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01.09.2003 – 11:16

SWR - Südwestrundfunk

SWR und MFG vergeben neuen Preis erstmals am 2. Oktober
Baden-Württembergischer Dokumentarfilmpreis ins Leben gerufen

    Baden-Baden (ots)

Der Südwestrundfunk (SWR) und die Medien- und
Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH (MFG) vergeben 2003 erstmals
den "Baden-Württembergischen Dokumentarfilmpreis". Der neue Preis
wird am 2. Oktober im Rahmen des angesehenen Baden-Badener
Dokumentarfilm-Workshops des SWR überreicht. Er würdigt besonders
herausragende Leistungen bei der Pflege und Weiterentwicklung des
klassischen Dokumentarfilms im Fernsehen und im Kino und wird künftig
alle zwei Jahre verliehen. Mit dem Baden-Württembergischen
Dokumentarfilmpreis ist ein Preisgeld von 20.000 Euro für einen Autor
oder Regisseur verbunden, das für ein neues Filmprojekt verwendet
werden soll. Damit gehört die Auszeichnung zu den höchst dotierten
Preisen für Dokumentarfilme in Deutschland. Eine unabhängige Jury von
sechs Fachleuten nominierte im Vorfeld der Preisvergabe insgesamt 13
preiswürdige Dokumentarfilme aus den letzten zwei Jahren. Mitglieder
der diesjährigen Jury sind: Lutz Hachmeister, Marina Kem, Volker
Koepp, Fritz Wolf, Gabriele Röthemeyer (MFG) und Peter Latzel (SWR).
Sie repräsentieren Medienpublizisten, Filmautoren und Regisseure
ebenso wie Kino- und Fernsehkritiker, Vertreter der Filmförderung und
Fernsehredakteure. Aus dem Kreis dieser Fachleute sollen sich auch in
Zukunft die wechselnden Jurys zusammensetzen.
    
    Folgende Dokumentarfilme erhielten eine Nominierung: "Bellaria -
so lange wir leben!" von Douglas Wolfsperger, "Der Boxprinz" von Gerd
Kroske, "Damen und Herren ab 65" von Lilo Mangelsdorff, "Am Rande der
Zeit. Männerwelten im Kaukasus" von Stefan Tolz, "Pinochets Kinder"
von Paula Rodríguez, "Flügge" von Elke Hauck, "Grüße aus Dachau!" von
Bernd Fischer, "Erkennen und verfolgen" von Harun Farocki, "Schotter
wie Heu" von Wildtrud Baier und Sigrun Köhler, "Die Kinder sind tot"
von Aelrun Goette, "Die Perle in der Kacke" von Dirk Böll, "Helden
ohne Ruhm. Der 17. Juni 1953" von Artem Demenok und Andreas Christoph
Schmidt sowie "Der Engel und der General. Petra Kelly und Gert
Bastian - eine tragische Liebe" von Petra Nagel und Annette Zinkant.
    
    Chance auf eine Nennung hatten deutschsprachige Dokumentarfilme
mit einer Länge von mindestens 50 Minuten, die zwischen dem 15.
August 2001 und dem 15. August 2003 im Fernsehen als Erstausstrahlung
oder als Uraufführung im Kino bzw. auf einem Festival zu sehen waren.
Kino- und Fernsehproduktionen kamen gleichermaßen in Frage.
    
    "Der SWR fühlt sich dem klassischen Dokumentarfilm in besonderer
Weise verbunden. Es war naheliegend, das programmatische Ringen um
dieses Genre und seine Visionen mit einer Auszeichnung für
wegweisende Werke zu verbinden", erklärt SWR-Fernsehkulturchef
Christoph Hauser das neue Vorhaben. Und Gabriele Röthemeyer,
Geschäftsführerin der MFG-Filmförderung, ergänzt: "Es bedarf
gemeinsamer Anstrengungen, um den Aufbruch des Dokumentarischen
weiter zu stützen, der inzwischen sogar Aufmerksamkeit auf dem
internationalen Markt erfährt. Dafür soll der Baden-Württembergische
Dokumentarfilmpreis ein nationales Zeichen setzen."
    
    Die dokumentarische Tradition des SWR reicht bis zur "Stuttgarter
Schule" des Süddeutschen Rundfunks (SDR) zurück und ist auch heute
fest in den SWR-Programmen für DAS ERSTE und das SÜDWEST Fernsehen
verankert. Zu den programmlichen Anstrengungen gehören neben den
langen Dokumentarfilmen auch die aufwändig produzierte Reihe "Schätze
der Welt", Doku-Serien wie "Broadway Bruchsal" oder "Ein Kind aus der
Ferne" sowie zeitgeschichtliche Dokumentationsreihen oder die
SWR-Nachwuchsförderreihe "Junger Dokumentarfilm", an der die Medien-
und Filmgesellschaft Baden-Württemberg ebenfalls beteiligt ist.
    
    Das Logo zum Baden-Württembergischen Dokumentarfilmpreis ist in
Download-Qualität unter ard-foto.de abrufbar.
    
    
    Baden-Württembergischer Dokumentarfilmpreis
    
    Nominierungen 2003
    
    * Bellaria - so lange wir leben! Buch und Regie: Douglas
        Wolfsperger, 2001, 95 Min. (Douglas Wolfsperger-Filmproduktion
        Berlin/epo-Film/ ARTE/ WDR)
    
    * Der Boxprinz. Buch und Regie: Gerd Kroske, 2002, 97 Min.
        (WDR/SR/SWR)
    
    * Damen und Herren ab 65. Buch und Regie: Lilo Mangelsdorff, 2002,
        70 Min. (Cinetix Frankfurt/NDR/ARTE)
    
    * Der Engel und der General: Petra Kelly und Gert Bastian - eine
        tragische Liebe. Buch und Regie: Petra Nagel und Annette
        Zinkant, 2001, 60 Min. (WDR)
    
    * Erkennen und verfolgen. Buch und Regie: Harun Farocki, 2003,
        58 Min. (Harun Farocki Filmproduktion Berlin/ZDF/3sat)
    
    * Flügge. Buch und Regie: Elke Hauck, 2001, 65 Min. (Artdirection
        Filmproduktion Berlin/Deutsche Film- und Fernsehakademie
        Berlin/ZDF)
    
    * Grüsse aus Dachau! Buch und Regie: Bernd Fischer, 2003, 77 Min.
        (Egoli Tossell Film Berlin/BR/SWR)
    
    * Helden ohne Ruhm - Der 17. Juni 1953. Buch und Regie: Artem
        Demenok und Andreas Christoph Schmidt, 2003, 84 Min. (Schmidt &
        Paetzel Fernsehfilme Berlin/SFB/SWR/WDR/ARTE)
    
    * Die Kinder sind tot. Buch und Regie: Aelrun Goette, 2003, 85
        Min. (Zero-Film Berlin/SWR/BR/ARTE)
    
    * Die Perle in der Kacke. Buch und Regie: Dirk Böll, 2002, 80 Min.
        (Kunst-hochschule für Medien Köln)
    
    * Pinochets Kinder. Buch und Regie: Paula Rodríguez, 2002, 60 Min.
        (Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin/MA.JA.DE
        Filmproduktion Leipzig/SWR/ARTE)
    
    * Am Rande der Zeit - Männerwelten im Kaukasus. Buch und Regie:
        Stefan Tolz, 2001, 90 Min. (Applaus Film Media
        München/SWR/ARTE/MDR/WDR)
    
    * Schotter wie Heu. Buch und Regie: Wiltrud Baier und Sigrun
        Köhler, 2002, 99 Min. (Gambit Film- und Fernsehproduktion
        Ludwigsburg in Zusammenarbeit mit Böller&Brot/ZDF)
    
    
    Diese Pressemeldung mit ausführlicher Nominierungsliste finden Sie
    auch im Internet unter

    http://www.swr.de/presse/news/index.html


ots Originaltext: SWR
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Gabi Schlattmann, Tel.:
07221/929-3273.

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