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13.11.2019 – 14:02

SWR - Südwestrundfunk

Programmhinweise und -änderungen für das SWR Fernsehen von Donnerstag, 14. November 2019 (Woche 46) bis Donnerstag, 26. Dezember 2019 (Woche 52)

Baden-Baden (ots)

Donnerstag, 14. November 2019 (Woche 46)/13.11.2019

20.15 BW: Zur Sache Baden-Württemberg! Das Politikmagazin fürs Land mit Stefanie Germann

Moderation: Stefanie Germann

Ohne Not - wenn der Rettungswagen zum Taxi wird

Ein leichter Schnupfen, ein kleiner Schnitt im Finger und dann mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus, das ist Alltag in Baden-Württemberg. Ältere Anruferinnen und Anrufer wissen sich oft nicht anders zu helfen. Andere missbrauchen den Notruf bewusst als Taxiersatz ins Krankenhaus und werden immer dreister. Als Notfallsanitäter werde man teilweise schon mit gepackten Koffern an der Tür empfangen, berichten Rettungskräfte in Heilbronn. Rund 30 bis 40 Prozent der Einsätze seien Bagatellen, beklagen Mitarbeiter in der Leitstelle. Oft sei ihnen schon am Telefon klar, dass sie bewusst belogen werden, um im Rettungswagen befördert zu werden.

Sparprogramme, Stellenabbau - wie kommt das Land durch die Autokrise?

Lange Zeit machte keiner dem Automobilland Baden-Württemberg etwas vor. Das hat sich geändert. Die Elektromobilität ist auf dem Vormarsch und ein immenser Wandel steht bevor. Vielerorts drohen Sparprogramme, Kurzarbeit und Stellenabbau. Wie geht es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Autokonzerne und Zulieferer? Fast eine halbe Million Arbeitsplätze hängen von der Autoindustrie ab. Steht eine Krise bevor, welche Kreise wird sie im Land ziehen und wie ist sie zu meistern? Diese Fragen stellt "Zur Sache Baden-Württemberg" dem Studiogast Franz Loogen von der Landesagentur "e-mobil BW", der 20 Jahre in der Autoindustrie tätig war.

Vor Ort - in Schwäbisch Gmünd

Reporterin Alix Koch ist bei Bosch AS in Schwäbisch Gmünd. Seitdem klar ist, dass das Unternehmen weitere 1.000 Stellen am Standort Schwäbisch Gmünd streichen will, geht die Angst um: "Über der Stadt hängt eine dunkle Wolke", beschreibt die Inhaberin einer Metzgerei die Stimmung. Ist das Unternehmen in der Krise, trifft es die ganze Stadt, denn Bosch AS ist einer der größten Arbeitgeber im Ort.

Mit Schiller gegen Morddrohungen

Unter großer Anspannung fand die Festrede zu Schillers Geburtstag im Deutschen Literaturarchiv in Marbach statt. Festredner Cem Özdemir (Grüne) hatte zuvor Morddrohungen von einer rechten Terrororganisation erhalten. Deshalb wurde der Bundestagsabgeordnete mit Wahlkreis Stuttgart von Personenschützern streng bewacht, als er über Schillers Freiheitsbegriff sprach. Özdemir redete Klartext: Für seinen Einsatz für Meinungsfreiheit und eine offene Gesellschaft zahle er persönlich einen hohen Preis. Doch: "Ich werde mich nicht einschüchtern lassen, das wäre genau das, was die wollen".

Getränke in Plastikflaschen - Umwelt-Irrsinn oder nicht?

Rund 20.000 Einwegflaschen aus Plastik stellt der Mineralwasserkonzern Bad Dürrheimer täglich her. Dennoch nennt es der Chef ein Mehrwegsystem, weil die neuen Flaschen aus 100 Prozent Altplastik bestünden. Die Deutsche Umwelthilfe hingegen spricht von "ökologischem Irrsinn" und fordert einen Strafzuschlag auf Einweggetränke. Zumal ein Gesetz schon bald einen Mehrweganteil von 70 Prozent vorschreibe. Erreicht würden derzeit nur rund 40 Prozent. Viel mehr sei auch nicht zu erreichen, sagen Politiker aus Baden-Württemberg und fordern ein komplettes Umdenken. Aber tragen die Kundinnen und Kunden dies mit?

"Zur Sache Baden-Württemberg"

Das SWR Politikmagazin "Zur Sache Baden-Württemberg" berichtet über politische Themen: hintergründig, kontrovers und nah an den Menschen in Baden-Württemberg. Vor-Ort-Reportagen, Hintergrundfilme und Studiointerviews lassen politische Zusammenhänge verständlich werden. In der "Wohnzimmer-Konferenz" diskutieren jeden Donnerstag Baden-Württemberger via Webcam von zu Hause aus live mit. Das letzte Wort bleibt dem Ministerpräsidenten des Landes vorbehalten - computeranimiert und mit der Stimme des SWR3 Comedychefs Andreas Müller.

22.45 Kunscht! Kultur im Südwesten

Moderation: Ariane Binder

"Wilde Alb" - eine Liebeserklärung an die einzigartige Kulturlandschaft der Schwäbischen Alb - in eindrucksvollen Bildern.

Das Schöne und das Gute - und Menschen, die ganz neue Wege beschreiten - "But Beautiful" - der neue Film von Erwin Wagenhofer.

Wasser Marsch - warum die Stuttgarter Bühnenbildnerin Hildegard Bechtler die Bühne flutet für "Iwanow" am Staatstheater Stuttgart.

"Lesen ist ein großes Wunder" - ein Treffen mit dem diesjährigen Büchner-Preisträger Lukas Bärfuss bei den "25. Esslinger Literaturtagen".

"Kulturtipps": Starke Geschichten beim "Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg" - Larry Rivers, ein Vater der Pop Art in Koblenz und - eine sanfte Einstimmung auf Weihnachten - Till Brönner mit "Better than Christmas".

100 Sekunden Kunst - "Ludwigs Erbe" - ein Kunstwerk des Bildhauers Peter Lenk

Freitag, 15. November 2019 (Woche 46)/13.11.2019

21.00 Adel im Südwesten - Die nächste Generation Familie von Hohenzollern aus Andernach

Das Wasserschloss Namedy bei Andernach am Rhein wurde dank Heide Prinzessin von Hohenzollern und ihres verstorbenen Manns Godehard zu einem Aushängeschild für Kunst und Kultur. Jetzt übernimmt die junge Generation den Betrieb. Keine leichte Aufgabe für Anna Prinzessin von Hohenzollern, denn auch ihre kleine Tochter verlangt viel Aufmerksamkeit. Doch sie hat klare Vorstellungen, wie es in der Zukunft weitergehen soll. Die dokumentarische SWR Reihe "Adel im Südwesten - Die nächste Generation" zeigt mit der Folge "Familie von Hohenzollern, Namedy" die Herausforderungen eines Generationenwechsels.

Rund 170 Veranstaltungen

Die Konzerte im Wasserschloss gehören zu den gesellschaftlichen Höhepunkten im Mittelrheintal, bei denen Prinzessin Heide die vielen Stammgäste persönlich begrüßt. Für ihr Engagement wurde sie von Ministerpräsidentin Malu Dreyer ausgezeichnet. Noch wirkt Tochter Anna eher im Hintergrund, doch schon bald wird sie ihre Vorstellungen über den zukünftigen Weg umsetzen.

Lebendiges Schloss

Das Schloss muss leben - auch wenn das viel Arbeit bedeutet. Firmen, Ministerien und Behörden entdecken das historische Anwesen und richten dort Feiern und Präsentationen in stilvollem Ambiente aus. Kreuzfahrtschiffe legen am Rhein an und Touristen aus der ganzen Welt genießen ein Gala-Menü in prächtigem Ambiente auf Schloss Namedy. Dutzende von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützen Heide und Anna von Hohenzollern dabei.

"Adel im Südwesten - Die nächste Generation"

Ein Erbe bedeutet oft Lust und Last zugleich. Das gilt auch für Adelsfamilien. Ein klangvoller Name, ein Schloss und eine große Geschichte - in neun dokumentarischen Filmen im SWR Fernsehen berichten junge Adelige, welche Herausforderungen der Generationenwechsel in ihrer Familie mit sich bringt. Für sie kann der Adelstitel auch ein Hindernis sein und nicht, wie viele meinen, das Sprungbrett in ein sorgenfreies Leben. In den Reportagen erlauben adelige Familien einen Blick sowohl in ihren Alltag mit ganz normalen Freuden, Problemen, Festen und Hobbys, als auch auf die geschäftlichen Bereiche. Drohnenflüge zeigen außergewöhnliche Luftbilder von Burgen, Schlössern und Ländereien der Adelsgeschlechter.

ARD Mediathek: Die Sendung ist ab dem Vortag der Ausstrahlung, 16 Uhr, unter ARDmediathek.de zu sehen.

Online unter SWR.de/adel-im-suedwesten

Fotos über ARD-Foto.de.

Mittwoch, 25. Dezember 2019 (Woche 52)/13.11.2019

08.45 Himmel auf Erden

St. Paulin in Trier

Farbenfrohe opulente Deckenfresken, ein prunkvoller Hochalter und schneeweiße Stuckaturen und Statuen - erklingt dazu noch die Orgel in vollendeter Akustik, dann fühlt man sich in der St. Paulin-Kirche im Norden Triers dem Himmel schon sehr nahe. Die spätbarocke Pfarrkirche ist wegen ihres besonders schönen und barocken Baustils und der prachtvollen Ausstattung, die von dem bedeutenden Baumeister Balthasar Neumann entworfen wurde, weit über die Stadtgrenzen hinaus Region bekannt. Ein lichtes und prunkvolles Gesamtkunstwerk, das dieses Jahr nach einer langen Sanierungsphase in neuem und ursprünglichem Glanz erstrahlt.

Das barocke Gebäude trägt seinen Namen nach dem heiligen Paulinus, der im vierten Jahrhundert Bischof von Trier war und wegen theologischer Streitigkeiten verbannt wurde. Bis heute wird er in der katholischen Kirche als Heiliger und Märtyrer verehrt. Stark und mutig für den Glauben eintreten, das machen sie hier bis heute, alle diejenigen, die die Fäden in der Hand halten und die Pfarrgemeinde steuern. Da ist die Schönstätter Marienschwester Reingarde, die mit über 80 Jahren die Stiftskurie führt und die die gute Seele der Pfarrgemeinde ist. Pfarrer Joachim Waldorf kam aus der Eifel nach Trier und die Beschäftigung mit der bis in die Römerzeit reichenden Geschichte der Kirche ist mittlerweile sein Steckenpferd. Eine ganz wichtige Rolle innerhalb der Pfarrgemeinschaft St. Paulin hat der Regionalkantor Volker Krebs. Er setzt sowohl auf traditionelle Kirchenmusik als auch immer wieder auf musikalische Experimente. St. Paulin ist bekannt für Kirchenmusik auf höchstem Niveau.

Donnerstag, 26. Dezember 2019 (Woche 52)/13.11.2019

18.15 Die Schweiz von oben - Vom Zauber der Alpenrepublik Erstsendung: 14.04.2019 in SWR/SR

Als vor Millionen Jahren die afrikanische und die europäische Kontinentalplatte aufeinanderstießen, formten sie das Wahrzeichen der heutigen Schweiz: das Matterhorn. Seine Schönheit hat Dichter und Maler inspiriert, seine Gefährlichkeit die Abenteurer. 500 haben ihr Leben gelassen beim Versuch, den Gipfel des Matterhorns zu besteigen oder wieder von ihm herunterzukommen.

Die Schweiz hat von ihren Bergen schon früh profitiert. Im Schutz der Gebirge konnten die Kantone wachsen und gedeihen. Die Schweiz gibt sich klein und bescheiden, ist in Wirklichkeit aber ein bedeutender Motor fürs Geschäftsleben und die Idee der Freiheit. Die Schweiz ist ein Goliath, der als David daherkommt.

Im geschützten Raum konnte die Idee der Freiheit früher wachsen als in anderen europäischen Regionen. Im Mittelalter schafften es die Eidgenossen unter der Führung von Bern, die fremden Herrscher aus Burgund abzuschütteln, ebenso die Habsburger, die sich aus ihrem Stammland, der Schweiz, schmachvoll zurückziehen mussten. Der kleine Stadtstaat Bern wuchs zu einer europäischen Großmacht heran. Heute ist das kaum mehr vorstellbar. Vielen Schweizern geht das Wort "Hauptstadt" für Bern kaum über die Lippen; für sie ist Bern die Bundesstadt der Schweiz. Die Eidgenossen lieben den Eigensinn.

Im Rückblick ist das Streben nach Neutralität aber keine Schwäche, sondern ein Erfolgsmodell, dessen Wertschöpfung sich vor allem am Genfer See zeigt. Dutzende internationaler Organisationen haben sich zwischen Genf und Montreux niedergelassen, allen voran die Uno, das Rote Kreuz und das Olympische Komitee.

Im 19. Jahrhundert war die Schweiz Vorreiter bei der Entwicklung des Tourismus. Ihre Berge wurden zu Sehnsuchtszielen. Der britische Reiseanbieter Thomas Cook brachte 1863 eine erste Reisegruppe aus England ins Wallis und das Berner Oberland. Dann kamen, wieder aus England, die Kletterer. Mit Hilfe einheimischer Bergführer erkämpfen sie sich Gipfel um Gipfel. Dramatische Wettläufe erregen die Welt, wie 1865 bei der Erstbesteigung des Matterhorns. Sie glückte dem Engländer Edward Whymper im achten Anlauf, aber auf dem Rückweg verlor er die halbe Seilschaft.

Der Film zeigt in 90 Minuten das Panorama der Schweiz, ihre atemberaubenden Landschaften in Sommer und Winter und gibt einen spannenden Abriss der Geschichte der Alpenrepublik.

Pressekontakt: Grit Krüger, Tel 07221/929-22285, grit.krueger@SWR.de

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