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02.11.2004 – 16:22

SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR) Programmhinweise von Freitag, 5.11.04 (Woche 45) bis Sonntag, 5.12.04 (Woche 50)

    Baden-Baden (ots)

Freitag, 5. November 2004 (Woche 45)/2.11.2004


22.00
            Nachtcafé
            Gäste bei Wieland Backes
            "Patient Deutschland"

    Voraussichtliche Gäste:

    Der Zustand ist zugegebenermaßen kritisch: Der Patient Deutschland liegt im ökonomischen und politischen Starrkrampf. Ein verschuldeter Staat auf der Suche nach dem Allheilmittel. Während es für die Menschen in den Jahrzehnten nach dem Krieg nur aufwärts ging, kämpfen die Leute heute mit steigenden Arbeitslosenzahlen, vernachlässigter Bildung, ungenügendem Wachstum, unsicheren Renten, unbezahlbarer Gesundheit, unproduktiver Bürokratie und erdrückenden Steuern. Die Menschen sind voller Existenzängste, suchen verzweifelt einen Schuldigen und gehen auf die Straße, um sich gegen geplante Reformen zu wehren. Doch es werden zunehmend andere Stimmen laut: Sie fordern aufgekrempelte Ärmel und Mut, die Probleme anzupacken, um die Durststrecke zu überwinden. Ein Stimmungsruck geht durch die Bevölkerung. Begonnene Reformen beginnen zu greifen. Durchhalten statt Jammern ist angesagt. Die Politik scheint ihre Glaubwürdigkeit allmählich zurück zu gewinnen, indem sie den Wähler mit unangenehmen Wahrheiten konfrontiert. Ist der Patient Deutschland ein notorischer Hypochonder? Oder sind wir jetzt endlich bereit, bittere Pillen zu schlucken, damit es uns besser geht? Akzeptieren wir, dass wirksame Medizin ihren Preis hat? Oder verlassen wir uns zu sehr auf Vater Staat? Geht uns Besitzstandswahrung über das Allgemeinwohl?

    Die Gäste: Der Schauspieler Udo Wachtveitl kann die Jammerei der Deutschen nicht mehr hören. Für ihn ist Deutschland mehr als nur ein Wirtschaftsstandort - wichtig ist für ihn auch Bildung, Kultur und soziale Zuwendung. Er vermisst Optimismus, Eigeninitiative und Engagement bei jedem Einzelnen. Ohnehin glaubt er nicht, dass Geld die Lösung aller Lebensprobleme ist. "Wir haben das Prinzip der fürsorglichen Vernachlässigung. Man denkt, mit Geldzuwendungen für sozial Schwache könne sich der Staat aus der Verantwortung stehlen."

    Susanne Birkenstock ist eine Frau der Tat. Sie hat die leicht angestaubten "Birkenstock-Ökotreter" zum "Must have" der amerikanischen Prominenz wie Julia Roberts und Madonna gemacht. Inzwischen ist Susanne Birkenstock selbständig und zeigt mit ihrem neuen Unternehmen SB, wie man mit innovativen Ideen in schwierigen Zeiten Erfolg haben kann. Der erste Top-Seller der Jungunternehmerin, ein Anti-Cellulite-Schuh, ist seit Mai auf dem Markt. "Was vielen Managern fehlt, ist die Identifikation mit dem Produkt - wenn man weiß, was der Kunde wünscht, dann hat man auch Erfolg!"

    Solche Frauen braucht das Land, findet Fredmund Malik. Der Management-Berater und Wirtschaftsprofessor hält den deutschen Standort für völlig unterschätzt. Er glaubt, die Deutschen reden sich die Krise selber ein. Als Berater von Firmen wie Sony, RWE und BMW sieht er das Potential im Land: "Die Deutschen sind stark im langfristigen Denken und Handeln, im Durchstehen von schwierigen Zeiten."

    Bernd Thomas Lerche hat mit seinem Familienunternehmen - dem Radio- und Photohaus Lerche - die Krise nicht überstanden. Dem ehemals größten Schallplattenhändler Süddeutschlands machten Discountmärkte, Angstsparen und hohe Innenstadtmieten den Garaus. Bitter war für den heute 54-Jährigen, dass er den Niedergang seines fast 50 Jahre alten Traditionshauses, das sein Vater aufgebaut hat, mit ansehen musste. "Ich habe auf dem Arbeitsmarkt keine Chance, weil ich zu alt bin."

    Solche Fälle sind das tägliche Brot von Thomas Heinle, Deutschlands erfolgreichstem privaten Arbeitsvermittler. Heinle versteht sich als Vermittlungscoach, der Arbeitslose zu ihren Stärken führt, unabhängig von ihrer Ausbildung - damit hat er in München zu 83,4% Erfolg. Vor knapp einem Jahr ging er nach Mecklenburg-Vorpommern, dem Landkreis mit der höchsten Arbeitslosenquote, und wendet dort sein Konzept an. "Jeder Arbeitslose trägt einen Traum in sich - den muss man wecken, dann klappt auch der Job."

    Karin Bader arbeitet seit 19 Jahren beim traditionellen Eisenbahnhersteller Märklin. Da Märklin Teile der Produktion in Billiglohnländer verlagern will, ist ihr Job in Gefahr. Märklin ist ihr Leben, die Firma konnte sich immer auf die 40-Jährige verlassen, und sie versteht nicht, warum ihre Kompetenz plötzlich nicht mehr gefragt sein soll. "Falls ich meinen Job verliere, weiß ich nicht, wie es weitergehen soll", klagt die alleinerziehende Mutter.

    An der Bar: "On y va" - Los gehts - dachte sich Thomas Ajang nach monatelanger Arbeitslosigkeit. Kurzerhand gründete der gelernte Erzieher die gleichnamige Ich-AG. Seit Januar verkauft er auf Kieler Wochenmärkten französische Erzeugnisse. Wie viele Ich-AG-Betreiber, so improvisiert auch Thomas Ajang: Die Vertriebswege von luftgetrockneter Salami, Honig & Co. sind bisweilen abenteuerlich. Doch trotz seines hohen Engagements ist der "Franzose aus Kiel" noch weit davon entfernt, schwarze Zahlen zu schreiben.

Dienstag, 30. November 2004  (Woche 49)/2.11.2004


23.00
            SÜDWEST EXTRA
            Ökumenische Eiszeit?
            Gäste: Kardinal Lehmann und Bischof Huber
            Gesprächsleitung: Ute-Beatrix Giebel

    Der Streit um das gemeinsame Abendmahl erhitzt die Gemüter. Was seit Jahren vielfach in Gemeinden praktiziert wurde, wird nun zum öffentlichen Streitfall und offiziell geahndet. Protestanten besinnen sich zunehmend auf ihre Traditionen. Römische Verbotstexte lassen Hoffnungen gefrieren. Der ökumenische Dialog zwischen den christlichen Kirchen wird seit 70 Jahren geführt. Wichtig wurde 1965 der Text des Zweiten Vatikanischen Konzils zur Wiederherstellung der Einheit aller Christen. Seither ist viel gewachsen - unter Fachleuten wie auch vor Ort in den Gemeinden. Der ökumenische Kirchentag 2003 in Berlin war ein vielbeachtetes Zeichen. Doch nun scheint das zuversichtliche Aufeinanderzugehen beendet.

Freitag, 17. Dezember 2004 (Woche 51)/2.11.2004

    Geänderten Beitrag für RP beachten!


18.45    Das war das Jahr 2004 (RP)
            Rheinland-Pfalz im Jahresrückblick

Sonntag, 5. Dezember 2004  (Woche 50)/2.11.2004


14.00
            Landauer Weihnachtscircus
Aufzeichnung vom Dezember 2003
Moderation: Judith Kauffmann

    Clowns, Dresseure, Artisten, Joungleure - auch ein Weihnachtscircus lebt von den klassischen Zutaten unter der Zeltkuppel. Die Landauer Variante besticht nicht zuletzt durch ihre besondere Atmosphäre, wenn die Besucher im weihnachtlich dekorierten Foyer-Zelt ein liebevoll gestalteter Weihnachtsmarkt erwartet. Und bevor sich der Vorhang erstmals hebt, laden Caféwagen und Bistro-Restaurant zu ausgewählten Gaumenfreuden ein. Das SÜDWEST Fernsehen ist vor und hinter den Kulissen dabei. Es werden sowohl festliche Stimmung als auch die interessantesten Programmpunkte der Gala-Vorstellung in die Wohnzimmer gebracht. Unter anderem treten Clown Totti Alexis, Hochseilartist Vladimir Rodenko sowie Rosi Hochecker mit Hundedressur und "Pferde-Komödie" auf.

ots-Originaltext: SWR - Südwestrundfunk

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