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20.05.2003 – 17:26

SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Freitag, 23. Mai 2003 (Woche 21) und (Woch 22)

    Baden-Baden (ots)

      

    Genauen Untertitel beachten!
    
    22.00    Nachtcafé
                 Gäste bei Wieland Backes
                 Glaube - Lebenshilfe oder Selbstbetrug?
    
    Die Gretchenfrage "Wie hältst du´s mit dem Glauben?" ist eine der
persönlichsten und fast so heikel wie die Frage nach der Höhe des
Gehalts. Immerhin: Die Kirchenoberen registrieren wieder ein größeres
Interesse an religiösen Themen. Von mehr Menschen wird wieder der
kirchliche Segen zur Hochzeit gewünscht, und geistlicher Beistand
hilft vielen Menschen aus Lebenskrisen heraus. Mehr als die Suche
nach Erleuchtung interessieren zur Zeit reale, am Alltag orientierte
Fragen. Der Buddhismus fordert gute Taten ein - und stellt damit in
einer komplizierten Welt eine einfache Handlungsmaxime auf. Die
christlichen Grundsätze von Frieden, Gerechtigkeit und Wahrheit
werden hoch geschätzt als schlichte moralische Forderungen. Doch was
hat der Mensch davon, wenn er glaubt? Sollen Religionen nur
Leitbilder liefern für ein "richtiges" Leben? Oder gibt es nicht doch
über den Gebrauchswert der Religionen hinaus einen höheren Sinn im
kosmischen Ganzen? "Glaube - Lebenshilfe oder Selbstbetrug?" Aus
Anlass des ersten ökumenischen Kirchentags vom 28. Mai bis 1. Juni
2003 in Berlin stellt Wieland Backes im NACHTCAFé die Frage aller
Fragen am 23. Mai 2003 um 22.00 Uhr im SÜDWEST Fernsehen.
    
    Die Gäste:
    
    Heinz-Horst Deichmann hat aus dem Schuhladen seines Vaters Europas
größte Schuhfabrik gemacht.  Der Essener Unternehmer ist Mitglied
einer evangelisch-freikirchlichen Gemeinde. Aus christlicher
Überzeugung heraus studierte er ursprünglich Medizin, um anderen
Menschen zu helfen. Das kann er als finanzstarker christlicher
Unternehmer jedoch viel besser, sagt der 77jährige. Deichmann
unterstützt zahlreiche Sozialprojekte in Deutschland, sein
missionarisches Hilfswerk "Wort und Tat" bringt Hilfe und Christentum
nach Indien, Afrika und Indonesien.
    
    Der Sportjournalist Dieter Kürten ist bereits seit Kindertagen
gläubiger Katholik. Seine religiöse Großmutter brachte ihm die Bibel
nahe und war für ihn als Person ein so großes Vorbild, dass er nie an
der Existenz Gottes zweifelte. Der Glaube war für Kürten immer
Lebenshilfe und ein innerer Rückzugsort in Krisenszeiten,
beispielsweise als er sich von seiner Frau trennte, mit der er drei
Kinder hat. "Ich wusste wenn es mir schlecht ging immer, es gibt
meine Jesus-Insel auf die ich mich zurückziehen kann".

    Adrienne Goehler war Berliner Kultursenatorin der Grünen, heute ist sie Kuratorin des Hauptstadt-Kulturfonds. Bereits mit 13 Jahren trat sie aus der katholischen Kirche aus, weil "Religion aus mündigen Menschen manipulierbare Schafe macht". Goehler sagt, sie lebt ohne Glauben prächtig, Sinn und Erfüllung findet sie in Gesprächen mit Freunden und ihrem politischen Engagement.          Der Psychologe Franz Buggle wurde als Kind vom katholischen Glauben so verängstigt, dass er noch heute Alpträume von der Hölle und dem Fegefeuer hat. Mit Mitte zwanzig trat er aus der Kirche aus, was ihm sein Vater nie verziehen hat. Nach Ansicht Buggles ist Glaube eine große Gefahr, weil viele Menschen in ihm gefangen sind und keinen Ausweg mehr sehen. Der Freiburger Psychologe kritisiert die Bibel, in der Gott ein "rächender, blutrünstiger und inhumaner Tyrann ist".          Schwester Teresa wurde als Teresa Zucic geboren. Sie war preisgekrönte Leistungssportlerin, unter anderem hessische Meisterin im Schwebebalken. Bis zu ihrem 19. Lebensjahr spielte Religion für sie keine Rolle. Als ihr in einer schlaflosen Nacht zufällig die Bergpredigt in die Hände fiel, hatte sie ihr Erweckungserlebnis. Sie hängte den Sport an den Nagel und ging in ein Kloster. Vor einigen Jahren gründete sie in Franken ihren eigenen Orden die "Kleine Kommunität der Geschwister Jesu" und ist bekannt als lebensfrohe Nonne auf dem Skateboard.          Die 28-jährige Sabine Schäfer war bereits mit 17 Jahren bei den Zeugen Jehovas. Der Tod ihres Vaters und ihres Bruders hatten sie als Kind so verstört, dass sie auf der Suche nach Lebenshilfe und Orientierung war, die sie bei den Zeugen Jehovas fand. Als sie sich in einen Atheisten verliebte, durfte sie nicht in ihrer Glaubensgemeinschaft bleiben. Im Nachhinein sagt sie, ihr Glaube war Selbstbetrug. Auf einer Reise nach Neuseeland entdeckte sie die Rainbow-Bewegung, seitdem glaubt sie vor allem an die Energien der Natur in Form von Feen und Waldgeistern.          Der amtierende Mister Universum Thomas Bachert war früher ein berüchtigter Schläger und Rocker. In einer Lebenskrise suchte er das Gespräch mit seinen toten Eltern und fand Jesus Christus. Zum Glauben bekehrt, krempelte er sein Leben völlig um: Inzwischen ist er sozial engagiert, geht in Bibelkreise und lädt Prediger in sein Fitnessstudio in der Pfalz ein. Der Glaube, sagt er, hat ihn zu einem besseren Mensch gemacht und ihm die sportlichen Erfolge samt preisgekrönten Muskeln erst ermöglicht.

    Samstag, 24. Mai 2003 (Woche 22)
    
    17.30    Rasthaus
                 Das Auto- und Verkehrsmagazin mit Wolf-Dieter Ebersbach
    
    Die Themen:
    
    Kindersitze auf dem Fahrrad - Welches Modell taugt wirklich etwas?
    100 Jahre ADAC - Die Gelben Engel feiern Geburtstag!
    Schon gefahren: Der neue 5er BMW

    Sonntag, 25. Mai 2003 (Woche 22)
    
    22.45    Wortwechsel
                 Walter Janson im Gespräch mit Jürgen Todenhöfer
                 (Autor und Ex-Politiker)
    
    Jürgen Todenhöfer ist unberechenbar. In seinen 18 Jahren als
Bundestagsabgeordneter galt er als konservativer Hardliner, der schon
mal der sozialliberalen Regierung vorwarf, mit Entwicklungshilfe in
der dritten Welt Terrorismus zu finanzieren. Stets verfocht er
amerikafreundliche Positionen. Jetzt aber bezog er klar Stellung
gegen die amerikanische Irak-Politik. Mehr als einmal hatte er als
Abgeordneter mit riskanter Reisediplomatie für Aufsehen gesorgt. In
der damaligen portugiesischen Kolonie Mosambik ging er Berichten über
Massaker nach, in Chile verhandelte er mit der Militärdiktatur über
die Freilassung Gefangener und während der sowjetischen Besatzung
Afghanistans war Todenhöfer mit den Freiheitskämpfern unterwegs. Nach
18 Jahren Politik ging er dann aus eigenen Stücken zum Burda-Verlag.
Walter Janson spricht mit Todenhöfer über sein Engagement gegen den
Krieg, seine Einzelgängerrolle in der Politik, den Wechsel in die
Wirtschaft und warum sein Lehrer einmal verbot, Todenhöfer zum
Klassensprecher zu wählen.

    Dienstag, 27. Mai 2003 (Woche 22)
    
    Geänderte Themen beachten!
    
    21.00    Infomarkt - Marktinfo
                 Moderation: Sabine Gaschütz und Michael Saunders
    
    Die Themen:
    
    Geldanlage - Der Trick mit den Zinsen
    Mietminderung - Was ist erlaubt?
    Kindersitze - Sicher im Auto?
    
    
    
ots Originaltext: SWR
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Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich,
Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285.

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