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11.07.2003 – 15:05

SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Siebeneinhalb Stunden lange Themennacht über die Sahara am 12. Juli: SÜDWEST Fernsehen auf "wüsten Wegen"

Baden-Baden (ots)

Mit einer "Langen Nacht" über die Sahara
begibt sich das SÜDWEST Fernsehen des Südwestrundfunks (SWR) in
Baden-Baden auf das weite Feld von Sand und Sonne in der
afrikanischen Wüste Sahara. In der Nacht von Samstag, 12. Juli auf
Sonntag, 13. Juli geht es siebeneinhalb Stunden lang um Filme und
Beiträge unterschiedlichster Art über die Sahara. Das SÜDWEST
Fernsehen begibt sich von 22.20 Uhr bis 6.00 Uhr in der Sonntagsfrühe
auf die Reise durch die weiße Wüste, folgt dem "Eisernen Kamel" quer
durch Mauretanien, beschäftigt sich mit dem "Mythos der blauen
Männer" in der südalgerischen Wüste, ist beim verrückten
"Wüstenmarathon in Südmarokko" dabei und begleitet zwei
Schriftsteller auf "Wüsten Wegen". Zum Auftakt der Nacht läuft um
22.20 Uhr der Spielfilm "Marschier oder Stirb" mit Catherine Deneuve,
Gene Hackmann und Terence Hill.
Es folgt um Mitternacht der Beitrag "Durch die weiße Wüste". Die
Sendung entdeckt den Charme der Oasen Farafra, Dakhla und Kharga in
Ägypten. Gezeigt werden in dem Film von Andreas Cichowicz und Tilman
Schwamberger die vom Wüstensand bedeckten Tempel Khargas, wo die
christlichen Kopten ihre ersten Gottesdienste abhielten. Um 00.30 Uhr
folgt der Film "Das eiserne Kamel" von Michael Mattig-Gerlach und
Michel Weber. Darin geht es um Mauretaniens Nomaden und einen
Wüstenzug, der mit 2,5 Kilometern Länge einer der längsten
Eisenbahnen der Welt ist.
Um 1.15 Uhr geht es um "Das Gesetz der Wüste". Die
SWR-Korrespondentin Susanne Sterzenbach begegnet in ihrem Film dem
Schmuggler Heija in der algerischen Sahara, der jahrelang
Schwarzafrikaner aus Mali und Niger durch die Wüste geschleust hat.
Stephan Schmitz-Hertzberg und Tom Synnatzschke folgen um 1.45 Uhr der
"Spur der Wüstenkrokodile". Im Winter 2000 stieß die Umweltpädagogin
Tara Shine in der Wüste Mauretaniens auf eine wissenschaftliche
Sensation. Sie entdeckte seit Jahrzehnten ausgestorben geglaubte bis
2,5 Meter lange Wüstenkrokodile, die mit den dreimal so großen
Nilkrokodilen verwandt sind. Shine trat mit einer Gruppe von
Wissenschaftlern in Kontakt, darunter auch der Biologe Hemmo Nickel
vom Alexander-König-Museum in Bonn. Gemeinsam untersuchten sie die
Lebensweise der ungewöhnlichen Wüstenbewohner, die in der Nähe von
kleinen, während der kurzen Regenzeit entstehenden Flachwasserseen,
sogenannten Tamourts, leben.
Im "Mythos der blauen Männer" um 2.10 Uhr geht es um die Touareg
in der südalgerischen Wüste. Dieser Mythos erzählt von "blauen
Männern" rätselhafter Herkunft, wahrscheinlich aus Atlantis, allesamt
stolze Wüstenkrieger - durch willkürliche Grenzziehungen auf
Algerien, Niger, Mali, Libyen und Mauretanien verteilt und überall
sind sie sozial und wirtschaftlich an den Rand gedrängt. Susanne
Sterzenbach geht dem Mythos und den dahinter stehenden Menschen in
ihrem Film nach. Um 2.40 Uhr dokumentiert die Autorin Mouhcine El
Ghomri einen "Wüstenmarathon in Südmarokko". Jedes Jahr findet im
Frühjahr quer durch die südmarokkanische Sahara der "Marathon des
Sables" statt, der härteste Langstreckenlauf auf der Welt. Rund 600
Teilnehmer aus der ganzen Welt müssen über 220 Kilometer in sechs
Etappen bei Temperaturen bis über 50 Grad Celsius bewältigen: Zu den
Besonderheiten des Wüstenmarathons gehört auch, dass die Teilnehmer
den Lauf in Eigenversorgung durchzuführen haben, also eine Woche lang
aus dem Rucksack leben, den sie während der Laufetappen mit sich
führen. "Vierzig Tage durch die Wüste" um 3.40 Uhr von Rainald Becker
zeigt Kamele auf der alten Karawanenstraße von El Obeid im Sudan nach
Darau in Ägypten. Die Kamele - nur männliche Tiere dürfen nach
Ägypten eingeführt werden - sind vor allem für die Schlachthöfe in
Kairo bestimmt.
Als die Königin der Wüste kann Palmyra bezeichnet werden. Um 4.10
Uhr wird Jens Dücker die Zuschauer in das Weltkulturerbe in der
syrischen Wüste führen. Im zweiten und dritten Jahrhundert nach
Christus war Palmyras große Zeit. Reiche Händler aus Palmyra steckten
ihr Geld in Finanzgeschäfte im ganzen römischen Reich. Die Stadt war
auch eine militärische Macht, die Rom im Kampf gegen die Parther
rettete. "Wüste Wege" um 4.25 Uhr als abschließender Beitrag der
Sahara-Nacht im SÜDWEST Fernsehen ist eine Mischung von Reportage und
literarischem Tagebuch. Die Schriftsteller Claus Biegert und Gert
Heidenreich versuchen auf einer Reise durch die Sahara, einer mit dem
Auto, der andere zu Fuß, herauszufinden, dass seit Beginn der
Menschheitsgeschichte die Wüste als meditativer Raum gilt. Der
Filmautor Ray Müller stellt sich die Frage, wie Menschen des 20.
Jahrhunderts auf diese Landschaft reagieren.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, 
Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285.

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