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27.10.2003 – 14:35

SWR - Südwestrundfunk

Report Mainz Montag, 27.Oktober 2003, 21.05 - 21.45 Uhr im Ersten

    Baden-Baden (ots)

Deutsche Bischöfe unterlaufen Papst-Wort Mehr als die Hälfte der deutschen Bischöfe unterstützt finanziell die Arbeit der Schwangerenkonfliktberatung "Donum Vitae".

    Nach Informationen des ARD-Magazins "REPORT MAINZ" unterstützen 15 von 26 Bischöfe die Arbeit der von katholischen Laien gegründeten Organisa-tion "Donum Vitae" im Stillen über sogenannte "Bischofsfonds". Diese Unter-stützung erfolgt, obwohl der Papst nach einem mehrjährigen Konflikt die Bischöfe zum kompletten Ausstieg aus der Schwangerschafts-konfliktberatung gezwungen hatte. Die jeweiligen Fördersummen, die von den Bischöfen persönlich gewährt werden, fallen sehr unterschiedlich aus. So hatte der frühere Trierer Bischof Hermann Josef Spital in den Jahren 2001 und 2002 insgesamt eine Summe von 32.538.44 DM zur Verfügung gestellt. Sein Nachfolger Bischof Reinhard Marx hatte die Zahlungen dagegen sofort eingefroren.

    Die stillschweigende Förderung der 102 Schwangerschaftskonflikt-Beratungsstellen von "Donum Vitae" ist besonders heikel, da Kardinal Joseph Ratzinger die deutschen Bischöfe noch im September 2003 schriftlich auf einen scharfen Abgrenzungs-Kurs gegenüber "Donum-Vitae" - Mitgliedern verpflichtet hatte. Diese sollten "aus allen kirchlichen Gremien ferngehalten" werden, schreibt Kardinal Ratzinger. "Donum Vitae"-Mitglieder sprechen nun von "Diffamierungen" gegenüber Vorstands-Mitgliedern von "Donum Vitae", die gleichzeitig in der Kirche be-schäftigt sind. Die Gründerin von "Donum Vitae" und saarländische Landes-vorsitzende ihres Vereins, Margret Müller-Kunsmann, sagte gegenüber RE-PORT Mainz: sie empfinde eine "unerhörte Traurigkeit", "dass diese Kirche es nötig hat, wie Systeme zu arbeiten, die mit einer Art Psycho-Terror ihre Leute auf Linie halten muss. Das halte ich für keine gute Zukunft für unsere Kir-che." Die aus Rom erfolgte Abgrenzungs-Anweisung bewertete sie als "ab-stoßend".

    Auch der Limburger Bischof Franz Kamphaus, der sich bis zuletzt gegen die päpstliche Ausstiegs-Aufforderung gewehrt hatte, äußerte gegenüber "REPORT MAINZ" sein Bedauern über die aktuellen Entwicklung: "Es ist mir nicht leicht gefallen, hier auch im Bistum Limburg den Umstieg gewähren zu lassen. Aber der Papst hat das angeordnet - und dann ist es so gekommen. Ich bedaure das," sagte Bischof Kamphaus dem SWR.

Bei Rückfragen rufen Sie bitte REPORT Mainz, Tel.: 06131/929-3351.

Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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