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08.07.2003 – 17:24

SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Programmhinweise von Freitag, 11. Juli 2003 (Woche 28) bis Sonntag, 13. Juli 2003 (Woche 29)

    Baden-Baden (ots)

    Freitag, 11. Juli 2003 (Woche 28)
    
    22.05    (VPS 22.00)
                 Nachtcafé
                 Gäste bei Wieland Backes
                 Einsam oder gemeinsam - Wie viel Bindung braucht der
Mensch?
    
    Nach neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen verändern enge
soziale Bindungen das Genmaterial des Menschen. Intensive persönliche
Beziehungen lassen uns so gesünder altern, und wir geben die
Bindungsfähigkeit an die nächste Generation weiter. Beruhigende
Neuigkeiten für Menschen, die in glücklicher Gemeinschaft leben.
    Was aber ist mit denen, die freiwillig oder unfreiwillig keine
oder wenig soziale Anknüpfungspunkte haben? Sind Waisenkinder,
Eigenbrödler und Singles biomedizinisch benachteiligt? Hilft es da,
sich ganz bewusst ein Netzwerk an Freundschaften zu bauen? Kann
womöglich körperliche Nähe eines Mitmenschen heilend wirken? Oder
kann es auch ein Zuviel  an zwischenmenschlicher Beziehung geben,
eine Distanzlosigkeit, die erdrückt und krank macht? Warum wollen
sich viele Menschen gar nicht binden? Wie entstehen Bindungsängste
und Bindungsunfähigkeit - und wie kann man damit umgehen?
    Wieland Backes fragt nach im "Nachtcafé" am 11. Juli um 22 Uhr im
SÜDWEST Fernsehen.
    
    Die Gäste:
    
    Rebecca Simoneit-Barum lebt seit drei Jahren wieder mit
Großfamilie, Mitarbeitern und Tieren im Zirkus Barum. Als Iffi Zenker
hatte sie 1989 in der Fernsehserie "Lindenstraße" ein Zuhause
gefunden. Aufgewachsen in der Welt der Manege, kehrte sie jedoch voll
Heimweh nach Gemeinschaft zurück. Heute bereitet sie sich auf die
Übernahme der Direktion vor und sagt: "Beim Zirkus kümmert sich jeder
um jeden. Ich kann nicht gut alleine sein."
    
    Die Schauspielerin und Komödiantin April Hailer dagegen braucht
und genießt nach all dem Trubel auf der Bühne Momente der Stille und
Zurückgezogenheit. Sie lebt bewusst alleine, auch wenn sich ihr
Freundschaftsnetz durch die ganze Republik zieht. Auch zu ihren
Geschwistern hat die 44-Jährige eine besonders enge Bindung: "Ich
brauche nicht immer die physische Anwesenheit, aber ich brauche das
Wissen, dass da jemand ist, in dessen Herz ich einen Platz habe."
    
    
    
    
    Der Psychotherapeut und Neurobiologe Prof. Dr. Joachim Bauer
erforscht den Zusammenhang zwischen menschlichen Bindungen und
Körperreaktionen. Erstmals lässt sich dies auch wissenschaftlich
nachweisen. Der Körper "merkt sich" negative Erfahrungen, dies hat
Auswirkungen auf die genetische Aktivität und die Hormonausschüttung.
Daher weiß der 52-Jährige: "Ungewollt einsame Menschen haben eine
verkürzte Lebenserwartung!"
    
    Da braucht sich Waltraud Klaer keine Sorgen zu machen. Nach dem
Tod ihres Mannes hat sie beschlossen, nicht alleine zu bleiben. Seit
zwei Jahren wohnt sie nun mit zehn weiteren Damen in einer
"Alten-WG". Eine Leitung gibt es nicht, und auch wenn jede ihr
eigenes Leben lebt, so wissen sie doch: Es ist immer jemand da und
gegenseitige Hilfe selbstverständlich. Und so freut sich die
78-jährige Rentnerin: "Die Selbstverantwortung hält uns gesund!"
    
    Der preisgekrönte Jugendbuchautor Tilman Röhrig hatte alles andere
als eine glückliche Kindheit und wurde früh zum Außenseiter. Seine
Mutter verließ die Familie, als er fünf war, der Vater war ein
strenger und strafender Pfarrer, weswegen der 58-Jährige bis heute
mit seiner Bindungsangst zu kämpfen hat: "Ich habe es nicht geschafft
zu heiraten, eine Familie aufzubauen und in diese Sehnsuchtsnormen
hineinzukommen."
    
    Der ehemalige RAF-Terrorist Klaus Jünschke musste die extremste
Erfahrung mit Einsamkeit machen, denn er saß 16 Jahre im Gefängnis.
Sieben davon verbrachte er in Isolationshaft. Angstzustände,
Sprachstörungen und Ohnmachtsanfälle sind die körperlichen Folgen
dieser unfreiwilligen Bindungslosigkeit, unter denen der 55-Jährige
bis heute leidet. Aus Erfahrung weiß er: "Es gibt auch Menschen, die
in der Isohaft so krank wurden, dass sie starben. Manche haben es
geschafft, sich wieder einzufädeln."
    
    An der Bar:
    Hans Anthon Wagner liebt und lebt die Einsamkeit. Vor über
fünfundzwanzig Jahren begann der Rückzug aus dem Gesellschaftsleben,
und heute verbringt er die meiste Zeit in seinem kleinen
Schäferkarren im schwäbischen Schönbuch. Der gelernte Grafiker
besucht zwar ab und zu seine Frau, doch das Leben in und mit der
Natur gibt dem 58-Jährigen ansonsten alles, was er braucht, um
zufrieden zu sein. Seine Lebenseinstellung: "Ein Mensch, der sich
selbst genügt, kann gut alleine sein."
    
    
    Samstag, 12. Juli 2003 (Woche 29)
    
    00.00    Durch die weiße Wüste
      
                 Eine Wanderung im Garten Allahs
      
                 Ein Film von Andreas Cichowicz und Tilman Schwamberger
    
    Unter glühender Sonne, abseits der großen Touristenströme in
Ägypten, liegen die drei kleinen Oasen Farafra, Dakhla und Kharga.
Hier ist die Zeit stehen geblieben. Das Leben wird durch die riesige
"weiße" Wüste bestimmt, die sich nach Libyen ausdehnt. Es dreht sich
alles um Wasser, Sandstürme, Datteln und Kamele.
    Die Sendung entdeckt den Charme der Oasen und ihre kleinsten
Geheimnisse: die vom Wüstensand bedeckten Tempel Khargas, wo die
christlichen Kopten ihre ersten Gottesdienste abhielten. Die
Künstlergemeinde von Farafra, wo Beduinen aus Palmenstümpfen
Skulpturen und aus Lehm und Ton ganze Dorfszenen formen. Und die
einsam in die Luft ragenden Salzsäulen, die wechselnden Farben in der
riesigen, unerbittlichen Wüste.
    Eine Reise mit Geländewagen, zu Fuß und auf dem Rücken libyscher
Kamele.
    
    
    
    
    Samstag, 12. Juli 2003 (Woche 29)
    
    00.30
                 Das eiserne Kamel
      
                 Mauretaniens Nomaden und der Wüstenzug
      
                 Ein Film von Michael Mattig-Gerlach und Michel Weber
    
    Er ist einer der längsten Züge der Erde - über 2,5 Kilometer - und
er hat in den 35 Jahren seit seinem Bestehen ein ganzes Land
verändert: der Eisenerzzug im Norden von Mauretanien, der täglich
viermal die Minen bei Zouérat mit dem Verladehafen in Nouadhibou
verbindet. Auf einem Gebiet von der Größe Baden-Württembergs, wo vor
1963 vielleicht gerade mal 10.000 Menschen als Nomaden mehr schlecht
als recht lebten, sind entlang der Eisenbahnlinie mitten in der
Sahara Dörfer, künstliche Oasen und Städte entstanden. Allein in
"Boomtown" Zouérat leben heute mehr als 50.000 Menschen. Und alle
leben sie mit und von der S.N.I.M., der Betreibergesellschaft des
Zuges und der Minen. Der Zug transportiert das Wasser für die gesamte
Region, er schafft Arbeit, er transportiert neben dem Eisenerz auch
die Menschen - kurz: er ist die einzige Lebensader im Norden
Mauretaniens.
    "Das Eiserne Kamel" lässt ein völlig neues Bild des Wüstenstaates
Mauretanien entstehen. Der Film zeigt eindrucksvolle Bilder eines
dröhnenden Ungetüms, das die Kamelkarawanen ersetzt hat und Leben
dort ermöglicht, wo früher keines war.
    
    
    Samstag, 12. Juli 2003 (Woche 29)
    
    01.15    Das Gesetz der Wüste
                 Begegnungen in der algerischen Sahara
                 Ein Film von Susanne Sterzenbach
    
    "Der Hunger oder die Liebe treiben Dich durch die Sahara", sagt
Heija. Er muss es wissen. Er hat jahrelang Schwarzafrikaner aus Mali
und Niger durch die Wüste geschmuggelt. Menschen, die weiter nach
Europa oder in den Ölstaat Libyen wollen, um zu arbeiten. Heija hat
aber auch Makkaroni, Tomaten und Milchpulver geschmuggelt - von
Algerien in den Niger. Heute arbeitet er im Tourismus. Und genau wie
alle Schmuggler hat Heija auch schon viele Leben gerettet. "Wir
lassen niemanden wegen seiner Hautfarbe oder Rasse in der Wüste
verdursten. In der Wüste sind alle Menschen gleich."
    Wenn das algerische Parlament gewählt wird, entdecken auch die
Politiker die Menschen der Wüste. Dann ziehen Jeeps mit Wahlurnen
durch die Sahara, um die Stimmen der Nomaden einzufangen.
    "In der Sahara herrscht ein Verkehr wie im Ärmelkanal", sagt Guy
Barrère, Algerien-Franzose, der seit 60 Jahren in der Sahara lebt.
"Jeder will etwas von der einen Seite auf die andere bringen."
    Und das Wichtigste dabei sind Datteln, die auf uralten LKWs
zwischen Menschen, Möbeln und Kamelen von Norden nach Süden geschafft
werden. Auch wir waren in der Sahara unterwegs, auf den Spuren der
modernen Karawanen.
    
    
    
    
    Samstag, 12. Juli 2003 (Woche 29)
    
    01.45
                 Die Spur der Wüstenkrokodile
                 Ein Film von Stephan Schmitz-Hertzberg und Tom
Synnatzschke
    
    Im Winter 2000 stieß die Umweltpädagogin Tara Shine in der Wüste
Mauretaniens auf eine wissenschaftliche Sensation: Sie entdeckte seit
Jahrzehnten ausgestorben geglaubte Wüstenkrokodile - bis 2,5 Meter
lange Reptilien, die mit den dreimal so großen Nilkrokodilen verwandt
sind. Shine trat mit einer Gruppe von Wissenschaftlern in Kontakt,
darunter auch der Biologe Hemmo Nickel vom Alexander-König-Museum in
Bonn. Gemeinsam untersuchten sie nun die Lebensweise der
ungewöhnlichen Wüstenbewohner.
    Die Krokodile leben in der Nähe von kleinen Flachwasserseen,
sogenannten Tamourts, die während der kurzen Regenzeit entstehen. Die
Tiere werden von den Forschern mit Sendern ausgestattet, um ihren
Aufenthaltsort genau verfolgen zu können. Vermutlich wandern sie
während der Trockenzeit in etwa 5 Kilometer entfernte Felstäler. Ihre
Population ist zwar klein, aber ihre Überlebenschancen stehen nicht
schlecht. Die Einheimischen stellen traditionell keine unmittelbare
Gefahr dar: Sie glauben, es bringe Unglück, ein Krokodil zu töten.
Zudem verbietet der Koran den Genuss von Krokodilfleisch. Allerdings
konkurrieren Mensch und Reptil um die knappen Wasservorräte.
Besonders die extensive Landwirtschaft bedroht den Lebensraum der
Krokodile. Eine Rückbesinnung auf die ursprüngliche, von Nomaden
geprägte Viehwirtschaft bietet aber sowohl den Reptilien als auch den
Menschen bessere Lebensbedingungen.
    Die Reportage folgt zwei Wissenschaftlern auf den Spuren der
Wüstenkrokodile in Mauretanien und berichtet über die
Überlebensstrategien der ausgestorben geglaubten Tiere.
    
    
    Samstag, 12. Juli 2003 (Woche 29)
    
    02.10
                 Der Mythos der blauen Männer
      
                 Bei den Touareg in der südalgerischen Wüste
      
                 Ein Film von Susanne Sterzenbach
    
    "Du bist mein Freund, ich erkenne Dich am Abdruck Deines Fußes im
Sand", sagt Abdallah und lacht mit den Augen. Der Rest des Gesichts
ist im Cheich - dem Schleier der Touareg-Männer verborgen. Seit 30
Jahren führt Abdallah Karawanen durch die Wüste - im Geländewagen.
    Der Mythos erzählt von "blauen Männern" rätselhafter Herkunft,
wahrscheinlich aus Atlantis, allesamt stolze Wüstenkrieger - durch
willkürliche Grenzziehungen auf Algerien, Niger, Mali, Libyen und
Mauretanien verteilt. Überall sind sie sozial und wirtschaftlich an
den Rand gedrängt. Jahrelang fuhr kein Tourist freiwillig in den
Süden Algeriens. Jetzt kehren die ersten Touristen zurück.
    Von Abdallah lernen wir, dass das Sternzeichen des "großen Bären"
hier die "große Kamelstute" heißt und wie man ein Sandorakel liest.
Seit wieder mehr Besucher in den Hoggar, das Wüstengebirge in der
algerischen Sahara, kommen, züchten die Touaregs auch wieder mehr
weiße Kamele, Meharis, für Reittouren. Auch Hamu, der Schneider, hat
gut zu tun: Traditionelle Anzüge in himmels- oder königsblau für die
Männer, sonnengelbe und blutrote Gewänder für die Frauen. Die Touareg
lieben es, die Einsamkeit und die Stille der Wüste mit Farben zu
füllen. Eine Reise zu den modernen Karawaniers in der algerischen
Sahara, der schönsten Wüste der Welt, wie Kenner sagen.
    
    
    
    
    
    Samstag, 12. Juli 2003 (Woche 29)
    
    02.40
                 Wüstenmarathon in Südmarokko
                 Ein Film von Mouhcine El Ghomri
    
    Jedes Jahr findet im Frühjahr quer durch die südmarokkanische
Sahara-Wüste der "Marathon des Sables" statt, der härteste
Langstreckenlauf auf der Welt. Über 220 Kilometer in 6 Etappen müssen
ca. 600 Teilnehmer aus der ganzen Welt bewältigen: 7 Tage lang bei
Gluthitze, die Temperaturen steigen bis über 50 Grad Celsius. Neben
der sengenden Hitze erwarten die Marathon-Läufer Sandstürme, knapp
rationiertes Wasser und ein äußerst unwegsames Gelände: steinige
Geröllpassagen wechseln mit Dünenlandschaften, in denen die Läufer zu
versinken drohen.
    Zu den Besonderheiten des Wüstenmarathons gehört auch, dass die
Teilnehmer den Lauf in Eigenversorgung durchzuführen haben, das
heißt, dass sie eine Woche lang aus dem Rucksack leben, den sie
während der Laufetappen mit sich führen.
    Der Film begleitet die Wüsten-Läufer auf dieser Reise des Leidens
und der Entbehrungen von den Vorbereitungen bis hin zum Zieleinlauf.
Gezeigt werden aber auch das Alltagsleben und die
Marathon-Vorbereitungen des in Südmarokko lebenden Berber-Läufers
Lahcen Ahansal. Es ist seine achte Teilnahme an dem Wüstenmarathon.
Die meisten Läufer nehmen die Tortur auf sich, um die Grenzen ihres
Körpers zu kennen und vor allem um dem Alltag zu Hause zu entfliehen.
Für den arbeitslosen Lahcen ist der "Marathon des Sables" jedoch eine
wichtige Einnahmequelle: Von der Siegerprämie von ca. 10.000 DM
könnte er ein ganzes Jahr leben. Monatelang hat er hart trainiert und
will unbedingt gewinnen. Mit diesem Geld möchte er - wie vor zwei
Jahren, als er beim 12. "Marathons des Sables" siegte - ein Kamel
kaufen und das Familienhaus zu Ende bauen.
    
    
    Samstag, 12. Juli 2003 (Woche 29)
    
    03.40
                 Vierzig Tage durch die Wüste
      
                 Mit Kamelen auf der alten Karawanenstraße
      
                 Ein Film von Rainald Becker
    
    Der Film beobachtet eine Kamel-Karawane von El Obeid im Sudan nach
Darau in Ägypten. Die Kamele - nur männliche Tiere dürfen nach
Ägypten eingeführt werden - sind vor allem für die Schlachthöfe in
Kairo bestimmt.
    
    
    Samstag, 12. Juli 2003 (Woche 29)
    
    04.10
                 Palmyra - Die Königin der Wüste
                 Ein Film von Jens Dücker
    
    Der Film von Jens Dücker erzählt die phantastische Geschichte der
reichen Stadt Palmyra in der syrischen Wüste, einem einzigartigen
Weltkulturerbe.
    
    Säulen ragen aus dem Sand, griechische Kapitelle liegen wahllos
verstreut. Dann eine Allee aus Säulen, noch vollständig erhalten. Am
Ende eine Stadt für sich, die riesige Anlage des Bel-Tempels. Diesen
Anblick bietet Palmyra heute.
    Palmyra, die Königin der Wüste. Palmyra, die Palmenreiche, die
große Oase auf halbem Weg zwischen Euphrat und Mittelmeer.
Palmyrenische Karawanen zogen bis zur Seidenstraße, brachten die
Schätze des Fernen Ostens an die Mittelmeerküste. Palmyra lag genau
zwischen den großen verfeindeten Reichen der Römer und Parther. Als
das übrige Syrien 64 v. Chr. römische Kolonie geworden war, blieb
Palmyra unabhängige Freihandelszone.
    
    
    
    
    Das alte arabische Tadmor gab sich nun einen griechisch-römischen
Anstrich: ein Forum, einen Senat, alles was sich eine so reiche Stadt
leisten konnte. Und es ging weiter bergauf. Im zweiten und dritten
Jahrhundert n. Chr. war Palmyras große Zeit, reiche Händler steckten
ihr Geld in Finanzgeschäfte im ganzen römischen Reich. Palmyra war
auch eine militärische Macht, die Rom im Kampf gegen die Parther
rettete. Der Palmyrenische Fürst Odainat wird daraufhin vom Kaiser
zum Statthalter des ganzen Orients ernannt. Aber seiner Witwe Zenobia
reichte das noch nicht. Sie ernennt ihren minderjährigen Sohn zum
Augustus, sich selbst zur Mutter des Kaisers und erobert die römische
Kornkammer Ägypten. Damit ist für Kaiser Aurelian in Rom das Maß
voll. Er zieht selbst in die Wüste, schlägt die vielgerühmten
palmyrenischen Truppen, erobert die Oase. Die Stadt schont Aurelian.
Vielleicht wegen Zenobia. Der Kaiser nimmt die Königin mit nach Rom,
wo sie schmuckbeladen seinen Triumphzug zieren soll. Zenobia, die
große Königin, wird eine unsterbliche Legende. Doch ihre Stadt erhebt
sich ein zweites Mal, kaum dass der Kaiser abgezogen ist. Diesmal
kennt Aurelian keine Gnade. Palmyra wird geplündert und geschleift.
Aber zerstören kann er die Stadt nicht. Nicht ihre Ausstrahlung,
nicht den Mythos Palmyra, der zwischen den großen Ruinen im
Wüstensand lebendig geblieben ist.
    
    
    Samstag, 12. Juli 2003 (Woche 29)
    
    04.25
                 Wüste Wege - Saharatrip
                 Gert Heidenreich und Claus Biegert in Wüste Wege
                 Ein Film von Ray Müller, Claus Biegert und Gert
Heidenreich
    
    Seit Beginn der Menschheitsgeschichte gilt die Wüste als
meditativer Raum. Der Autor des Films stellt sich die Frage, wie
Menschen des 20. Jahrhunderts auf diese Landschaft reagieren.
    Zwei Schriftsteller versuchen auf einer Reise durch die Sahara,
einer mit dem Auto, der andere zu Fuß, dies herauszufinden.
    Der Film ist eine Mischung von Reportage und literarischem
Tagebuch.
    
    
    
    Sonntag, 13. Juli 2003  (Woche 29)
    
    Korrigierten Programmablauf beachten!
    
    08.30    Tele-Akademie
                 Prof. Dr. Ernst Osterkamp: "Ihr wisst nich wer ich bin"
    
    09.15    Normandie
                 Land der Schlösser und Herrenhäuser
    
    10.00    Festgottesdienst aus Stuttgart
    
    weiter wie mitgeteilt
    
    
    
ots Originaltext: SWR
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.:
07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285.

Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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