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24.03.2004 – 16:26

SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR) Programmhinweise von Freitag, 26.03.04 (Woche 13) bis Donnerstag, 1.04.04 (Woche 14)

Baden-Baden (ots)

Freitag, 26. März 2004 (Woche 13)/24.03.2004
22.00 Nachtcafé Gäste bei Wieland Backes Bloß kein Rosenkrieg -
Wie trennt man sich richtig?
Wenn die Liebe geht, bleibt häufig nur der Hass. Wer das Gefühl
hat, gekränkt, betrogen und zurückgewiesen worden zu sein, viel
Energie vergebens in die Beziehung investiert zu haben, sinnt auf
Rache. Die einstmals Liebenden kämpfen erbittert um Unterhalt,
Wohnzimmereinrichtungen und das Sorgerecht für Kind und Hund. Im
nervenzerfetzenden Rosenkrieg bleibt die gegenseitige Achtung auf der
Strecke. Am Ende stehen die Ex-Partner oft genug vor den Trümmern des
gemeinsamen Lebens und dem finanziellen Ruin. Zwar wird in
Deutschland in etwa jeder zehnten Ehe ein Ehevertrag geschlossen,
aber kein Vertrag kann die seelischen Verletzungen der Kinder
verhindern, deren Eltern sich bekämpfen. Letztendlich profitieren
Anwälte vom Unvermögen, im Frieden auseinander zu gehen. Kann man
sich trennen, ohne den Respekt voreinander zu verlieren? Wie lassen
sich sachliche Fragen unbeeinflusst von der eigenen Wut, Trauer und
Enttäuschung klären? Wie löst man sich nicht nur äußerlich, sondern
auch emotional vom Partner? Und ist die Kunst, schöne Erinnerungen
nicht durch schlechte Erlebnisse der Trennungszeit zerstören zu
lassen, erlernbar? Über diese und andere Fragen diskutiert Wieland
Backes mit seinen Gästen:
Wochenlang lieferten sie sich einen öffentlichen Rosenkrieg,
bezichtigten sich gegenseitig des Seitensprungs, der Lüge und der
finanziellen Habgier - und die Boulevard-Presse nahm dankend an. Nach
mehr als 20 Jahren Partnerschaft trennten sich die Wege von
"Macho-Macho"-Schlagerstar Rainhard und dessen Frau Andrea Fendrich
(46), für viele überraschend, von Knall auf Fall. Zurück blieben die
gemeinsamen Söhne und ein Millionenvermögen mit Immobilien in Wien
und Mallorca - und die Aussicht auf einen jahrelangen Streit vor dem
Kadi. Doch im letzten Moment brachte ein Freund das österreichische
Paar zur Vernunft und schließlich zu einer gütlichen Einigung. Andrea
Fendrichs Bilanz: "Liebe ist ein machtvolles Instrument, aber der
Hass ebenso."
Dass Liebe ungeahnte Kräfte freisetzt, hat Danièle Thoma
eindrucksvoll bewiesen: Nach sechs Jahren Trennung eroberte die 50-
Jährige ihren "Mister RTL" zurück - mit weiblicher List,
Hartnäckigkeit und starken Nerven. Geschickt spielte die Charity-
Lady mit den Gefühlen des ehemaligen RTL-Chefs Helmut Thoma und
seiner Langzeitgeliebten Uta Kunz, verlor nie ein böses Wort, machte
sich statt dessen bei jeder öffentlichen Begegnung schön für ihren
Helmut. Scheidungsschreiben und Hochzeitspläne, die von der
Boulevardpresse angekündigt wurden, ignorierte sie. Schließlich war
für Danièle immer klar, dass sie ihren Mann wieder haben wollte,
denn: "Es war immer noch ein Rest Liebe da zwischen uns!"
Was bei Peter Schilling nach fünf Jahren Ehe übrig blieb, war
tiefe Freundschaft. Er lernte seine Ehefrau Casha Anfang der 90er
Jahre, mitten in einer Lebenskrise kennen: Denn nach dem unerwarteten
Erfolg des Neue-Deutsche-Welle-Songs "Major Tom" folgte der Burn-
Out. Casha, die Liebe seines Lebens, half ihm aus diesem Tief. Doch
nach einigen glücklichen Jahren wandte sich das Blatt: Im Zuge von
Schillings Selbstfindung blieb irgendwann die Ehe auf der Strecke.
Vor vier Jahren entschieden sich die beiden daher, ihre Beziehung zu
beenden. Das Erstaunliche: Bis heute verstehen sie sich blendend und
wohnen immer noch zusammen unter einem Dach. Das Resumée des 48-
jährigen: "Als Mann habe ich Casha eindeutig zu früh getroffen, aber
das Leben ist eben kein Wunschkonzert."
Scheidungsväter drücken sich vor Unterhaltszahlungen und kümmern
sich nicht um ihre Kinder! - "Vorurteil oder Realität?", fragte sich
der Soziologie-Professor Gerhard Amendt in einer groß angelegten
Forschungsstudie und kam zu dem Ergebnis, dass viele Männer ihre
Vaterrolle nach einer Trennung bedroht sehen. Mütter verweigern oft
den Umgang und instrumentalisieren die gemeinsamen Kinder im
Kleinkrieg mit dem Ex-Partner. Für den 64-jährigen Wissenschaftler
liegt die Lösung des Konflikts jedoch im Vorfeld: "Ist unser Auto
kaputt, gehen wir zum Spezialisten in die Werkstatt. Warum gehen wir
nicht zum Spezialisten, wenn die Ehe kaputt ist?"
Wer in der Scheidungssache Dittmayer das "Opfer" ist, kann man
unschwer erkennen: Bei einem Monatseinkommen von rund 14.000 Euro
wollte der Unternehmensberater Stefan seine Ehefrau Corinna Dittmayer
und die beiden Töchter mit einem monatlichen Unterhalt von knapp
1.300 Euro abspeisen. Das hatte er im Ehevertrag seinerzeit so
festgelegt. Doch die 49-jährige Ehefrau hat diesen Vertrag
angefochten - mit Erfolg. Ihr Mann wollte das Gerichtsurteil nicht
akzeptieren und zog vor den Bundesgerichtshof - der Rosenkrieg ging
weiter. Pech für ihn: Auch dort gaben die Richter seiner Geschiedenen
im Februar diesen Jahres Recht. Der vorgelegte Vertrag sei
sittenwidrig. Nach all dem Ärger kann Corinna Dittmayer Eheverträgen
nichts mehr abgewinnen: "Es kann nicht sein, dass die Männer sich mit
solchen Verträgen komplett aus der Verantwortung ziehen."
Der Düsseldorfer Familienrichter Jürgen Soyka würde Paaren gerne
die Scheu vor Eheverträgen nehmen, denn was ihm nahezu täglich an
Streitereien zu Ohren kommt, bewegt den 51-Jährigen oft noch nach
Feierabend: Frauen, die alle Hebel in Bewegung setzen, um ihren Ex-
Männern den letzten Cent aus der Tasche zu ziehen; gehörnte
Ehemänner, die dem Nebenbuhler nachstellen, in der Hoffnung, die
Unterhaltszahlungen zu drücken. Und zwischen den Fronten die Kinder,
die hilflos das Gezerre ihrer Eltern über sich ergehen lassen müssen.
Für Soyka steht fest: "Paragrafen sind in diesem Fall kein
Allheilmittel. Da ist oft die Psychologie gefragt."
Er traute sie und er trennte sie: Pfarrer a. D. Giselher Löffler
gehört für die Musikpädagogin Susanne Storz-Klinkenberg mit zu den
wichtigsten Menschen in ihrem Leben. Mit ihrem Partner stand sie
Anfang der 90er Jahre für das Ja-Wort vor Löfflers Traualtar. Zehn
Jahre später trat das Paar dem 64-jährigen Geistlichen erneut
gegenüber - und gab sein Eheversprechen in einem sogenannten
Trennungsritual zurück. Hinter dem Elternpaar lag bereits eine
Mediation und in der Folge eine gütliche Einigung vor dem
Scheidungsrichter. Für die 44-jährige Karlsruherin war das
Trennungsritual ein "weiterer entscheidender Schritt in den
gemeinsamen Partner-Frieden" und für Giselher Löffler der Beweis
dafür, "dass Rituale nicht nur für Anfänge, sondern auch für
Schlusspunkte ihren Sinn machen".
Freitag, 26. März 2004 (Woche 13)/24.03.2004
23.30   Nachtkultur
Die Kultur-Illustrierte
unter anderem mit folgenden Themen:
Posthume Liebeserklärung - Sohn Sean über Audrey Hepburn Sie war
der Kinostar der 50er und 60er Jahre. An der Seite von Gregory Peck,
Cary Grant und Fred Astaire begeisterte Audrey Hepburn (1929 - 1993)
ein Millionenpublikum. Unvergessen sind ihre Auftritte in "Frühstück
bei Tiffany", "My Fair Lady", "Ein Herz und eine Krone" oder
"Sabrina", mit denen sie sich in die Herzen der Zuschauer spielte.
Ganz nebenbei sorgte Audrey Hepburn mit ihren Hochsteckfrisuren, den
schmalen Couture-Kleidern und ihren Accessoires für neue modische
Trends. 1967 zog sie sich aus dem Filmgeschäft zurück und engagierte
sich schließlich als UNICEF- Botschafterin für humanitäre Zwecke. Am
4. Mai wäre Audrey Hepburn 75 Jahre alt geworden. Anlass für ihren
Sohn Sean, eine Biografie mit vielen bislang unveröffentlichten Fotos
über das Leben und Werk des Weltstars zu veröffentlichen. "Audrey
Hepburn - Melancholie und Grazie" ist im Henschel Verlag erschienen.
Emanzipation auf bengalisch - Debütroman von Monica Ali Ein Hauch
von Curryduft hängt in der Luft, orientalische Klänge überall. In den
Schaufenstern sind bunte Saris ausgestellt. Die "Brick Lane" ist die
Hauptstraße des Londoner Einwandererviertels Tower Hamlets, in dem
Inder, Pakistani und Bengalen wohnen. "Brick Lane" ist auch der Titel
des Debütromans von Monica Ali, die 1968 in Bangladesh geboren wurde
und mit drei Jahren nach England kam, in die Heimat ihrer Mutter. In
dem Roman geht es um die Bengalin Nazneen, die mit 19 Jahren nach
England verheiratet wird. Die arrangierte Ehe mit dem fast doppelt so
alten Chanu erweist sich schnell als trostloses Dasein, in dem Essen
kochen, putzen und der Blick aus dem Fenster den Alltag prägen. Doch
allmählich findet Nazneen Mittel und Wege, um sich Schritt für
Schritt zu emanzipieren. Das "Granta Magazin" wählte die 36-jährige
Autorin im vergangenen Jahr mit ihrem Erstlingswerk in die Liste der
besten britischen Nachwuchsautoren. Jetzt ist "Brick Lane" auch auf
Deutsch erschienen.
Wilde Zeiten - Das Tour-Tagebuch der Rolling Stones Für ihre
legendäre "Tour of the Americas" engagierten die Rolling Stones 1975
den Fotografen Christopher Simon Sykes. Es war eine außergewöhnliche
und überraschende Wahl, denn Sykes war zwar ein bekannter Fotograf
für Gärten und Country Houses, aber im Musikbusiness war er bis dahin
noch nicht in Erscheinung getreten. Doch gerade seine Unerfahrenheit
im Umgang mit den Musikern sollte sich als Glücksfall erweisen. Die
Rolling Stones suchten nach einem frischen, neuen Look für ihr
fotografisches Tour-Tagebuch, und Christopher Simon Sykes erfüllte
diese Aufgabe meisterhaft. Zwei Monate lang hat er die Stones durch
21 US-Staaten begleitet, war bei 45 Konzerten dabei und hat unzählige
Fotos geschossen - sehr persönliche Bilder über Freundschaften,
Streitereien und den ganz normalen Alltag der Rolling Stones. Fast 30
Jahre später gewährt Christopher Simon Sykes jetzt einen Blick in
sein "Unseen Diary" (ungesehenes Tagebuch). Bis 18. April sind 60 der
damals entstandenen Fotografien im NRW-Forum Kultur und Wirtschaft in
Düsseldorf zu bestaunen. Bei der Vernissage hat Sykes außerdem einige
Anekdoten von damals zum Besten gegeben.
Minimalismus im Großformat - Die Fotoarbeiten von Guido Baselgia
"Hier wird der Zustand eines Urkontinentes offenbart, wie in einem
Buch der Erdgeschichte, dessen erste und letzte Seite zugleich
aufgeschlagen ist." (Guido Baselgia). Seine Bilder gleichen fremden
Galaxien und sind doch von unserer Welt. Seit Anfang der 90er Jahre
setzt der Schweizer Fotograf Guido Baselgia bevorzugt menschenleere
Landschaften auf erstaunlich unspektakuläre Weise in Szene. Eine
völlig neue Sichtweise, mit der er seine Antwort auf die immer größer
werdende Bilderflut gibt. Vor drei Jahren hat er auf diese Weise
bereits seine Heimat, das Engadin, fotografiert. Jetzt präsentiert er
sein neues Projekt "Weltraum". Mehrere Jahre lang hat er den Norden
Finnlands und Norwegens zwischen Polarkreis und Barentsee bereist,
und da bei beeindruckende Aufnahmen von Geröllhalden, schroffen
Felsen und vernebelten Wäldern gemacht. Im Kunsthaus Zug stellt der
50-Jährige jetzt die Arbeiten aus. Rund 50 zum Teil großformatige
Bilder einer urgewaltigen menschenlosen Natur.
Dienstag, 30. März 2004 (Woche 14)/24.03.2004
Geänderten Titel beachten!
10.00   Fliege
        Der Kampf um jeden Euro - Wie wir über den Tisch gezogen
werden
Donnerstag, 1. April 2004 (Woche 14)/24.04.2004
Geändertes Thema beachten!
10.00   Fliege
        Sanfte Medizin: Auf der Suche nach alternativen Therapien
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Martin Ryan, Tel.: 07221 / 929 - 2285

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