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09.12.2020 – 15:18

SWR - Südwestrundfunk

Illegaler Tierhandel: Affenverkauf auf dem Parkplatz. "Zur Sache Baden-Württemberg!", SWR Fernsehen Baden-Württemberg

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Handel mit exotischen Haustieren: Braucht Baden-Württemberg strengere Gesetze? Außerdem: Nächtliche Ausgangssperren: sinnvoll oder Augenwischerei? Zur Sache Baden-Württemberg!", 10. Dezember 2020, SWR Fernsehen Baden-Württemberg. Weitere Informationen unter https://www.presseportal.de/nr/7169

Stuttgart (ots)

Das landespolitische Magazin "Zur Sache Baden-Württemberg!" live am 10. Dezember 2020 um 20:15 Uhr im SWR Fernsehen Baden-Württemberg / Moderation: Stefanie Germann

Ein Mann aus dem Nordschwarzwald bietet auf einem Internetportal einen streng geschützten Weißhandgibbon zum Verkauf an. "Zur Sache" nimmt gemeinsam mit der Tierschutzorganisation PETA Kontakt mit dem Exotenhändler auf. Schnell wird klar: Das Tier wird in einem viel zu engen Käfig gehalten, außerdem mit zuckrigen Fruchtsäften und Keksen gefüttert. Auf einem Supermarktparkplatz bietet er unseren Reportern den Affen schließlich an. 13.000 Euro will er haben. Die Polizei stoppt das Geschäft und führt den Händler in Handschellen ab, das Tier wird ihm abgenommen. Ein Extremfall - doch die gesetzlichen Regelungen zur Haltung exotischer Haustiere sind in Baden-Württemberg vergleichsweise locker, der Trend ungebrochen, auch, weil es so einfach ist, die Tiere zu kaufen. Doch viele Halter übernehmen sich mit Echse, Chamäleon und Co. - und setzen sie aus. Die Tierheime haben dann ihre liebe Mühe, für die Exoten ein neues Zuhause zu finden. Über diese und andere Themen berichtet "Zur Sache Baden-Württemberg!" in der Sendung am Donnerstag, 10. Dezember 2020, um 20:15 Uhr im SWR Fernsehen Baden-Württemberg. Nach Ausstrahlung steht die Sendung ein Jahr lang in der ARD Mediathek.

Weitere geplante Themen:

Hotspot-Strategie oder harter Lockdown - was schützt besser?

Beinahe täglich verkündet die grün-schwarze Landesregierung neue Corona-Verordnungen. Das verwirrt nicht nur die Bürgerinnen und Bürger, sondern auch die betroffenen Stadt- und Landkreise, die die neuen Regeln umsetzen müssen. "Stückwerk", kritisiert die Opposition im Land, während Kanzlerin Angela Merkel mahnt, dass die Maßnahmen nicht ausreichen. Viele Gesundheitsexperten sind mittlerweile der Ansicht, dass nur ein schneller, harter Lockdown den Anstieg von Corona-Toten nach dem Jahreswechsel verhindern könne. Die Landesregierung hält bisher jedoch einen harten Lockdown erst nach Weihnachten für denkbar. Ist es zu riskant, die Advents- und Weihnachtszeit retten zu wollen? Was bringen nächtliche Ausgangssperren, wenn sich tagsüber Menschen in Einkaufsstraßen, Bussen und Bahnen drängen? Warum scheuen sich die Verantwortlichen vor einem schnellen, harten Lockdown? Gast im Studio ist Thomas Strobl (CDU), Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister.

Vor Ort in Calw - einem Hotspot auf dem Land

Da der Landkreis Calw seit Wochenbeginn einer der Corona-Hotspots im Land ist, gelten nun verschärfte Regeln. Reporterin Alexandra Gondorf befragt Bürgerinnen und Bürger im Kreis: Was halten sie von der Maskenpflicht in der Innenstadt? Sind die Verantwortlichen in Altersheimen und Krankenhäusern erleichtert, weil gegen die Verbreitung des Virus vorgegangen wird? Oder fürchten sie den Mehraufwand durch strengere Besucherkontrollen? Halten Polizei und Oberbürgermeister die nächtlichen Ausgangssperren für notwendig oder sind die Beschränkungen - neben einem personellen Kraftakt - auf dem Land sinnlos?

Oase der Stille bedroht - Jägerbataillon neben krebskranken Kindern

"Wir sind eine Oase der Stille" sagt Roland Wehrle, Chef der Nachsorgeklinik Tannheim für krebskranke Kinder. Doch die Ruhe ist bedroht: In Sichtweite der Klinik plant die Bundeswehr einen Übungsplatz für das Donaueschinger Jägerbataillon, 500 Fußballfelder groß, mit Schießübungen an jedem zweiten Tag. "Kriegssimulation und Traumatherapie passen nicht zusammen", so Wehrle, der eine breite Protestfont gegen das Übungsgelände organisiert. Bundeswehr gegen krebskranke Kinder - ein ungleicher Kampf.

Illegale Graffiti - ist das Kunst oder muss das weg?

Graffiti sind allgegenwärtig. Für die verantwortlichen Behörden und Hauseigentümer sind die gesprühten Schriftzüge und Bilder auf Autobahnbrücken, Denkmälern und Hauswänden ein Ärgernis, denn ihre Entfernung ist aufwendig und teuer. Oft werden die Schmierereien über Nacht wieder erneuert. Daher lässt sie das Regierungspräsidium Stuttgart an Autobahnen oft stehen, solange sie nicht anstößig sind oder den Verkehr gefährden. Im Museum des Stadtpalais Stuttgart hingegen werden illegale Graffiti ausgestellt. "Das ist Kunst", sagen die Kuratoren. "Damit werden Straftaten glorifiziert", meint die Polizei.

"Zur Sache Baden-Württemberg!"

Das SWR Politikmagazin "Zur Sache Baden-Württemberg!" berichtet über politische Themen: hintergründig, kontrovers und nah an den Menschen in Baden-Württemberg. Vor-Ort-Reportagen, Hintergrundfilme und Studiointerviews lassen politische Zusammenhänge verständlich werden. In der "Wohnzimmer-Konferenz" diskutieren jeden Donnerstag Baden-Württemberger via Webcam von zu Hause aus live mit. Das letzte Wort bleibt dem Ministerpräsidenten des Landes vorbehalten - computeranimiert und mit der Stimme des SWR3 Comedychefs Andreas Müller.

ARD Mediathek: Sendung und einzelne Beiträge sind nach der Ausstrahlung von 10. Dezember 2020 bis 10. Dezember 2021 unter www.ARDmediathek.de verfügbar, außerdem unter www.SWR.de/zur-sache-baden-wuerttemberg.

Pressefotos unter www.ARD-foto.de.

Informationen, kostenloses Bildmaterial und weiterführende Links unter http://swr.li/Affenverkauf.

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Pressekontakt:

Ursula Foelsch, Tel. 0711 929 11034, kommunikation@SWR.de.

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