilen machte.

    Donnerstag, 10. Februar 2005 (Woche 06)/05.01.2005 Textergänzung!

Für Rheinland-Pfalz


18.15
            Die Reportage
            Aufbau West
            Ost-West-Pendler in Rheinhessen
            Reportage von Ingmar Trost

    Seitdem die Misere am (ost-)deutschen Arbeitsmarkt kein Ende nimmt, sind Montag morgens die Autobahnen voll. Es geht von Ost nach West. Auch noch im Jahr 15 nach dem Mauerfall. Fünfhundert Kilometer Fahrt zur Arbeit sind für einen Berufspendler keine Seltenheit - einfache Strecke, versteht sich. Gute Zimmerer, Maurer oder Maler sind im Osten vielerorts ohne Chance auf dem Arbeitsmarkt, im Westen werden sie durchaus noch gesucht. Meist fahren sie mitten in der Nacht los, um montags pünktlich um sieben Uhr auf der Baustelle zu sein. Sie schlafen in einfachen Pensionen, die Familie bekommen die Pendler nur am Wochenende zu sehen. Hauptsache Arbeit. Ingmar Trost hat Pendler aus Sachsen-Anhalt und Thüringen eine Woche lang bei ihrem Arbeitseinsatz in Rheinhessen begleitet.

    Freitag, 11. Februar 2005 (Woche 06)/05.01.2005 Textergänzung!


12.30
            Landpartie (18)
            Grafschaft Bentheim
            Erstsendung in NDR: 13.07.2003

Die Landpartie ist diesmal unterwegs in Grafschaft Bentheim Moderation: Heike Götz

Freitag, 11. Februar 2005 (Woche 06)/05.01.2005

    Gäste beachten!


00.00    Literatur im Foyer
            mit Thea Dorn
            Gäste: Christine Eichel, Tommie Bayer, Brigit Vanderbeke

    Donnerstag, 17. Februar 2005 (Woche 07)/05.01.2005 Textergänzung!


12.30
            Bilder einer Landschaft
Die Bernina - Im Festsaal der Alpen
Ein Film von Jürgen Eichinger
Erstsendung in BR: 16.12.2003

    Der Bergbuchautor und große Bernina-Verehrer Walther Flaig prägte das berühmte Bild vom "Festsaal der Alpen". Ein Begriff, der bis heute Synonym und Prädikat für diese ohne Zweifel großartigste Gebirgslandschaft der Ostalpen ist. Auch wenn die Bernina-Gruppe geographisch noch zu den Ostalpen zählt, hat sie in Bezug auf die landschaftliche Schönheit, den gewaltigen Aufbau ihrer Berge und den durchschnittlichen Gipfelhöhen durchaus Westalpen-Niveau. Der Piz Bernina ist mit 4049 Metern der östlichste Viertausender der Alpen. Eiswände, Spalten und Seracs - die großen, oft wild zerklüfteten Gletscher sind charakteristisch für dieses schweizerisch-italienische Grenzgebirge. Namen wie Piz Palü, Diavolezza und Morteratsch erinnern daran, dass in dieser atemberaubenden Kulisse Bergfilmgeschichte geschrieben wurde.

    Doch schon der "Tanzboden des Festsaales" bietet reichlich interessantes und sehenswertes: So fährt hier der höchste Zug Europas, der sog. "Bernina-Expreß", von St. Moritz über den Bernina- Paß nach Tirano im Veltlin. Kenner zählen diese Reise zu den schönsten Eisenbahnstrecken der Welt. Jürgen Eichinger stellt in seiner aufwändigen Dokumentation Menschen vor, die an und von den Bergen der Berninagruppe leben. In einer Landschaft, die ihre Bewohner von jeher mehr inspirierte als durch ihre Kargheit abschreckte. Denn nur so lässt sich die große Zahl der Kulturschätze rund um die Bernina erklären, wie etwa die alten Dörfer im Engadin Stil, die imposanten Grandhotels und seltenen Handwerkskünste.

    Als das optische Aushängeschild des Bernina-Massivs und zugleich unverwechselbares Markenzeichen gilt ein wahr gewordener Traum aus Eis und Schnee: der Biancograt am Piz Bernina. Der wahrscheinlich schönste Eisgrat der Alpen lockt heute jährlich Hunderte von Bergsteigern an. "Die Himmelsleiter" zählt zu den berühmtesten und begehrtesten Anstiegen im ganzen Alpenraum. Mit einzigartigen Stimmungen und Bildern begleitet der Film zwei Bergsteiger bei der Erfüllung ihres alpinen Traums.

    Donnerstag, 17. Februar 2005 (Woche 07)/05.01.2005 Textergänzung!

Für Rheinland-Pfalz


18.05
            Hierzuland
Ungstein - ein Ortsporträt
Ein Film von Gabi Keller

    Ungstein, ein Ortsteil von Bad Dürkheim, ist ein Weinort im Herzen der "Deutschen Weinstraße". Die ersten Winzer in Ungstein waren die Römer - vor rund 2.000 Jahren. Das belegt eine erstaunlich gut erhaltene römische Villa mit Herrrenhaus, Bad und Nebengebäuden. Im dazugehörigen Kelterhaus wurde der Wein noch mit Füßen getreten - Szenen, die bei Weinfesten immer wieder gern nachgespielt werden. Selbst die Kinder der Trachtengruppe fühlen sich den Römern verbunden. Gekleidet wie vor 2.000 Jahren machen ihnen römische Kinderspiele umso mehr Spaß. Heute sind viele Abläufe in der Weinproduktion automatisiert. In der Winzergenossenschaft können so 100.000 Flaschen in kurzer Zeit abgefüllt werden. Etwas gemächlicher geht es bei den Direktvermarktern zu - unter anderem bei den ortsüblichen Weinproben. Probierstuben gibt es viele im alten, gut erhaltenen Ortskern von Ungstein.

    Samstag, 19. Februar 2005 (Woche 08)/05.01.2005 Textergänzung!

Für Baden-Württemberg


19.15
            Landesschau unterwegs
Andere Umstände - Die unterschätzte Kunst der Hebammen
Erstsendung in Südwest BW: 21.02.2004

    Die Zahl der Hausgeburten ging in den 60er Jahren radikal zurück, weil die Krankenkassen die Klinikgeburten bezahlten. Was bis dahin die Regel war, macht heute nur noch 1 bis 2 Prozent der Geburten aus. Dennoch: Hebammen sind für Geburten unerlässlich, ob im Krankenhaus oder zu Hause. Nur bei Kaiserschnitten sind die Geburtshelferinnen außen vor. Diese klinische Methode wurde im letzten Jahrzehnt immer mehr zu einer Art Mode. So ersparen sich Schwangere die Schmerzen einer natürlichen Geburt. Landesschau unterwegs begleitet eine Hebamme, die seit Jahrzehnten eine große Erfahrung mit Hausgeburten hat. Der Film von Andrea Lotter erzählt die Geschichte des Gebärens.


Donnerstag, 24. Februar 2005 (Woche 08)/05.01.2005
                          Textergänzung


12.30
            Bilder einer Landschaft
Das Glatzer Bergland
Erstsendung in BR: 04.11.2003

    Im südwestlichen Polen gelegen, ragt das Glatzer Bergland wie ein Erker hinein in böhmisches Gebiet. Die Landschaft gleicht einem Kessel von etwa 40 Kilometer Durchmesser, der von bewaldeten Gebirgszügen umschlossen ist. Es sind die Hänge der Sudeten. Dazu gehört auch das Heuscheuer Gebirge mit seinem stark zerklüfteten Gestein, aus dem bizarre Gebilde wachsen, Felslabyrinthe, die im Volksmund "wilde Löcher" heißen. Dort liegen die Bäder von Friedrichs Gnaden, Bad Landeck zum Beispiel, wo Friedrich der Große Linderung suchte, wenn ihn die Gicht allzu sehr plagte. Badehäuser sind es, die großen Opern gleichen, die reich an natürlichen Heil- und Mineralwasser sind, das bereits im Mittelalter genutzt wurde.

    Inmitten der Landschaft liegt Glatz/Klodzko mit seiner gewaltigen Festung: errichtet, um die preußische Herrschaft über Schlesien gegen Maria Theresia zu festigen. Von den blutigen Konflikten zwischen Habsburg und Preußen zeugt die Schädelkapelle in Bad Kudowa/Kudowa zdroj. Dort sind die Gebeine von tausenden gefallenen Soldaten jener Zeit zu einem eindrucksvollen memento mori aufgeschichtet. In Albendorf/Wambierzyce liegt das schlesische Jerusalem. Hierher sollten die Menschen kommen, die sich die Pilgerfahrt ins Heilige Land nicht leisten konnten. Das war das erklärte Ziel Daniels Pascharius von Osterberg, der um 1680 mit dem monumentalen Werk begann: dem Nachbau der heiligen Stadt in einem kleinen Ort in Schlesien. Mit über 1.400 Metern ist der Schneeberg der höchste Gipfel im Glatzer Bergland. Es waren Holzfäller, die sich als erste hier niedergelassen haben. Dann hat der Fremdenverkehr eingesetzt, Sanatorien wurden in Wölfelsgrund gebaut, Häuser mit breiten Balkonen und hölzernen Arkaden, ein Zauberberg mitten in Schlesien. Der Film von Peter Solfrank ist eine Entdeckungsreise, die durch Land und Geschichte führt. Durch die Epoche böhmischer Fürsten, die Zeit der Habsburger und der Preussenkönige. Und weiter durch die neuere Geschichte mit ihren düsteren Kapiteln von Krieg und Vertreibung. In eine Gegenwart, die ein Land im Aufbruch zeigt, in dem auch deutsche Spuren wieder gepflegt werden.

    Donnerstag, 24. Februar 2005 (Woche 08)/05.01.2005 Textergänzung!


13.15
            Lebenslinien
Meine Kraft kommt aus der Kindheit
Ein Film von Carla Kilian
Erstsendung in BR: 18.03.2002

    Abschied nehmen hat er früh lernen müssen, der heute 46jährige Lehrer Markus Kengeter. Er war 15 als seine Mutter an Krebs starb, 19 als sein Bruder mit dem Flugzeug abstürzte, 21 als seine Freundin Irene schizophren wurde und in die Psychiatrie kam, und 22 als sein Freund Charly im Drogenrausch aus dem Fenster sprang. Und er war gerade mal 31 als sein Frau ihn verließ und den gemeinsamen Sohn Samuel mitnahm. Er musste seinen biologisch-dynamischen Bauernhof auf der Schwäbischen Alb verkaufen und damit seinen Lebenstraum erst mal begraben. Er schuftete als Knecht auf anderen Höfen und zog wieder weiter. Er arbeitet als Barkeeper in einem Metier, das viele Gefahren für ihn barg und das er deshalb wieder verließ. Abschied nehmen war bei ihm aber auch immer verbunden mit ein wenig stärker werden, an sich arbeiten und sich weiter entwickeln. Nicht zuletzt haben ihn dabei seine Lebensgefährtin Anneliese und seine Ausbildung und Arbeit als Lehrer an einer Rudolf-Steiner -Schule unterstützt. "Und", so sagt er, "meine Kraft habe ich auch aus der Kindheit geschöpft."

    Donnerstag, 24. Februar 2005 (Woche 08)/05.01.2005 Textergänzung!

Für Rheinland-Pfalz


18.05
            Hierzuland
Steinbach am Donnersberg - ein Ortsporträt
Ein Film von Thomas Keck

    Zwischen Steinbach und dem Donnersberg konnte man ihm manchmal begegnen: Helmut Kohl, der Alt-Bundeskanzler, ging bei Steinbach am Donnersberg gern spazieren. Und das aus gutem Grund - schließlich ist die Natur am Donnersberg besonders schön. Das hat auch der Naturschutzbund von Rheinland-Pfalz erkannt und hier einen "Keltengarten" eingerichtet. Auf über sechs Hektar Fläche erlebt der Besucher die Vielfalt der heimischen Flora und lernt das Naturverständnis der Kelten kennen.

    Der "Keltengarten" ist thematisch an das "Keltendorf" angebunden, das auf der anderen Seite von Steinbach liegt und derzeit aus sechs rekonstruierten keltischen Häusern, einem Aussichtsturm und einer Palisade besteht. Die Besucher des Keltendorfes sind - neben den Touristen - häufig die Jugendlichen aus der nahen Jugendherberge. Dort stehen über 100 Betten, vier Tagungsräume und zahlreiche Sport- und Freizeitangebote zur Verfügung - wie eben die Führungen durch das Keltendorf oder den Keltengarten. Aber auch beim Spaziergang in den Ortskern von Steinbach gibt's einiges zu entdecken. Zum Beispiel die Empore in der denkmalgeschützten evangelischen Kirche - sie ist mit Motiven aus dem Alten und Neuen Testament verziert: eine Bilder- Bibel.

    Auch eine Synagoge gab es früher in Steinbach. Doch die wurde abgerissen. Und dort, wo heute der Parkplatz am Bürgerhaus liegt, war einst ein jüdischer Friedhof - ein zweiter jüdischer Friedhof existiert noch immer am Ortsrand.


Freitag, 25. Februar 2005 (Woche 08)/05.01.2005
                                Textergänzung


12.30
            Landpartie (20)
Wismarer Buch
Erstsendung in NDR: 08.08.2004

Die Landpartie ist diesmal unterwegs an der Wismarschen Bucht zwischen Boltenhagen und der Insel Poel. Moderatorin Heike Götz stellt Besonderheiten und Menschen der Region vor. Moderation: Heike Götz

    Samstag, 26. Februar 2005 (Woche 09)/05.01.2005 Textergänzung!


21.50
            Schätze des Landes
Die Matthäuskirche in Pforzheim

    Außen sieht sie mit ihrer gelochten Fassade fast wie eine Lagerhalle aus. Innen aber erwartet den Besucher ein strahlendes Lichterlebnis: die Matthäuskirche in Pforzheim ist eine der bedeutendsten Kirchenbauten der Nachkriegszeit in Deutschland. Der Architekt Egon Eiermann entwarf nicht nur das Gebäude, sondern auch die ganze Inneneinrichtung, von den Stühlen bis zu den Leuchten. Von 1951 bis 1953 erbaut, ist sie aus der Not einer zerbombten Stadt entstanden, buchstäblich aus dem Trümmersplitt der zerstörten Gebäude. Durch den Bombenangriff am 23. Februar 1945 auf Pforzheim starben nicht nur rund 20.000 Menschen, auch sämtliche Kirchen wurden zerstört. Bereits 1948 aber wurde hier der erste Kirchenneubau Deutschlands errichtet, eine sogenannte "Notkirche" mit vorgefertigten Bauteilen. Die Gemeindemitglieder sammelten Trümmersteine, um die Kirche auszumauern. Obwohl diese "Auferstehungskirche" ganz anders wirkt als die Matthäuskirche, zeugen beide Bauten in ihrer Schlichtheit vom damaligen Wunsch nach Umkehr und Neuanfang. Darüber berichten in diesem Film der Architekt Helmut Striffler und andere Menschen, die am Bau der beiden Kirchen beteiligt waren.


Donnerstag, 3. März 2005 (Woche 09)/05.01.2005
                          Textergänzung


12.30
            Bilder einer Landschaft
In den Karnischen Alpen -
Einsame Berge zwischen Kärnten und Friaul
Ein Film von Jürgen Eichinger
Erstsendung in BR: 02.10.2002

    Der Karnische Kamm zieht sich von Toblach über 100 Kilometer fast gradlinig ostwärts bis nach Thörl-Maglern. Das Dreiländereck (Österreich, Italien, Slowenien) markiert das östliche Ende der Karnischen Alpen. Dieses Gebirge besteht aus einer Kette von Kalkbergen und -massiven. Genau auf dem Hauptkamm verläuft die Staatsgrenze zwischen Österreich und Italien. Jürgen Eichinger lässt bei seiner Dokumentation nur Menschen aus der Region zu Wort kommen: ein Bergführer, junge und alte Bergbauern, eine Mutter, ein Oberst und andere erzählen im kernigen aber verständlichen Kärnter Dialekt über ihr Leben und die Besonderheiten dieses bei uns weitgehend unbekannten Gebirgsstocks: Bergsportliche und naturkundliche Aspekte stehen neben kulturellen und wirtschaftlichen Eigenarten des Gebietes. So wird auch das "Tal der hundert Mühlen" besucht. Dabei werden die Probleme und Nöte aber auch die Chancen der Bergbauern in unseren Tagen geschildert. Der Film begleitet Kinder auf ihrem langen und anstrengenden Schulweg in diesen zum Teil sehr abgelegenen Gebirgstälern. Aber auch die traurige Bedeutung der Karnischen Alpen im Ersten Weltkrieg wird angesprochen, und es wird auch gezeigt, warum das Gebiet als "Bilderbuch des Erdaltertums" weltberühmt geworden ist. Der speziellen Geologie der Karnischen Alpen ist es zu verdanken, dass dieses Gebiet heute als ein wahres Blumenparadies mit seltenen Gräsern und Pflanzen gilt.

    Donnerstag, 3. März 2005 (Woche 09)/05.01.2005 Textergänzung!


14.00
            Planet Wissen
Raubkatzen - Jäger auf leisten Sohlen

    Neugierig und verspielt, wild, scheu und mit schier unzähmbaren Charakter: Raubkatzen besitzen viele Wesenszüge. Sie symbolisieren Anmut, Kraft und Schönheit zugleich, werden in vielen Kulturen sowohl verehrt als auch verteufelt. Aber nur wenige Raubkatzen sind wie der indische Königstiger auch als Menschenfresser gefürchtet. Seit Jahrtausenden besiedeln Raubkatzen fast alle Lebensräume. Von den Amur-Tigern in der eisigen Kälte Sibiriens bis hin zu den Löwen, Leoparden und Geparden der Savanne Afrikas - alle Raubkatzen besitzen eine Eigenschaft: Sie sind elegante und gefürchtete Jäger. Lautlos pirschen sie sich an ihre Opfer an und schlagen dann schnell und erbarmungslos zu. Jagen und Faulenzen - das Leben der Raubkatzen.

    Donnerstag, 3. März 2005 (Woche 09)/05.01.2005 Textergänzung!

Für Rheinland-Pfalz

18.15    Die Reportage Krempel & Co. Wohnungsauflösungen in Mainz Reportage von Michael Schomers

    Wohin mit Möbeln und all den Sachen, die sich in Jahren und Jahrzehnten in Haus und Keller gesammelt haben? Wohin mit der alten Couchgarnitur, der Schrankwand oder der Küche? Die Fragen stellen sich, wenn ein Haushalt oder sogar ein ganzes Haus aufgelöst werden muss, weil Eltern oder Großeltern ins Pflegeheim gehen oder gestorben sind oder wenn man sich neue Möbel gekauft hat.

    In den Anzeigenblättern bieten gewerbliche und gemeinnützige Unternehmen ihre Dienste bei Haushaltsauflösungen und Entrümpelungen an. Möbel, die noch zu verwerten sind, werden in Second-hand-Läden an Bedürftige verkauft, alles andere kommt auf den Sperrmüll. Die Arbeit der Entrümpler ist nicht einfach, oft haben sie es mit den persönlichsten Dingen zu tun, denn mit jeder Haushaltsauflösung endet immer auch die Geschichte einer Frau oder eines Mannes, einer Familie oder einer Generation. Ein heißumkämpfter Markt, der immer größer wird, denn die Armut in Deutschland wächst.

    Freitag, 4. März 2005 (Woche 09)/05.01.2005 Textergänzung!


12.30
            Landpartie (21)
            Nordschleswig / Südjütland
            Erstsendung in NDR: 10.08.2003

Die Landpartie ist diesmal unterwegs in Nordschleswig / Südjüdland Moderation: Heike Götz


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