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17.12.2019 – 10:44

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"Nachtcafé: Von Hoffnung und Zuversicht"

"Nachtcafé: Von Hoffnung und Zuversicht"
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Baden-Baden (ots)

"Was wir für andere tun können": Michael Steinbrecher spricht u. a. mit Richy Müller, der sich für pflegebedürftige Kinder einsetzt / Fr., 20. Dezember 2019, 22 Uhr, SWR Fernsehen

Es sind oft die kleinen Taten und Gesten, die große Wirkung zeigen. In einer Zeit, in der viele nur den eigenen Vorteil im Auge haben und Werte wie Mitgefühl, Rücksichtnahme und Solidarität scheinbar an Bedeutung verlieren, sind Menschen, die sich für das Gemeinwohl einsetzen umso wichtiger. Sei es durch den Einsatz für kranke Kinder, durch Hilfsaktionen für Obdachlose oder Patenschaften für einsame Senioren. 31 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland freiwillig. Jeder Einzelne kann etwas bewirken und gibt sich dabei auch selbst etwas zurück: Helfen macht gesund und glücklich! Das jedenfalls bestätigt eine Langzeitstudie. Selbstlose Menschen empfinden demnach weniger Stress, werden seltener depressiv und leben länger. Was können alle tun, damit es in der Gesellschaft menschlicher und gerechter zugeht? "Von Hoffnung und Zuversicht - was wir für andere tun können", zu sehen am Freitag, 20. Dezember 2019, um 22 Uhr im SWR Fernsehen.

Die Gäste im "Nachtcafé":

Tatort-Star Richy Müller setzt sich für pflegebedürftige Kinder ein Seit sechs Jahren engagiert sich Richy Müller für pflegebedürftige Kinder, ist Botschafter für "ARCHE Intensiv" und setzt sich für die kleinen Patienten ein. Schon früh hat sich der Schauspieler stark gemacht für die, die Hilfe brauchen, ungerecht behandelt oder von der Gesellschaft vergessen werden: "Ich mache das nicht, um etwas zurückzukriegen. Ich gebe gerne, weil ich gerne schenke und Menschen eine Freude machen möchte."

Durch Freiwilligenarbeit konnte Eva Lang ihre Trauer verarbeiten Vor vier Jahren verlor Eva Lang ihren Partner, mit dem sie über Jahre das Interesse für Theater, Kunst und tiefgründige Gespräche teilte. Der Trauer folgte ein Gefühl der unendlichen Einsamkeit. Statt sich dem Schmerz hinzugeben, wurde die 80-Jährige aktiv: Seitdem liest sie in Altenheimen Gedichte und Märchen vor und hilft in der Stuttgarter Vesperkirche bei der Essensausgabe: "Ich fühle mich gebraucht. Wenn du etwas für andere tust, geht es dir auch selbst besser."

Klaus Schwertner kämpft in seinem Beruf jeden Tag gegen Armut "Gerade jetzt im Winter ist die Hilfe für Obdachlose besonders wichtig", weiß Klaus Schwertner und kämpft gegen die Armutsspirale. Als Generalsekretär der Caritas in Wien ist er unermüdlich im Einsatz für Bedürftige und gibt Menschen, die zwar mitten unter uns, aber am Rande der Gesellschaft leben, ein Stück Menschlichkeit und Herzenswärme zurück. Der vierfache Vater spürt aber auch, wie weit in der Gesellschaft die Tür für Hass, Missgunst und Neid geöffnet wurde. Der trockene Alkoholiker Thomas Rathmann hilft heute anderen Menschen aus der Sucht Hohe Anforderungen im Job, Verantwortung für viele Mitarbeiter und die Angst, dem Druck nicht gewachsen zu sein, führten Thomas Rathmann in die Alkoholsucht. Lange verheimlichte er seinen Konsum, bis dem gelernten Fleischer sein Leben komplett entglitt: "Anfangs waren es zwei Flaschen, am Schluss bis zu zwei Kisten Bier - pro Tag". Der Weg aus der Sucht war steinig, Halt gaben ihm dabei seine Frau und der Glaube. Heute gibt er diese Kraft weiter und unterstützt andere Betroffene.

Alina Flemming-Diekmeyer möchte ihren Stammzellenspender kennenlernen Alina Flemming-Diekmeyer war gerade mal neun Jahre alt, als bei ihr eine seltene Immunerkrankung ausbrach. Krankenhausaufenthalte, starke Nebenwirkungen und die ständige Angst, dass die Medikamente irgendwann nicht mehr wirken, belasteten ihr weiteres Leben. Mit Mitte 20 kam dann die lang ersehnte Nachricht, dass ein Stammzellenspender gefunden wurde: "Ich bin schon nervös und freue mich sehr darauf, bald den Mann kennenzulernen, der so viel auf sich genommen hat, um mein Leben zu verändern."

Prof. Dr. Pasqualina Perrig-Chiello ist Mit-Initiatorin der Schweizer Hoffnungskonferenz Gerade in einer Zeit, in der jeder erst mal nach seinem eigenen Glück schaut, hat der Einsatz für Andere eine besonders große Bedeutung. Psychologin Prof. Dr. Pasqualina Perrig-Chiello weiß, welche wichtige Bedeutung Vorbilder für die Gesellschaft haben und wie unerlässlich gegenseitige Unterstützung ist: "Es macht glücklich, wenn ich jemandem etwas Gutes tun kann. Es hilft anderen, gleichzeitig ist es auch selbststiftend", so die Mit-Initiatorin des Internationalen Hoffnungsbarometers.

"Nachtcafé" - anspruchsvoller Talk auf Augenhöhe Das "Nachtcafé" ist seit Jahrzehnten eine der erfolgreichsten Talkshows im deutschen Fernsehen. Jeden Freitagabend begrüßt Moderator Michael Steinbrecher Menschen mit besonderen Lebensgeschichten, darunter auch Prominente und Experten, um sich gemeinsam mit ihnen mit einem Thema auseinanderzusetzen.

"Nachtcafé: Von Hoffnung und Zuversicht - Was wir für andere tun können" am Freitag, 20. Dezember 2019, 22 Uhr im SWR Fernsehen

Weitere Informationen unter: http://swr.li/swrfernsehen-nachtcafe-hoffnung-und-zuversicht-2019

Fotos über www.ARD-Foto.de

Pressekontakt: Grit Krüger, Tel. 07221 929 22285, grit.krueger@SWR.de

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